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dpa-AFX: ROUNDUP: Gebührendschungel bei Girokonten - Aufbau von Vergleichsportal hakt

18.01.2019 - 06:35:03
FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Verbraucher sollen vor Eröffnung eines
Girokontos die Kosten verschiedener Modelle vergleichen können. Doch beim Aufbau
der dafür vorgesehenen kostenlosen und objektiven Vergleichswebseite hapert mehr
als zwei Monate nach Inkrafttreten der Vorschriften noch. "Letztlich handelt es
sich um einen Verstoß gegen gesetzliche Anforderungen. Die Bundesregierung
erfüllt ihren Auftrag nicht", kritisierte die Leiterin des Finanzmarktteams des
Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv), Dorothea Mohn.

Das Problem: Bislang gibt es keine Stelle, die die Anbieter prüft und
zertifiziert. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums durchläuft aktuell eine
Prüforganisation das dazu notwendige Verfahren bei der Deutschen
Akkreditierungsstelle. Zum Stand des Verfahrens beziehungsweise, wann es
abgeschlossen sein werde, habe man keine näheren Informationen.

Mohn fordert die Bundesregierung auf, "sich zu erklären, wann nun die
kostenlose und objektive Website kommt. Es ist nicht akzeptabel, dass noch viele
Monate ins Land ziehen."

Die Vorschriften zur Umsetzung einer entsprechenden EU-Richtlinie waren am
31. Oktober 2018 in Kraft getreten. "Die Richtlinie hätte auch eine
öffentlich-rechtliche Vergleichsseite zugelassen. Der Bundestag favorisierte
jedoch eine private Variante", berichtete Mohn. "Sollte das nicht klappen, muss
doch noch eine öffentlich-rechtliche Lösung gefunden werden."

Kreditinstitute müssen Kunden seit Ende Oktober 2018 zudem einmal im Jahr
über die Gesamtkosten ihres Girokontos informieren. Dazu zählen beispielsweise
auch die Zinsen für den Dispositionskredit oder mögliche Entgelte für
Überweisungen in Papierform. Bislang mussten sich Verbraucher die Informationen
meist mühsam auf dem Kontoauszug zusammensuchen.

Aus Sicht von Verbraucherschützern ist die jährliche Information eine
wichtige Verbesserung, um den Überblick über die Kosten zu behalten und
gegebenenfalls das Konto zu wechseln.

Denn viele Banken erhöhen wegen der Niedrigzinsen die Gebühren. Lange
verdienten die Finanzhäuser gut daran, dass sie mehr Zinsen für Kredite
kassierten, als sie Sparkunden zahlten. Doch die Differenz aus beidem, der
Zinsüberschuss, schrumpft in Zeiten der Niedrigzinsen. Hatten Banken und einige
Sparkassen Gratiskonten früher gezielt zur Kundenwerbung eingesetzt, zwingen
auch höhere Kosten und teure Filialen die Geldhäuser zum Umdenken./mar/DP/zb

Bezeichnung
WKN
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Währung
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DT. BANK 514000
Frankfurt
7,968
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+0,14
+1,84%
18.01.19
19:24:52
COMMERZBANK AG CBK100
Frankfurt
6,722
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+4,49%
18.01.19
19:38:29
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