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OTS: BearingPoint GmbH / BearingPoint-Studie: E-Auto-Interessierte in ...

02.09.2026 - 07:16:04
BearingPoint-Studie: E-Auto-Interessierte in Deutschland denken um -
BYD rückt in die Spitzengruppe vor (FOTO)
Frankfurt (ots) - Etablierte deutsche Hersteller bleiben stark, doch
Kaufinteressierte bewerten Elektromarken zunehmend nach Preis, Reichweite,
Batteriekompetenz und Garantie statt nach Herkunftsland.

Der Wettbewerb um die Kundinnen und Kunden im deutschen Elektroautomarkt
verschiebt sich. Eine aktuelle Studie der Management- und Technologieberatung
BearingPoint zeigt: Während Volkswagen, Audi, BMW und Mercedes-Benz in der
Gesamtbevölkerung weiterhin zu den attraktivsten Marken für den Kauf eines
Elektroautos zählen, gewinnt BYD in Deutschland deutlich an Relevanz. Bei
Personen, die innerhalb der nächsten drei Jahre den Kauf eines Elektrofahrzeugs
erwägen, erreicht die chinesische Marke bereits Platz 5 der attraktivsten
Marken. In der Gesamtstichprobe liegt BYD noch auf Platz 11.

Damit rückt ein Hersteller in die Spitzengruppe vor, der vor wenigen Jahren im
deutschen Markt noch kaum eine Rolle spielte. Die Ergebnisse deuten darauf hin,
dass sich die Markenattraktivität verändert, sobald Verbraucherinnen und
Verbraucher konkreter über den Kauf eines Elektroautos nachdenken. In der
Gesamtstichprobe führt Volkswagen mit 31 Prozent vor Audi mit 29 Prozent und BMW
mit 28 Prozent. Unter den kaufinteressierten Kundinnen und Kunden übernimmt BMW
mit 44 Prozent den Spitzenplatz, gefolgt von Audi mit 31 Prozent und Volkswagen
mit 30 Prozent. BYD erreicht in dieser Gruppe 20 Prozent und liegt damit vor
Kia, Hyundai, Ford, Tesla und Skoda.

"Der Vorsprung der etablierten Hersteller schmilzt und der Wettbewerb in
Heimatmärkten nimmt zu. Aus welchem Land der Hersteller kommt, ist nicht mehr
kaufentscheidend. Harte Fakten und die Kompetenz im Bereich der Elektromobilität
müssen die Kunden überzeugen", sagt Manuel Schuler, globaler Leiter Automotive
bei BearingPoint.

Konkrete Kaufabsicht verändert den Blick auf Marken

Die Studie zeigt einen klaren Mechanismus: In der Gesamtbevölkerung wirken bei
der Einschätzung der Markenattraktivität vor allem Bekanntheit, Image und
Vertrauen in etablierte Namen. Wer sich jedoch konkret mit dem Kauf eines
Elektroautos beschäftigt, vergleicht stärker die relevanten Leistungsdaten. Zu
den wichtigsten Kriterien bei der Anschaffung eines neuen batterieelektrischen
Fahrzeugs zählen laut Umfrageergebnis Kaufpreis, Fahrzeugsicherheit,
Zuverlässigkeit und Langlebigkeit des Akkus, Reichweite sowie Garantieabdeckung.
Das Herkunftsland der Marke zählt dagegen nicht zu den entscheidenden
Kaufkriterien.

Diese Verschiebung erklärt, warum BYD bei kaufinteressierten Kundinnen und
Kunden deutlich besser abschneidet als in der Gesamtstichprobe. Die Marke
profitiert offenbar von einem als wettbewerbsfähig wahrgenommenen Gesamtpaket
aus Preis, Reichweite, Batterie, Ladeleistung und Garantie. Gleichzeitig zeigt
die Studie, dass klassische Markenstärke allein im Elektrozeitalter kein
ausreichender Erfolgsgarant mehr ist.

Verschärfung des Wettbewerbs über konkrete Produkteigenschaften

In den volumenstarken Fahrzeugklassen drängt BYD mit wettbewerbsfähigen Preisen,
umfangreicher Ausstattung, hohen Ladeleistungen und umfangreichen Garantien auf
den deutschen Markt. Es scheint das attraktive Gesamtpaket zu sein, das zur
steigenden Markenattraktivität von BYD beiträgt.

Für den deutschen Automobilmarkt ist diese Entwicklung relevant, weil sie den
Wettbewerb nicht nur über Marke und Herkunft, sondern stärker über konkrete
Produkteigenschaften verschärft. Gerade im volumenstarken Marktsegment der
Elektrofahrzeuge können Preis-Leistungs-Verhältnis, Garantieumfang und
Batterievertrauen zu entscheidenden Faktoren werden.

Dynamik bei Zulassungen deutet auf zunehmenden Wettbewerbsdruck hin

Die gestiegene Markenattraktivität von BYD in Deutschland spiegelt sich auch in
den Zulassungszahlen für reine Elektrofahrzeuge des Kraftfahrt-Bundesamts wider.
Ein Vergleich mit Volkswagen, der Referenzmarke im Volumensegment, macht die
Wachstumsdynamik von BYD deutlich. Während BYD im Vergleich zu Volkswagen zwar
(noch) deutlich weniger reine Elektrofahrzeuge pro Monat zugelassen hat, konnte
BYD von Januar bis Juli die Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um
141 Prozent steigern. So stiegen die Neuzulassungen von BYD für diesen Zeitraum
von 5.124 in 2025 auf 12.332. Volkswagen liegt hingegen in dem wachsenden Markt
der Elektromobilität auf Vorjahresniveau. Damit konnte BYD seine Zulassungen
innerhalb eines Jahres, trotz der zusätzlichen EU-Zölle auf reine
Elektrofahrzeuge von BYD mehr als verdoppeln.

