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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax schwächer erwartet - 25.000 Punkte-Marke bedroht

01.10.2026 - 08:23:14
FRANKFURT (dpa-AFX) - Belastet von Inflationssorgen und der Befürchtung steigender Zinsen dürfte der Dax am Donnerstag schwach in den Oktober starten. Nach etwas mehr als zwei Monaten, in denen sich der deutsche Leitindex nach oben hin von der 25.000-Punkte-Marke absetzen konnte, rückt diese nun wieder nah.

Der X-Dax signalisierte rund eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 0,3 Prozent auf 25.111 Zähler. Den Monat September hatte der Dax mit einem Verlust von insgesamt 4 Prozent beendet und war dabei tags zuvor auch noch unter die für den mittel- bis langfristigen Trend wichtige 100-Tage-Linie gesackt. Diese hatte ihm die vergangenen Tage noch Halt gegeben. Inzwischen droht ein Tief seit Ende Juli.

"Der Dax testet aktuell einmal mehr den unteren Rand seiner jüngsten Handelsrange", erklärte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Das ist der Bereich um 25.160 Punkte, in dem sich der Index im abgelaufenen Monat zweimal stabilisieren konnte. "Sollte diese Unterstützung nicht halten, rückt automatisch die runde Marke von 25.000 in den Fokus. Dabei lebt der Dax in diesem Jahr ohnehin nur noch von den Dividenden. Der Dax-Kursindex hat seinen Jahresgewinn bereits vollständig aufgegeben."

Für Marktbeobachter Jochen Stanzl von der Consorsbank bleiben die Anleiherenditen der wichtigste Taktgeber am deutschen Aktienmarkt. "Mit jeder neuen Verkaufswelle am Anleihemarkt wächst der Druck auf den Dax", schrieb er. Hohe Inflationszahlen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern hatten am Mittwoch für Verluste gesorgt.

Unterstützung für die Börsen könnten an diesem Tag trotz negativer Vorgaben von Wall Street und Nasdaq die nachbörslich berichteten starken Quartalszahlen von Micron liefern. Der Speicherchiphersteller meldete ein weiteres Rekordquartal und gab obendrein einen optimistischen Ausblick. Zwar warnte er auch vor steigenden Kosten, doch in Asien - vor allem in Japan und Südkorea - gab der Bericht Technologieaktien sichtbar Auftrieb. Auch die wieder gesunkenen Ölpreise könnten für eine Stabilisierung sorgen.

Unter den Einzelwerten im Dax dürfte die Aktie des Autozulieferers Continental einen Blick wert sein. Nach letzten Signalen des Managements vor der wegen der Quartalszahlen Anfang November anstehenden Schweigeperiode legte das Papier auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um 0,8 Prozent zu. So hält Analyst David Lesne von der UBS eine Aufstockung der Gesamtjahresziele für möglich, wie er schrieb. Das dritte Quartal dürfte stark ausgefallen sein und den operativen Ergebniskonsens übertreffen. Die Trennung von ContiTech dürfte ihm zufolge um den Jahreswechsel herum finalisiert werden.

Fresenius könnten wegen der vollständigen Übernahme der Biopharma-Tochter mAbxience Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Für die übrigen Anteile im Umfang von 45 Prozent zahlt der Medizin- und Krankenhauskonzern bis zu 750 Millionen Euro. Die Aktie zeigte sich vorbörslich allerdings fast unverändert.

Das Papier von Renk litt auf Tradegate mit minus 2,2 Prozent unter einem negativen Analystenkommentar der Bank of America (BofA) und wird sich somit wohl den vierten Tag in Folge schwach entwickeln. Die BofA strich ihre Kaufempfehlung für die Rüstungsaktie, die nun noch deutlicher auf ihr Tief vom April 2025 absacken dürfte. Analyst David Holmes geht davon aus, dass die Getriebeproduktion auf dem aktuellen Niveau nicht zu halten ist. Das limitiere das langfristige Bewertungspotenzial trotz des attraktiven Servicegeschäfts, schrieb er./ck/mis


Quelle: dpa-AFX

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