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S&P 500

Kurs vom 14.12.18 22:59
2.599,95 PKT -50,59 | -1,91%
52 Wochen Tief/Hoch
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dpa-AFX: ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Woche endet mit heftigen Verlusten

14.12.2018 - 22:23:44
NEW YORK (dpa-AFX) - Sorgen um die Weltwirtschaft haben am Freitag auch der
Wall Street schwer zugesetzt. Ebenfalls für Druck auf die Kurse sorgten einige
negative Unternehmensnachrichten. Der Dow Jones Industrial
weitete seine Verluste im Handelsverlauf zusehends aus und schloss 2,02 Prozent
im Minus bei 24 100,51 Punkten. Damit folgte der US-Leitindex der schwachen
Börsentendenz in Asien und Europa.

Auf Wochensicht verbuchte das Börsenbarometer einen Rückgang von 1,18
Prozent, nachdem ein zwischenzeitlicher Erholungsversuch fehlgeschlagen war.
Bereits in der vergangenen Woche hatte der Dow mit minus viereinhalb Prozent so
deutlich wie seit März nicht mehr an Wert eingebüßt.

Auch die anderen US-Indizes standen am Freitag unter Feuer: Der marktbreite
S&P 500 verlor letztlich 1,91 Prozent auf 2599,95 Punkte und der
technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 2,56 Prozent auf
6594,96 Zähler ein.

Schwache Konjunkturdaten aus China und maue Einkaufsmanagerindizes aus
Europa untermauerten die Befürchtungen der Anleger, dass sich die Weltwirtschaft
abkühlt. Die jüngsten, besser als erwartet ausgefallenen Wirtschaftskennziffern
aus den USA konnten dies ebenso wenig kompensieren wie erste Fortschritte im
US-chinesischen Handelsstreit.

Die Regierung in Peking kündigte am Freitag an, die hohen Sonderabgaben auf
Importe von in den USA gefertigten Autos und Autoteilen für drei Monate
auszusetzen. Die Zurückhaltung chinesischer Autokäufer wegen des Zollstreits war
ein Grund für die schwachen China-Wirtschaftsdaten. Die jetzige Entscheidung
erfolgt angesichts des 90-tägigen "Waffenstillstands" im Handelskrieg, auf den
sich US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping am
1. Dezember in Buenos Aires geeinigt hatten.

Die Aktien der amerikanischen Autobauer General Motors und
Ford wurden davon etwas gestützt: Mit einem geringen Minus von
0,03 Prozent (GM) beziehungsweise plus 0,24 Prozent (Ford) schlugen sie sich im
sehr schwachen Markt noch recht wacker. Die Experten der Deutschen Bank
bescheinigen beiden Wertpapieren in einer aktuellen Studie hohes Kurspotenzial.
Während die Autoindustrie vor einem Richtungswechsel und womöglich einer
Konsolidierung stehe, traut Analyst Emmanuel Rosner beiden US-Herstellern
kräftig anziehende Ergebnisse zu. Auslöser hierfür sieht er in der
Restrukturierung der Hersteller mit Änderungen im Portfolio und neuen
Partnerschaften.

Nachrichten aus der Pharmabranche stießen dagegen auf ein negatives Echo am
Markt. Für Titel von Merck & Co ging es um über drei Prozent
bergab, nachdem der Konzern einen Ausbau seines Geschäfts mit Tiergesundheit
bekannt gegeben hatte. Dazu kaufen die Amerikaner die französische Antelliq für
bis zu 2,1 Milliarden Euro in bar. Außerdem übernehmen sie die Verschuldung von
1,15 Milliarden Euro, welche kurz nach der Transaktion zurückgezahlt werden
soll. Der Anbieter von digitalen Lösungen für Tierärzte und Bauern zur
Identifikation und Überwachung von Tierbeständen gehörte bislang dem
Finanzinvestor BC Partners.

Papiere des Merck-Konkurrenten Johnson & Johnson sackten nach einem kritischen Medienbericht zu Inhaltsstoffen in Babypuder um rund zehn
Prozent ab - damit lagen sie abgeschlagen am Dow-Ende. Dass der Konzern in
Reaktion auf den Bericht beteuerte, sein Babypuder sei sicher und asbestfrei,
half dem Kurs der Aktie nicht, die zuletzt noch nahe ihrer Rekordhochs notiert
hatte.

Analyst Chris Schott von der US-Bank JPMorgan hielt die negative
Kursentwicklung indes für übertrieben. Der Inhalt des Berichts sei bereits
bekannt und die finanziellen Risiken in dieser Angelegenheit dürften kaum in die
Nähe der rund 40 Milliarden US-Dollar rücken, welche das Unternehmen dadurch an
Börsenwert verloren habe, so der Experte.

Bei der Handelskette Costco Wholesale sorgten negativ aufgenommene
Quartalsresultate für einen Kursrutsch von rund achteinhalb Prozent und den
letzten Platz im Nasdaq 100. Wegen des harten Wettbewerbs in der Branche gingen
die Margen leicht zurück. Technisch orientierten Analysten zufolge erscheint die
Aktie nun auch charttechnisch angeschlagen.

Für die Titel von Adobe Systems ging es um mehr als sieben
Prozent nach unten, was einen der hinteren Plätze im technologielastigen
Auswahlindex bedeutete. Der Softwarehersteller hatte am Vorabend nach
Börsenschluss sowohl mit dem bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) im abgelaufenen
Quartal als auch mit dem Umsatzausblick auf das neue Geschäftsjahr positiv
überrascht. Analysten sorgen sich indes wegen möglicher negativer Auswirkungen
des im September übernommenen Marketingspezialisten Marketo auf die Gewinne und
Margen von Adobe.

Der Euro litt unter den schwachen Konjunkturdaten aus dem
Währungsraum. Bei zuletzt 1,1301 Dollar zeigte er sich aber etwas erholt von
seinem Tagestief knapp über 1,1270 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB)
hatte den Referenzkurs auf 1,1285 (Donnerstag: 1,1371) Dollar festgesetzt; der
Dollar kostete damit 0,8861 (0,8794) Euro. Richtungweisende zehnjährige
US-Staatsanleihen gewannen 5/32 Punkte auf 101 31/32 Punkte und rentierten mit
2,89 Prozent./gl/men

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

Bezeichnung
WKN
Börse
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Währung
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S&P 500 A0AET0
S&P INDIZES
2.599,95
PKT
-50,59
-1,91%
14.12.18
22:59:47
NASDAQ 100 A0AE1X
NASDAQ INDIZES
6.594,96
PKT
-173,01
-2,56%
14.12.18
23:16:02
Dow Jones 969420
DOW JONES INDIZES
24.100,51
PKT
-496,87
-2,02%
14.12.18
22:59:46
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