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Aktien Wien Schluss: ATX knapp im Minus

09.10.2026 - 18:25:12
WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Freitag knapp behauptet geschlossen. Der ATX beendete den Tag mit einem kleinen Minus von 0,26 Prozent und 6.543,45 Punkten. Der ATX Prime fiel um 0,19 Prozent auf 3.212,80 Zähler. An anderen Börsen in Europa ging es zum Wochenschluss hingegen nach oben. Angetrieben wurden die Märke von einer zeitweisen Entspannung am Rohöl- und Anleihenmarkt.

Auf dem ATX lasteten hingegen Kursverluste des Leiterplattenherstellers AT&S und des Öl- und Gaskonzerns OMV von jeweils 2,9 Prozent. Staatlich verordnete "Solidaritätsbeiträge" in Österreich und Rumänien belasten das Ergebnis der OMV im dritten Quartal 2026 voraussichtlich mit 150 Millionen bis 200 Millionen Euro. Wie das Unternehmen am Freitag in seinem Trading Update mitteilte, schlagen die Abgaben als Sondereffekt auf den ausgewiesenen Periodenüberschuss durch. Operativ profitierte der Konzern von einer spürbar gestiegenen europäischen Raffinerie-Referenzmarge.

Das Trading Statement deutet auf ein starkes drittes Quartal im Bereich Kraftstoffe hin, schrieben die Experten der Erste Group in einem Kommentar. Auch die Energieproduktion übertraf die Erwartungen, obwohl das Ausbleiben von Rohöllieferungen aus dem Nahen Osten zu einer Ergebnisbelastung von 100 Millionen Euro führt. Der Bereich Chemie dürfte sich hingegen als Schwachstelle erweisen, so die Erste Group-Experten weiter.

Porr-Aktien verloren nach Ankündigung eines Aktienrückkaufs 3,8 Prozent und waren damit die Tagesverlierer im ATX. Der Baukonzern hat am Donnerstag einen Aktienrückkauf um bis zu 15 Millionen Euro beschlossen. Höchstens 392.782 Aktien bzw. 1 Prozent des Grundkapitals will das Unternehmen erwerben - zu einem Preis zwischen 1,0 Euro und "maximal 10 Prozent über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börsenschlusskurs der dem Aktienrückerwerb vorhergehenden zehn Börsentage", teilte Porr mit.

Voestalpine nach Empfehlung gesucht

Tagesgewinner im ATX waren die Aktien des Stahlkonzerns Voestalpine mit einem Plus von 5,2 Prozent auf 44,56 Euro. Die Analysten der UBS haben die Anlageempfehlung für die Aktien des Stahlkonzerns von "Neutral" auf "Buy" angehoben. Gleichzeitig wurde das Kursziel von 49,00 Euro auf 64,00 Euro je Anteilsschein erhöht. Auch an anderen Börsen waren die Aktien von Unternehmen aus der Branche gut gesucht. ArcelorMittal stiegen nach einer Empfehlung von UBS um 5,6 Prozent. ThyssenKrupp-Aktien legten 6,7 Prozent zu.

In der kommenden Woche sind die Augen dann auf Inflationsdaten aus den USA gerichtet. Am Mittwoch stehen Zahlen zu den Verbraucherpreisen an, am Donnerstag folgen Daten zu den Erzeugerpreisen. "Nachdem sich die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen zuletzt stabilisiert haben, könnte die Veröffentlichung neue Impulse liefern. Fällt die Inflation höher aus als erwartet, dürften die Märkte ihre Zinserwartungen nach oben anpassen", schreiben die Analysten der Erste Group. Daneben dürften weiter der Iran-Konflikt und die Ölpreisentwicklung, aber auch die näher rückenden US-Zwischenwahlen ("Midterms") aufmerksam beobachtet werden./mik/ste/APA/nas


Quelle: dpa-AFX
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