Informationen zu Cookies und lokalen Einstellungen

Cookies und lokale Einstellungen sind kleine Datenpakete, die es uns und Ihnen erleichtern eine optimal bedienbare Web-Seite anzubieten. Sie entscheiden, welche Cookies und lokale Einstellungen sie zulassen und welche sie ablehnen.

Der Anbieter der Anwendung ist Ihre jeweilige Volksbank und Raiffeisenbank.

Informationen zum Datenschutz entnehmen Sie bitte den Datenschutzhinweisen Ihrer jeweiligen Volks- und Raiffeisenbank.

Notwendige Cookies helfen dabei, Ihnen die Funktionen der Webseite zugängig zu machen, indem sie Grundfunktionen die zuletzt angesehen Wertpapiere und Ihre Entscheidung für oder gegen die Nutzung der jeweiligen Cookies speichert. Die Webseite wird ohne diese Cookies nicht so funktionieren, wie es geplant ist.

Name Anbieter Zweck Ablauf Typ Empfänger der Daten  
CookieConsent9061 VR Bank Heilbronn Schwäbisch Hall eG Um diese Cookiebar auszublenden. 1 Jahr Server-Cookie Infront Financial Technology GmbH
Die Cookie-Erklärung wurde das letzte Mal am 24.09.2026 von Infront Financial Technology GmbH aktualisiert.

VR Bank Heilbronn Schwäbisch Hall eG

Bitte mindestens 3 Zeichen eingeben.

Nachrichtenübersicht

ROUNDUP: Wirtschaftsinstitute verdoppeln Konjunkturprognose für Deutschland

24.09.2026 - 10:11:18
BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Wirtschaft zieht aus Sicht führender Forschungsinstitute deutlich an. Im laufenden Jahr erwarten die Institute einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,3 Prozent. In ihrem Frühjahrsgutachten hatten die Institute noch mit einem Plus von 0,6 Prozent gerechnet. "Der Aufschwung steht jedoch auf einem schmalen Fundament, denn hohe Energiepreise und Strukturprobleme belasten", warnte der Konjunkturchef des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Oliver Holtemöller.

Die Folgen des Iran-Kriegs und die stark gestiegenen Energiepreise hatten die Konjunktur zunächst deutlich gedämpft. In der Frühjahrsprognose hatten die Wirtschaftsinstitute noch vor einem "Energiepreisschock" gewarnt. Dieser fiel infolge des Iran-Kriegs jedoch geringer aus als zunächst befürchtet.

Die Erholung werde zudem von einer Belebung der Exporte sowie der expansiven Finanzpolitik der Bundesregierung mit den schuldenfinanzierten Töpfen für Infrastruktur und Verteidigung getragen. Ein andauernder Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) konnte demnach zusätzliche Impulse bringen.

Bessere Zahlen auch für 2027 erwartet

Die Institute erwarten, dass die deutsche Wirtschaft auch im kommenden Jahr etwas an Dynamik gewinnt. Der private Konsum dürfte anziehen, genauso wie der Wohnungsbau. Für 2027 rechnen sie deshalb mit einem BIP-Wachstum von 1,1 Prozent. Bislang hatten sie ein Plus von 0,9 Prozent erwartet.

Der Aufschwung dürfe allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die strukturellen Probleme der deutschen Wirtschaft fortbestehen. Die Kapazitäten der Unternehmen könnten zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Nach Einschätzung der Institute bleibt die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren leistungsschwach. Für 2028 prognostizieren die Experten ein Wachstum von 0,4 Prozent.

Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose wird erstellt vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, dem Ifo-Institut, dem Kiel Institut für Weltwirtschaft, dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle und dem RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Essen.

Mehrere Prognosen angehoben

Auch andere Konjunkturexperten hatten ihre Erwartungen zuletzt nach oben korrigiert. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnet für das laufende Jahr mit einem Wachstum von 1,1 Prozent in Deutschland. Ihre aktuelle Prognose liegt damit 0,4 Prozentpunkte über der Schätzung vom Juni. Für 2027 erwartet die OECD ebenfalls ein Plus von 1,1 Prozent. Wegen des Konflikts im Nahen Osten sei der Ausblick allerdings mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnet für dieses Jahr mit einem Wachstum von einem Prozent. Zuvor hatte er 0,6 Prozent erwartet. Rückenwind komme vor allem vom Geschäft mit europäischen Partnern sowie von den staatlichen Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung. Die privaten Investitionen blieben dagegen schwach. Der BDI forderte die Bundesregierung deshalb auf, die angekündigten Reformen umzusetzen.

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung. "Wir sind raus aus diesem Tal einer schrumpfenden oder stagnierenden Volkswirtschaft", sagte Merz vergangene Woche. Zugleich betonte er, dass Reformen notwendig seien./lea/DP/jha


Quelle: dpa-AFX
Seitenanfang