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Nachrichtenübersicht

EQS-News: NVision ebnet molekularen Qubits den Weg in die Industrie und veröffentlicht wissenschaftlichen Durchbruch in Nature (deutsch)

28.10.2026 - 17:00:10
NVision ebnet molekularen Qubits den Weg in die Industrie und veröffentlicht wissenschaftlichen Durchbruch in Nature

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EQS-News: NVision Quantum / Schlagwort(e): Sonstiges
NVision ebnet molekularen Qubits den Weg in die Industrie und veröffentlicht
wissenschaftlichen Durchbruch in Nature

28.10.2026 / 17:00 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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NVision ebnet molekularen Qubits den Weg in die Industrie und veröffentlicht
wissenschaftlichen Durchbruch in Nature

Partnerschaft mit HyperLight zur Integration molekularer Qubits in
hochentwickelte photonisch integrierte Schaltkreise schafft die Grundlage
für eine neue Architektur, die skalierbares Quantencomputing ermöglicht.

Zusammenfassung:

  * Veröffentlichung richtungsweisender Forschungsergebnisse im renommierten
    Fachjournal Nature, die das erste individuell kontrollierbare organische
    molekulare Qubit mit photonischer Schnittstelle wissenschaftlich belegen


  * Weiterentwicklung einer Quantencomputing-Architektur, die mit
    etablierten Fertigungsprozessen der Silizium-Halbleiterindustrie
    kompatibel ist und durch photonische Vernetzung skalierbares
    Quantencomputing ermöglicht


  * Strategische Partnerschaft mit HyperLight zur direkten Integration
    molekularer Qubits in hochentwickelte photonisch integrierte
    Schaltkreise


ULM, Deutschland - 28. Oktober 2026 - NVision, ein
Quantentechnologieunternehmen, gab heute die Veröffentlichung
richtungsweisender Forschungsergebnisse im renommierten Fachjournal "Nature"
sowie eine strategische Partnerschaft mit der HyperLight Corporation
("HyperLight") bekannt, einem Branchenführer im Bereich der
Dünnschicht-Lithiumniobat-Photonik (TFLN). Im Rahmen der Zusammenarbeit
werden die Unternehmen die molekularen Qubits von NVision direkt in
hochentwickelte photonische integrierte Schaltkreise (PICs) integrieren.
Gemeinsam bilden sie die Grundlage für skalierbares Quantencomputing, indem
sie photonische Verbindungen zur Vernetzung von Quantenressourcen sowohl
innerhalb einzelner Prozessoren als auch prozessübergreifend miteinander
verknüpfen. Dies ermöglicht, Millionen von Qubits auf Chips zu integrieren,
die mit etablierten industriellen Halbleiterfertigungsverfahren kompatibel
sind.

Die Veröffentlichung A Single-Molecule Spin-Photon Interface im renommierten
Fachjournal Nature bestätigt erstmals die Entwicklung einer individuell
kontrollierbaren Spin-Photon-Schnittstelle auf Basis organischer Moleküle,
welche die Grundlage bildet, stationäre Qubits mit Photonen zu verbinden.
Bislang scheiterte ihr Einsatz als vollwertige Qubits daran, dass sich
molekulare Spins nicht einzeln und kohärent steuern ließen. Diese
technologische Hürde wurde nun überwunden: Der zentrale Baustein lässt sich
erstmals auf Ebene einzelner Moleküle gezielt steuern. Damit eröffnet sich
ein neuer Weg zur Skalierung von Quantencomputern. Molekulare Qubits können
ähnlich wie OLED-Materialien als dünne Schichten direkt auf PICs übertragen
werden. So könnte diese etablierte photonische Chiptechnologie künftig als
Plattform für die Entwicklung skalierbarer Quantencomputer dienen.

