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Nachrichtenübersicht

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

20.09.2018 - 13:30:27
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

OECD sieht Wachstumshöhepunkt erreicht und senkt Prognosen

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht den Höhepunkt des Weltwirtschaftswachstums erreicht und senkt ihre Prognosen, vor allem die für große Schwellenländer und den Euroraum. In ihrem Zwischenbericht zur Weltwirtschaft kommt sie zu dem Ergebnis, dass die Handelskonflikte bereits jetzt das Vertrauen und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen beschädigt haben. Eine weitere Verschärfung dieser Konflikte oder eine rasche Straffung der Geldpolitik in den Industrieländern könnte die Finanzmarktspannungen in den Schwellenländern erhöhen.

Konjunkturforscher sehen moderates Wachstum im Euroraum

Die Wirtschaft der Eurozone wird nach Einschätzung europäischer Konjunkturforscher ihr moderates Wachstum fortsetzen. Wie aus der aktuellen Konjunkturprognose von Ifo-Institut (Deutschland), Istat (Italien) und Kof (Schweiz) hervorgeht, rechnen die Experten damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Euroraums im dritten und vierten Quartal dieses Jahres sowie im ersten Quartal des nächsten Jahres um jeweils 0,4 Prozent wachsen wird.

Türkischer Finanzminister senkt Wachstumsprognosen

Der türkische Finanzminister Berat Albayrak hat sich verpflichtet, die staatlichen Maßnahmen auf das Sparen zu konzentrieren, während er zugleich nach unten revidierte Wachstumsprognosen vorlegte und eine zweistellige Inflation in den nächsten Jahren prognostizierte. Das Ministerium senkt die Prognose für das Wirtschaftswachstum 2018 von 5,5 auf 3,8 Prozent, wie Albayrak bei der Vorstellung des neuen mittelfristigen Wirtschaftsprogramms in Istanbul sagte.

Norwegens Notenbank erhöht Leitzins um 25 Basispunkte

Die norwegische Zentralbank hat ihren Leitzins zum ersten Mal seit mehr als sieben Jahren wieder angehoben und sich damit einer kleinen, aber wachsenden Zahl europäischer Notenbanken angeschlossen, die dem Beispiel der Federal Reserve folgen und sich von der Politik der Krisenzeit lösen. Die Norges Bank erhöhte den Zinssatz um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent. Ökonomen und Börsianer hatten mit diesem Schritt gerechnet.

SNB lässt Geldpolitik unverändert und senkt Inflationsprognosen

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Geldpolitik wie erwartet unverändert gelassen und ihre Inflationsprognosen für 2019 und 2020 gesenkt. Zugleich hob sie ihre Wachstumsprognose für 2018 deutlich an. Nach Mitteilung der SNB bleibt der Zinssatz auf Sichteinlagen von Geschäftsbanken bei minus 0,75 Prozent und der Zielkorridor des Dreimonatslibor bei minus 1,25 bis minus 0,25 Punkten.

HDE bestätigt Prognose für Umsatzwachstum im Einzelhandel 2018

Der deutsche Einzelhandel sieht weiterhin für das Gesamtjahr ein nominales Umsatzwachstum von 2 Prozent, unverändert vom Frühjahr. Laut einer Umfrage des Branchenverbands Handelsverband Deutschland (HDE) hat die Stimmung im Einzelhandel leicht nachgelassen, sei aber nach wie vor mehrheitlich positiv. Der Umsatz wird nun nach Schätzungen des Verbandes auf 523,6 Milliarden Euro klettern von 513,3 Milliarden im vergangenen Jahr.

DIHK: Handels- und Sanktionspolitik belastet Wirtschaft zunehmend

Die globale Handels- und Sanktionspolitik wird nach einer neuen Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) immer mehr zu einer deutlichen Belastung für die deutschen Unternehmen. Entsprechend steige deren Beratungsbedarf, so der DIHK-Außenwirtschaftsreport. "Die globale Handels- und Sanktionspolitik treibt die Belastungen für die international agierenden deutschen Unternehmen in immer neue, traurige Dimensionen", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer.

