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ROUNDUP: Kriegsziel Hisbollah-Entwaffnung? Widersprüchliche Angaben in Israel

03.04.2026 - 13:54:38
BEIRUT/TEL AVIV (dpa-AFX) - Während israelische Medien berichten, dass die Entwaffnung der Hisbollah im Libanon derzeit doch kein Kriegsziel der israelischen Armee sei, pocht der israelische Verteidigungsminister weiter darauf. "Israels Politik im Libanon war und ist klar: Oberstes Ziel ist die Entwaffnung der Hisbollah mit militärischen und politischen Mitteln", sagte Israel Katz nach Angaben seines Büros. Er ließ jedoch offen, ob dieses Ziel im aktuellen Krieg erreicht werden solle.

Nach einem etwa einjährigen Krieg zwischen Israel und der Hisbollah war im November 2024 eine Waffenruhe vereinbart worden. Teil dieses Abkommens war auch die Entwaffnung der Hisbollah, die bislang nicht umgesetzt wurde.

Mehrere israelische Medien meldeten nun, Ziel der Armee im aktuellen Krieg sei es zwar, die Miliz im Nachbarland signifikant zu schwächen. "Die Entwaffnung der Organisation ist kein zwingendes Ziel am Ende dieses Einsatzes", zitierte die "Times of Israel" jedoch einen Armeevertreter. Die israelische Nachrichtenseite "ynet" sprach von einer Kursänderung des Militärs. Laut "Haaretz" gehen Armeevertreter davon aus, dass die Entwaffnung der Hisbollah die Besetzung des gesamten Libanons voraussetzen würde.

Wenig später meldeten mehrere Medien unter Berufung auf die Armee zugleich, diese bleibe dem "langfristigen Ziel" der Entwaffnung der Miliz verpflichtet.

Medien: Armee will Plan für "Sicherheitszone" vorlegen

Den Berichten zufolge will Israels Armee der politischen Führung in den kommenden Tagen einen Vorschlag zur Einrichtung einer "Sicherheitszone" im Südlibanon vorlegen. Nach "Haaretz"-Angaben soll diese zwei bis drei Kilometer in den Libanon hineinreichen. Demnach ist unklar, ob die Armee dort alle Häuser abreißen wird, oder ob die Anwohner zu einem späteren Zeitpunkt zurückkehren können. Der "Times of Israel" zufolge umfasst der Plan die Zerstörung libanesischer Dörfer in Grenznähe. Demnach sollen alle verbleibenden Einwohner Orte, die wenige Kilometer von der Grenze entfernt liegen, verlassen. Davon ausgenommen seien mehrere Orte, die von Christen bewohnt werden./cir/DP/he


Quelle: dpa-AFX
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