"Das bestätigt, wovon wir seit Langem überzeugt sind: Die organische Chemie
bietet eine grundlegend bessere Basis für die Entwicklung von Qubits und
damit für die Zukunft des Quantencomputings", sagte Dr. Sella Brosh, CEO von
NVision. "Seit Jahren befindet sich die Branche in einem technologischen
Wettlauf, der auf Ansätzen basiert, deren Skalierung jahrzehntelange Arbeit
und milliardenschwere Investitionen in spezialisierte Fertigungsanlagen
erfordern würde. Mit der Entwicklung des weltweit ersten industriell
herstellbaren organischen Qubits beginnt nun das molekulare Zeitalter des
Quantencomputings. Damit schaffen wir die Grundlage für eine neue
Architektur, die von Beginn an auf photonische Vernetzung setzt und durch
die Nutzung bestehender Halbleiterfertigungsinfrastrukturen einen klaren Weg
zur Skalierung eröffnet."

Parallel zur Veröffentlichung in Nature gab NVision eine strategische
Partnerschaft mit HyperLight bekannt, einem weltweit führenden Anbieter
elektrooptischer PICs auf Basis der TFLN -Technologie. Diese kommen
insbesondere in Anwendungen mit hohen Bandbreitenanforderungen zum Einsatz,
etwa in KI-Rechenzentren sowie Telekommunikationsnetzen. Im Rahmen der
Zusammenarbeit werden die molekularen Qubits von NVision in Form einer
dünnen Schicht direkt auf photonische Chips übertragen. Damit wird die TFLN
Chiplet(TM)-Technologie von HyperLight um neue Anwendungsmöglichkeiten im
Quantencomputing erweitert.

"Die Integration der neu entwickelten molekularen Qubits von NVision in
unsere PICs eröffnet einen vielversprechenden Weg zu skalierbarer
Quantenhardware und demonstriert zugleich die Leistungsfähigkeit und
Vielseitigkeit der TFLN-Technologie von HyperLight", sagte Kevin Luke,
Mitgründer und Head of Custom Development bei HyperLight. "Photonische
Vernetzung ist entscheidend für die Skalierung von Quantenprozessoren. Durch
die Kombination unserer optischen Chipinfrastruktur mit industriell
herstellbaren molekularen Dünnschichten können wir eine hochdichte
Quantenvernetzung auf Chipebene realisieren und dabei auf jahrzehntelange
Investitionen in die Halbleiterfertigung zurückgreifen."

Dieser Meilenstein markiert für NVision den Übergang von der physikalischen
Grundlagenforschung zur kommerziellen Hardwareentwicklung ihrer Plattform
für photonisch integrierte Quantenschaltkreise (Photonic Integrated Quantum
Circuits, PIQC). Nach der ersten Lieferung von Chips durch seine
Fertigungspartner plant NVision, bis Ende 2026 die Leistungsfähigkeit seiner
Technologie auf PICs live zu demonstrieren. Die langfristige
Entwicklungsstrategie sieht zunächst eine Skalierung auf 1.000 physikalische
Qubits vor. Bis 2030 strebt NVision die Integration von 1.000 logischen,
fehlerkorrigierten Qubits auf einem Chip an, der in ein betriebsbereites
System für Rechenzentren integriert werden soll.

Im Gegensatz zu monolithischen Quantencomputer-Architekturen, bei denen
Qubits räumlich eng beieinanderliegen müssen, was zu erheblichen
gegenseitigen Störungen (Crosstalk), komplexer Steuerung und thermischen
Engpässen führt, nutzt die PIQC-Architektur von NVision optische
Verbindungen, um Qubits unabhängig von räumlichen Beschränkungen miteinander
zu vernetzen. Die speziell entwickelten Carben-Moleküle arbeiten bei leicht
erreichbaren kryogenen Temperaturen von 2 bis 4 Kelvin und emittieren
Photonen direkt bei präzise definierten optischen Frequenzen. Dies
ermöglicht die direkte Quantenvernetzung sowohl innerhalb einzelner Chips
als auch zwischen mehreren Chips.

