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Nachrichtenübersicht

Aktien Frankfurt Ausblick: Verhaltener Handelsauftakt erwartet

10.07.2026 - 08:15:05
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Vortageserholung dürfte der deutsche Aktienmarkt zum Wochenschluss eine Atempause einlegen. Die Vorgaben sind durchwachsen angesichts erholter Aktienmärkte in Asien bei andererseits wieder etwas höheren Ölpreisen. Der X-Dax signalisierte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn für den Dax ein Minus von 0,06 Prozent auf 25.104 Punkte. Damit deutet sich für den Leitindex ein Wochenverlust von rund zweieinhalb Prozent an.

Angesichts des wieder im Fokus stehenden Iran-Kriegs und den damit deutlich gestiegenen Ölpreisen verwundert die klar negative Wochenbilanz nicht, obwohl der Dax am Montag zunächst noch ein weiteres Rekordhoch von 25.900 Punkten erreicht hatte. Nach einem zwischenzeitlichen Rückschlag bis auf 24.830 Punkte konnte er sich aber immerhin etwas fangen und sich wieder über die 21-Tage-Linie retten.

Trotz aller Angriffe arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. "Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter", sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. "Der Markt scheint die jüngsten Spannungen zwischen den USA und dem Iran eher als Belastung für den Waffenstillstandsprozess denn als vollständigen Zusammenbruch zu sehen", sagte Warren Patterson, Rohstoffstratege der ING Groep in Singapur der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Aus Unternehmenssicht könnten Infineon einen Blick wert sein. Der Halbleiterkonzern erhöht in bestimmten Bereichen die Preise, wie Finanzvorstand Schneider dem "Handelsblatt" sagte. Und es könnte bald noch teurer werden: Bei knappen Gütern werde es zu Rationierungen kommen. Das Geschäft mit der für Infineon wichtigen Automobilbranche sowie anderen Industriezweigen ziehe wieder an.

Der VW-Konzern streicht seine Modellpalette deutlich zusammen. Die Zahl der Modelle im Konzern solle schrittweise um bis zu 50 Prozent schrumpfen, die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen um bis zu 75 Prozent sinken, kündigte der Konzern nach einer Aufsichtsratssitzung in Wolfsburg an. Dem aktuellen Plan mangele es an Details, Investoren wünschten sich weiterreichende Nachrichten zur Umstrukturierung, doch Betriebsrat und Politik lehnten dies ab, kommentierte ein Händler am Morgen.

Für die Aktien von Salzgitter ging es vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um 5,2 Prozent aufwärts, nachdem die US-Bank JPMorgan die Einstufung der Papiere von "Underweight" auf "Overweight" gedreht und das Kursziel von 31,40 auf 65,00 Euro mehr als verdoppelt hatte. Analyst Dominic O'Kane wird optimistisch für die europäische Stahlbranche. Die Protektionsmaßnahmen der Politik zeigten Wirkung und die Gewinnentwicklung der Unternehmen werde Fahrt aufnehmen, schrieb er. Für das zweite Halbjahr geht der Experte von steigenden Stahlpreisen in Europa aus./edh/stk


Quelle: dpa-AFX

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