Geplante Milliarden-Investition in Infrastruktur und Digitalisierung:
Mecklenburg-Vorpommern und Unternehmen der Schwarz Gruppe schließen
wegweisende Partnerschaft (FOTO)
Schwerin (ots) -
- Die Unternehmen der Schwarz Gruppe wollen bis 2033 bis zu 5,6 Milliarden Euro
in den Bau eines Rechenzentrums investieren und stärken damit die kritische
Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern.
- Digitale Souveränität: Die Investition soll die Entwicklung und den Betrieb
von Cloud- und KI-Lösungen nach deutschem Recht und dadurch die Wertschöpfung
in Deutschland und Europa fördern.
- Nachhaltigkeit: Geplant sind die ausschließliche Nutzung von Strom aus
erneuerbaren Energien im regulären Betrieb, die Entwicklung eines
Fernwärmenetzes und modernste Luftkühlung für die ökologische Effizienz des
Rechenzentrums.
- Blaupause für Deutschland: Erste Leuchtturmprojekte der Landesregierung
Mecklenburg-Vorpommerns und Schwarz Digits sind die digitale Baugenehmigung
und die Einführung von OpenDesk im Bildungsbereich.
Die Unternehmen der Schwarz Gruppe und die Landesregierung
Mecklenburg-Vorpommern schlagen ein neues Kapitel für den Digitalstandort
Deutschland auf: Im Rahmen einer Pressekonferenz verkündeten Manuela Schwesig,
Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommern, und Gerd Chrzanowski, Komplementär
Schwarz Gruppe, eine wegweisende Partnerschaft. Erklärtes gemeinsames Ziel ist
es, Europa im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in die erste
Liga zu bringen - mit Mecklenburg-Vorpommern als einem zentralen, souveränen
Knotenpunkt. Die Partnerschaft beinhaltet zwei Schwerpunkte: ein
Infrastrukturprojekt mit Rechenzentrum und die gemeinsame Entwicklung
hochperformanter Digitallösungen für eine souveräne öffentliche Verwaltung des
Bundeslandes.
Gerd Chrzanowski, Komplementär Schwarz Gruppe : "Digitale Souveränität entsteht
nicht durch Appelle oder Reden. Sie entsteht durch Handeln, durch verlässliche
Infrastruktur und durch praxistaugliche Anwendungen. Wir warten nicht darauf,
dass andere vorangehen. Wir übernehmen unternehmerische Verantwortung und
investieren nachhaltig in die Zukunft des Standorts Deutschland."
Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern : "Ziel
der Landesregierung ist, dass wir unabhängiger von ausländischen Anbietern von
Rechenzentren und Cloud- und KI-Anwendungen werden. Wir sehen die
Investitionsentscheidung der Schwarz Gruppe deshalb auch als Möglichkeit für
mehr Unabhängigkeit und mehr Datensicherheit. Unser Land wird in vielfacher
Weise von dieser Investition profitieren."
Potenzial für 1 Gigawatt Anschlussleistung
Vorbehaltlich der üblichen Genehmigungen wird das Rechenzentrum bis 2033 über
eine Kapazität von 240 Megawatt verfügen. Die Kapazität planen die Unternehmen
der Schwarz Gruppe einerseits für das eigene Ökosystem ein. Andererseits würde
das Rechenzentrum die weitere Entwicklung und Skalierung souveräner IT-Lösungen
stärken, gebündelt bei der IT- und Digitalsparte Schwarz Digits. Damit gibt es
sehr konkrete Perspektiven, die Kapazität bis 2045 auf eine Anschlussleistung
von 1 Gigawatt auszubauen.
5,6 Milliarden Euro für die Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern
Das aktuell in Aussicht stehende Grundstück für das Rechenzentrum liegt im
Gewerbegebiet der Gemeinde Dummerstorf. Ein Vorteil von Norddeutschland ist die
hohe Verfügbarkeit von nachhaltig produziertem Strom, unter anderem aus On- und
Offshore Windkraft. Am angedachten Standort ist auch ein Anschluss an das
380-Kilovolt-Höchstspannungsnetz möglich. Höchstspannungstrassen machen den
Transport großer Strommengen effizienter, die Netzentgelte sinken mit steigender
Spannungsebene.
Darüber hinaus begünstigt das Klima eine effizientere freie Kühlung über
Umgebungsluft. Es liegt eine Absichtserklärung mit den Stadtwerken Rostock zur
Nutzung der Abwärme vor. Ziel ist es, die Abwärme des Rechenzentrums nachhaltig
und zum Vorteil der kommunalen Wärmeplanung zur Verfügung zu stellen. Für ein
anderes Rechenzentrums-Projekt der Unternehmen der Schwarz Gruppe im
brandenburgischen Lübbenau hatten die beteiligten Parteien jüngst Verträge für
ein gemeinsames Fernwärme-Konzept gezeichnet.
Das Projekt in Dummerstorf befindet sich in einem frühen Stadium, technische
Spezifikationen sind noch nicht finalisiert - wie beispielsweise die genauen
Anforderungen an die Zusammenstellung von Cloud- und KI-Microchips. Die
Investitionen für die Kapazität von 240 Megawatt sind mit einem
voraussichtlichen Investitionsvolumen von ungefähr 5,6 Milliarden Euro bepreist.
Blaupause für ganz Deutschland: Digitale Verwaltung und Bürgerservices
Das geplante Rechenzentrum unterstreicht auch, dass die Zusammenarbeit der
Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern mit Schwarz Digits bei der
Verwaltungsdigitalisierung langfristig angelegt ist. Gemeinsam befähigen die
Partner eine moderne, effiziente und sichere digitale Verwaltung, die greifbare
Vorteile für die Bürger sowie die Wirtschaft bringt.
Noch im Jahr 2026 sollen wegweisende technische Anwendungen in die öffentliche
Verwaltung des Landes eingebracht werden. Dazu gehören die digitale
Baugenehmigung auf der souveränen Cloud-Plattform STACKIT sowie die Einführung
von openDesk, beginnend mit sicheren, voll verwalteten Lehrerarbeitsplätzen im
Bildungsbereich.
Die Zusammenarbeit ist als skalierbares und übertragbares Leuchtturmprojekt
konzipiert. Die entwickelten Lösungen sollen nicht nur Mecklenburg-Vorpommern
modernisieren, sondern als Blaupause für die gesamte Bundesrepublik Deutschland
dienen.
Pressekontakt:
Schwarz Corporate Affairs GmbH & Co. KG
Telefon 07132 30-788600
mailto:presse@mail.schwarz
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/129569/6340915
OTS: Schwarz Corporate Affairs GmbH & Co. KG
Quelle: dpa-AFX