"Die Chemie eröffnet uns Gestaltungsmöglichkeiten, die halbleiterbasierte
Qubits, etwa auf Siliziumbasis, schlichtweg nicht bieten können. Indem wir
Qubits auf molekularer Ebene entwickeln, können wir entscheidende
Eigenschaften wie die Speicherdauer von Quanteninformation, die
Geschwindigkeit von Quantenoperationen und die Photonenemission innerhalb
eines einzelnen Moleküls gezielt optimieren", sagte Dr. Ilai Schwartz, CTO
von NVision. "Da unsere Qubits von Anfang an direkt mit Licht interagieren,
können wir sie unabhängig von ihrer räumlichen Nähe miteinander vernetzen.
Damit ist die photonische Vernetzung von Beginn an ein grundlegender
Bestandteil unserer Plattform und keine Funktion, die erst nachträglich
integriert werden muss."

Um diesen Meilenstein zu erreichen, kombinierte NVision umfangreiche
computergestützte Screening-Verfahren mit gezielter chemischer Synthese.
Dabei wurden mehr als 150 Molekülkandidaten untersucht, von denen 40 im
Labor synthetisiert wurden. Das daraus hervorgegangene Carben-System wurde
so entwickelt, dass es direkt mit Photonen interagieren kann. Damit wird die
photonische Vernetzung zu einem praktisch nutzbaren Baustein für skalierbare
Quantencomputer-Architekturen. Ein entscheidender Vorteil ist, dass die
Plattform Photonenverluste von bis zu 70 % toleriert und damit einen
zuverlässigen Betrieb mit etablierter Siliziumphotonik ermöglicht, ohne dass
eine spezialisierte optische Infrastruktur mit extrem geringen
Übertragungsverlusten erforderlich ist.

Die ersten Chip-Prototypen aus der Zusammenarbeit werden im vierten Quartal
2026 erwartet. Weitere Informationen zu den technischen Spezifikationen,
Whitepapers zur Architektur sowie Zugang zur peer-reviewten Studie in Nature
(DOI: 10.1038/s41586-026-11147-6) finden Sie im Blogbeitrag: Designed, not
Discovered: A Molecule Built to Be a Qubit.

Prineha Narang, Partner, DCVC:

"Wir bei DCVC unterstützen NVision aus Überzeugung, denn die molekulare
Qubit-Plattform des Unternehmens hat das Potenzial, die Entwicklung des
Quantencomputings insgesamt voranzutreiben. Der Ansatz, Moleküle als
Bausteine für Quantenhardware einzusetzen, eröffnet neue Möglichkeiten,
Qubits einfacher herzustellen, zu skalieren und industriell zu fertigen.
Innovationen wie diese könnten entscheidend dazu beitragen, das Potenzial
des Quantencomputings auszuschöpfen - etwa bei der Entdeckung neuer
Materialien und Moleküle."

Peter Barrett, Mitgründer und General Partner, Playground Global:

"Die Fähigkeit, Spinzustände mithilfe von Licht auszulesen und gezielt zu
steuern, stellt einen Durchbruch bei der Kontrolle quantenmechanischer
Eigenschaften der Natur dar. NVision verbindet die industrielle
Herstellbarkeit mit den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten der Chemie und
eröffnet damit neue Perspektiven für das Quantencomputing. Die molekularen
Qubits könnten direkt auf photonischen Chips integriert werden. Dies
eröffnet eine bemerkenswerte Perspektive: Moleküle gezielt so zu entwickeln,
um Computer zu bauen, die uns wiederum dabei helfen, völlig neue Formen von
Materie zu entwerfen."

Avi Eyal, Managing Partner, Entrée Capital:

"Das Team von NVision hat sich von Anfang an dafür entschieden, die
Herausforderungen bei der Skalierung von Quantencomputern auf molekularer
Ebene zu lösen, anstatt auf immer größere und aufwendigere Fertigungsanlagen
zu setzen. Mit der heutigen Ankündigung gehört NVision zu den wenigen
Unternehmen, die einen überzeugenden und industriell realisierbaren Ansatz
für die Entwicklung skalierbarer Quantencomputer verfolgen. Nur wenige Teams
weltweit vereinen eine derart umfassende Expertise in Quantenphysik,
organischer Chemie und Photonik. Wir sind stolz darauf, NVision auf dem Weg
von der wissenschaftlichen Grundlagenforschung hin zu kommerziell nutzbarer
Hardware zu begleiten."

