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Nachrichtenübersicht

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

23.10.2018 - 13:30:22
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

EZB: Banken lockern Standards für Unternehmenskredite

Die Banken des Euroraums haben ihre Standards für Unternehmenskredite im dritten Quartal 2018 gelockert. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem Quartalsbericht zur Kreditvergabe mitteilte, überstieg der Prozentsatz der Banken mit lockereren Kreditstandards den Prozentsatz von Banken mit strafferen Standards um 6 Punkte. Im zweiten Quartal hatte es einen Lockerungssaldo von 3 Punkten gegeben.

Banken erwarten abnehmende positive Wirkungen des APP auf Kredite

Die Banken des Euroraums rechnen nach Aussage der Europäischen Zentralbank (EZB) damit, dass sich die aus Sicht der Realwirtschaft positiven Auswirkungen von Anleihekäufen (APP) und Negativzinsen auf die Kreditvergabe im nächsten halben Jahr verringern werden. Dagegen dürften die negativen Auswirkungen für die Gewinne der Banken bestehen bleiben und neue negative Auswirkungen auf die Refinanzierung am Markt hinzukommen. Das geht aus dem aktuellen EZB-Quartalsbericht zur Kreditvergabe hervor.

Banken fragen 0,177 Milliarden Euro weniger EZB-Liquidität nach

Die Nachfrage der Banken des Euroraums nach Liquidität der Europäischen Zentralbank (EZB) hat beim einwöchigen Hauptrefinanzierungsgeschäft abgenommen. Wie die EZB mitteilte, wurden 7,683 Milliarden Euro nach 7,860 Milliarden in der Vorwoche zum Festzinssatz von 0 Prozent zugeteilt. Die Gebote von 45 (Vorwoche: 42) Instituten wurden voll bedient. Die Banken des Euroraums besorgten sich damit 0,177 Milliarden Euro weniger EZB-Liquidität.

Gedämpfte Aussichten für die neue Steuerschätzung

Wenn die Experten des "Arbeitskreises Steuerschätzung" am Dienstag zu ihren halbjährlichen Berechnungen für die zu erwartenden Einnahmen zusammenkommen, werden die Politiker der Regierungskoalition ganz genau auf die Botschaften achten, die sich hinter dem Zahlenwerk verbergen. Denn schon jetzt zeichnet sich ab, dass zumindest in den kommenden Jahren keine üppigen Mehreinnahmen zu erwarten sein könnten. Ein inzwischen durch Handelskonflikte und Brexit-Sorgen gedrücktes Wachstum dürfte die Aussichten dämpfen, erwarten Ökonomen.

Staatsdefizit im Euroraum sinkt auf Rekordtief

Mit dem Aufschwung in der Eurozone sprudeln die Steuereinnahmen, während die Sozialausgaben zurückgehen. Im zweiten Quartal 2018 sanken daher die staatlichen Haushaltsdefizite auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Datenreihe im Jahr 2002. Wie die Statistikbehörde Eurostat berichtete, sank das öffentliche Defizit im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 0,1 von 0,2 Prozent im ersten Quartal.

Weber warnt Italien vor Auswirkungen von Haushaltsstreit auf andere Südländer

Die Haushaltspläne der italienischen Regierung sind im Europaparlament auf Kritik gestoßen. Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion, Manfred Weber (CSU), warnte vor negativen Reaktionen der Finanzmärkte, die auch andere Länder treffen könnten. Sie könnten "Auswirkungen haben auf Spanien, Portugal, Griechenland", sagte er in Straßburg. Er forderte die Regierung in Rom im Streit um das Budget 2019 zum Dialog mit der EU auf.

Merkels erstaunlicher Schwenk beim Flüssiggas aus den USA

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Unterstützung der Regierung bei Deutschlands Öffnung für Gasimporte aus den USA in Aussicht gestellt. Sie kommt damit US-Präsident Donald Trump entgegen, der Russlands Zugriff auf Europas größten Gasmarkt gerne lockern würde. Im kleinen Kreis bestätigte die Kanzlerin gegenüber norddeutschen Abgeordneten, dass die Regierung entschieden habe, den Bau eines Schiffsterminals für Flüssiggas (LNG) in Norddeutschland mitzufinanzieren.

