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Verbraucherschützer: E-Patientenakten noch nicht Alltag

18.02.2026 - 11:22:31
BERLIN (dpa-AFX) - Die neuen elektronischen Patientenakten (ePA) müssen aus Sicht der Verbraucherzentralen mit mehr nützlichen Anwendungen für Versicherte attraktiver werden. Die Chefin des Bundesverbands, Ramona Pop, sagte, die E-Akten seien noch nicht im Alltag der Menschen angekommen. "Das ist wenig überraschend, denn zentrale Funktionen, wie digitale Impf- oder Bonushefte, fehlen weiterhin." Bislang bleibe die ePA hinter den Erwartungen zurück. Damit sie ihr volles Potenzial entfalten könne, muss sie zügig weiterentwickelt werden.

Rund 70 Millionen der gut 74 Millionen gesetzlich Versicherten haben eine ePA von ihrer Krankenkasse angelegt bekommen, was man für sich auch ablehnen kann. Seit 1. Oktober 2025 sind Praxen und Kliniken verpflichtet, wichtige Daten wie Befunde oder Laborwerte einzustellen. Die E-Akte kann Patienten ein Leben lang begleiten und soll auch zu besseren Behandlungen beitragen.

Viele nutzen ePA noch nicht für sich selbst

Bisher nutzen Millionen Versicherte ihre E-Akte aber nicht aktiv, um ihre Daten anzusehen oder auch sensible Inhalte zu sperren. In einer Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands nannten drei Viertel (75 Prozent) als Grund, sich "noch nicht damit auseinandergesetzt" zu haben, ein Drittel (33 Prozent) sieht "keinen persönlichen Nutzen". Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat bereits mehrere weitere Anwendungen angekündigt./sam/DP/men


Quelle: dpa-AFX
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