Christian Reitberger, Founding Partner, Matterwave Ventures:

"Es ist vielversprechend zu sehen, wie die Arbeiten von NVision im Bereich
der quantengestützten metabolischen Bildgebung nun durch eine
Quantencomputing-Technologie ergänzt werden, die auch für das
Wirkstoffdesign von Bedeutung sein wird. Dadurch lassen sich Wirkstoffe
gezielt entwickeln und anschließend zeitnah metabolisch untersuchen - ein
effizienter Kreislauf aus Wirkstoffdesign und experimenteller Überprüfung.
Entscheidend ist, dass sich die Carben-Photon-Schnittstelle mit bereits
kommerziell verfügbarer photonischer Chiptechnologie (PIC) realisieren
lässt. Dies schafft eine wichtige Grundlage für die kosteneffiziente
Entwicklung eines praxistauglichen Quantencomputersystems."

Marco Allegretti, Senior Partner des AI Fund bei CDP Venture Capital:

"Dieser bedeutende Meilenstein verdeutlicht das Potenzial von NVision und
die Fähigkeit des Teams, seine Vision erfolgreich in die Praxis umzusetzen.
Die Veröffentlichung in Nature und die Partnerschaft mit HyperLight
bestätigen die technologischen Fortschritte des Unternehmens und bestärken
uns in unserer Entscheidung, NVision bereits in einer frühen Phase
unterstützt zu haben."

Dr. Itamar Sivan, Mitgründer und CEO von Quantum Machines:

"Mit diesem Erfolg setzt NVision einen wichtigen Meilenstein in der
Entwicklung skalierbarer Quantencomputer. Die Verbindung molekularer Qubits
mit photonischer Vernetzung eröffnet vielversprechende neue Möglichkeiten
für den Aufbau leistungsfähiger und skalierbarer Quantensysteme. Die
Steuerungsplattform von Quantum Machines führt diese Technologien zusammen
und trägt dazu bei, wegweisende wissenschaftliche Erkenntnisse in
praxistaugliche Quantensysteme zu überführen. Wir freuen uns, Teil dieses
bedeutenden Fortschritts zu sein und NVision auf dem Weg zu skalierbaren
Quantencomputern zu unterstützen."

Über NVision Quantum Technologies

NVision ist ein Quantentechnologieunternehmen, das die gesamte
Wertschöpfungskette abdeckt und sich auf Anwendungen im Gesundheitswesen
spezialisiert hat. Das Unternehmen verfügt über umfassende Expertise in der
gezielten Entwicklung und Steuerung der Quanteneigenschaften organischer
Moleküle. Dieser Ansatz bildet die Grundlage sowohl der quantenverbesserten
MRT-Plattform POLARIS, die Echtzeit-Messungen von Stoffwechselprozessen auf
Standard-MRT-Systemen ermöglicht, als auch der Quantencomputing-Plattform
Photonic Integrated Quantum Circuits (kurz PIQC, gesprochen "Pixie").
Gemeinsam tragen diese Fähigkeiten dazu bei, die Lücke zwischen dem
Verständnis von Krankheiten und der Entwicklung wirksamer Therapien zu
schließen. NVision wurde 2015 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Ulm. Zu
den Investoren zählen Playground Global, DCVC, Entrée Capital,
Matterwave/b2venture, Lauder Partners, Pathena Investments, die Europäische
Investitionsbank und weitere. Mehr Informationen finden Sie unter
nvision-quantum.com

Über HyperLight

HyperLight bietet hochleistungsfähige integrierte Photoniklösungen auf Basis
der Dünnschicht-Lithiumniobat-Technologie (Thin-Film Lithium Niobate, TFLN).
Das Unternehmen kombiniert die elektrooptischen Vorteile von TFLN mit
skalierbaren Fertigungs-, Test- und Integrationsverfahren und ermöglicht so
die Entwicklung optischer Systeme der nächsten Generation für
KI-Rechenzentren, Telekommunikations- und Metronetze sowie neue
Anwendungsfelder der Photonik.

Medienkontakt:

Für hochauflösendes Bildmaterial oder weitere Anfragen wenden Sie sich bitte
an press@nvision-quantum.com


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Quelle: dpa-AFX
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