Rufe nach Stopp genehmigter Rüstungsexporte an Saudi-Arabien werden lauter

In der großen Koalition haben Forderungen zugenommen, den von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgesprochenen Stopp von Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien auch auf bereits genehmigte Geschäfte anzuwenden.

Grüne in Umfrage auf Allzeithoch

Die Grünen haben in einer neuen Umfrage ein Allzeithoch erreicht. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die Partei auf 19 Prozent und damit zwei Punkte mehr als in der Vorwoche, berichtete die Bild-Zeitung unter Berufung auf den Insa-Meinungstrend. Die Union verliert nach der Umfrage einen halben Punkt auf 26 Prozent und die AfD gibt einen Punkt auf 17 Prozent ab. SPD (15 Prozent) und Linke (10,5 Prozent) halten ihre Werte aus der Vorwoche, während die FDP einen halben Punkt auf 9 Prozent verliert.

SPD verlangt von Merkel und Scheuer mehr Druck auf Autobauer

In der Auseinandersetzung um Dieselfahrverbote hat die SPD Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) aufgefordert, den Druck auf die Autobauer für Hardware-Nachrüstungen zu erhöhen. "Um Fahrverbote in Städten wie Frankfurt zu verhindern, müssen die Dieselfahrzeuge durch technische Nachrüstung sauberer werden", sagte SPD-Fraktionsvize Sören Bartol dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Frankreich weitet CO2-Strafsteuer für Autos aus

Das französische Parlament hat eine Ausweitung der Strafsteuer für schmutzige Autos gebilligt. Die Pariser Nationalversammlung stimmte der Vorlage der Regierung in der Nacht zu Dienstag zu. Der Steuermalus wird ab dem kommenden Jahr bei allen Fahrzeugen fällig, die im Schnitt mehr als 117 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer ausstoßen. Bisher lag der Grenzwert bei 120 Gramm.

Erdogan will Prozess gegen Verdächtige im Fall Khashoggi in der Türkei

Im Fall des getöteten saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan der saudi-arabischen Regierung schwere Vorwürfe gemacht. Alle Indizien würden darauf hinweisen, dass Khashoggi "Opfer eines brutalen Mordes wurde", sagte Erdogan in Ankara. Erdogan zufolge handelte es sich nicht um eine spontane Tat, sondern um geplanten Mord. Demnach wurden in Saudi-Arabien 18 Personen festgenommen. Erdogan forderte, dass diesen Menschen in der Türkei der Prozess gemacht wird.

Saudi-Arabiens Außenminister: Fall wie Khashoggi darf "nie wieder passieren"

Vor einer Erklärung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zur Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi hat Saudi-Arabiens Außenminister Adel al-Dschubeir Konsequenzen und umfassende Ermittlungen angekündigt. Riad werde "sicherstellen, dass so etwas nie wieder passieren kann", sagte al-Dschubeir am Dienstag bei einem Besuch in Jakarta.

Wirtschaftskonferenz in Riad begonnen

Überschattet vom gewaltsamen Tod des Journalisten Jamal Khashoggi und der Absage zahlreicher westlicher Unternehmenschefs hat am Dienstag in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad die Investorenkonferenz Future Investment Initiative (FII) begonnen. Dutzende Unternehmer, Politiker und Medienkonzerne waren im Vorfeld auf Distanz gegangen. Am Montag hatte nach wachsendem Druck der Öffentlichkeit auch Siemens-Chef Joe Kaeser seine Teilnahme an der bis Donnerstag dauernden Konferenz abgesagt.

+++ Konjunkturdaten +++

Indonesiens Zentralbank belässt Leitzins (Reposatz) unverändert bei 5,75%

DJG/DJN/AFP/apo

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October 23, 2018 07:30 ET (11:30 GMT)

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