Deutschland braucht im vierten Quartal weniger Geld als geplant

Deutschland wird auch im vierten Quartal 2018 eine geringeres Anleihevolumen platzieren als ursprünglich in der Jahresplanung vorgesehen. Das Volumen der Kapitalmarktinstrumente sinkt ebenso um eine Milliarde Euro wie das der Geldmarktpapiere, wie die zuständige Finanzagentur am Donnerstag mitteilte. Außerdem entfällt eine Emission inflationsindexierter Bundeswertpapiere, deren Volumen gewöhnlich bei rund 500 Millionen Euro liegt.

Angeschlagene SPD-Chefin Nahles will über Wochenende Zeit gewinnen

Die in den eigenen Reihen unter Druck geratene SPD-Vorsitzende Andrea Nahles will versuchen, über das Wochenende Druck aus der Partei zu nehmen. Am Montag werde sich der Parteivorstand mit der hart umkämpften Personalie um den Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen befassen, kündigte Nahles in München bei einer Pressekonferenz mit der Spitzenkandidatin für die Bayernwahl, Natascha Kohnen, an.

Scholz will ermäßigten Steuersatz für Online-Presse

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich dafür stark gemacht, europaweit auch für Online-Presseerzeugnisse einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz einzuführen, und sieht dafür auch gute Chancen. "Eine Steuerermäßigung für alle Presseerzeugnisse, auch die elektronischen, halte ich für ein wichtiges Signal", sagte Scholz bei einer Veranstaltung zum Thema "100 Jahre Umsatzsteuer in Deutschland".

Kurz: EU-Staats- und Regierungschefs einig zu Brexit-Sondergipfel

Die EU hat sich auf einen Brexit-Sondergipfel im November geeinigt. "Die Staats- und Regierungschefs unterstützen das", sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz beim EU-Gipfel in Salzburg. "Ja, es wird einen Sondergipfel geben im November."

Maltas Regierungschef: EU-Staaten fast einhellig für zweites Brexit-Referendum

Die Staats- und Regierungschefs der EU unterstützen nach Angaben von Maltas Regierungschef Joseph Muscat fast einmütig die Forderung nach einem zweiten Brexit-Referendum. "Wir wollen, dass das beinahe Unmögliche passiert, dass das Vereinigte Königreich ein weiteres Referendum abhält", sagte Muscat dem britischen Sender BBC.

EU bleibt in Frage der Flüchtlingsverteilung gespalten

Die EU bleibt in der Frage der Verteilung und Aufnahme von Flüchtlingen gespalten. Einige Mitgliedstaaten wollten zwar, dass das Thema weiter auf der Tagesordnung bleibe, sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz beim EU-Gipfel in Salzburg. Er halte aber die Chance, hier in den kommenden Jahren eine Lösung zu finden, für "überschaubar". Vom Gipfel unterstützt wurde laut Kurz eine stärkere Zusammenarbeit mit Ländern in Nordafrika und insbesondere mit Ägypten.

Moon: Kim strebt zweiten Gipfel mit Trump "zu frühem Zeitpunkt" an

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un strebt nach Angaben von Südkoreas Staatschef Moon Jae In einen zweiten Gipfel mit US-Präsident Donald Trump "zu einem frühen Zeitpunkt" an. Dies sagte Moon nach seiner Rückkehr aus Pjöngjang. Das Weiße Haus hatte am 10. September mitgeteilt, die Vorbereitungen für einen zweiten Gipfel liefen bereits. Die beiden Politiker hatten sich erstmals im Juni in Singapur getroffen.

+++ Konjunkturdaten +++

GB/Einzelhandelsumsatz Aug +0,3% gg Vm; +3,3% gg Vj

GB/Einzelhandelsumsatz Aug PROG: -0,3% gg Vm; +2,2% gg Vj

GB/Einzelhandelsumsatz ex Kraftstoffe Aug +0,3% gg Vm; +3,5% gg Vj

DJG/DJN/AFP/apo

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September 20, 2018 07:30 ET (11:30 GMT)

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