Die Zulassungsentwicklung zeigt, dass BYD in Deutschland nicht nur an
Wahrnehmung, sondern auch an tatsächlicher Marktbedeutung gewinnt. Trotz
zusätzlicher EU-Zölle wächst die Marke schneller als der Gesamtmarkt, was darauf
hindeutet, dass BYD sich zunehmend als ernstzunehmende Alternative im deutschen
Elektromobilitätsmarkt etabliert. Das Wachstum im Markt der E-Autos kommt somit
nicht automatisch den heimischen Herstellern zugute, sondern wird zunehmend auch
von neuen Wettbewerbern wie BYD abgeschöpft.

"Die entscheidende Frage ist nicht, ob chinesische Hersteller zu den
europäischen Herstellern aufschließen, sondern wie schnell. BYD gehört bei den
Kaufinteressierten von E-Autos bereits zu den attraktiven Marken, was die
Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Skalierung ist. Zusätzlich werden hohe
Produktionskapazitäten in China, die dort schwächelnde Binnenkonjunktur und der
Ausbau neuer Vertriebs- und Produktionskapazitäten in Europa den
Wettbewerbsdruck in den kommenden Jahren intensivieren", kommentiert Manuel
Schuler.

Harte Fakten schlagen Herkunft

Aus Sicht von BearingPoint zeigt die Studie, dass die Elektromobilität die
Regeln der Markenattraktivität verändert. Während etablierte Hersteller
weiterhin von ihrer Bekanntheit, ihrem Händlernetz und ihrem Vertrauen im
Heimatmarkt profitieren, gewinnen neue Wettbewerber dort an Boden, wo Kundinnen
und Kunden konkrete Kaufentscheidungen vorbereiten. Entscheidend ist heute nicht
mehr, wofür eine Marke historisch steht, sondern ob sie im Elektrosegment ein
überzeugendes Gesamtpaket aus Preis, Reichweite, Batterietechnologie,
Ladeleistung und Garantie bietet.

"Für Hersteller bedeutet das: Marken müssen ihre Elektromobilitätskompetenz
sichtbarer machen, Vertrauen in Batterie und Ladeleistung aufbauen und ein
überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Für deutsche und europäische
Hersteller steigt damit der Druck, ihre historisch starke Markenposition in
konkrete Wettbewerbsvorteile im Elektrosegment zu übersetzen", resümiert Manuel
Schuler.

Über die Studie

Für den Attraktivitätsindex Elektromobilität 2026 hat BearingPoint in
Deutschland 2.000 Personen befragt, welche drei Marken sie bei der Anschaffung
eines Elektroautos in Betracht ziehen würden. Unter kaufinteressierten Kundinnen
und Kunden wurden nur Personen berücksichtigt, die sich innerhalb der nächsten
drei Jahre ein Elektroauto zulegen wollen. In Deutschland waren dies 160
Befragte. Die Preise der verglichenen Modelle wurden im Juli 2026 abgerufen. Die
Zulassungszahlen stammen vom Kraftfahrt-Bundesamt und umfassen ausschließlich
Zulassungen reiner Elektrofahrzeuge. Die exponentielle Trendfortschreibung
basiert auf der Entwicklung der monatlichen Zulassungszahlen reiner
Elektrofahrzeuge von Januar 2025 bis Juli 2026.

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit
europäischen Wurzeln und globaler Reichweite, die Unternehmen mithilfe moderner
Technologien transformiert. Wir unterstützen Unternehmen bei der Transformation,
indem wir fundiertes Branchenwissen mit starken Kompetenzen in Strategie,
Geschäftsprozessen, Technologie und KI kombinieren. Unsere Beraterteams arbeiten
dabei in unterschiedlichsten Industrien - immer nah am Kunden. Spezialisierte
SAP- und Microsoft-Einheiten, ein starker Fokus auf KI sowie ergebnisorientierte
Softwarelösungen ermöglichen maßgeschneiderte, innovative Lösungen für die
Herausforderungen unserer Kunden.

Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und
Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 15.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 70 Ländern und
engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen
Geschäftserfolg.

BearingPoint gehört zu den TIME World's Best Companies und den Forbes World's
Best Employers. Das Unternehmen ist zudem eine zertifizierte B Corporation, die
hohe soziale und ökologische Standards erfüllt.

Weitere Informationen:

Homepage: www.bearingpoint.com (https://u7061146.ct.sendgrid.net/ls/click?upn=u0
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LinkedIn: www.linkedin.com/company/bearingpoint (https://u7061146.ct.sendgrid.ne
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Instagram: https://www.instagram.com/bearingpoint_dach (https://u7061146.ct.send
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Pressekontakt:

Alexander Bock
Global Senior Manager Communications
Tel: +49 89 540338029
E-Mail: mailto:alexander.bock@bearingpoint.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/68073/6343988
OTS: BearingPoint GmbH


Quelle: dpa-AFX
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