Raiffeisenbank Mittelschwaben eG

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Der Boersen-Newsletter Ihrer Raiffeisenbank Mittelschwaben eG - 21.09.2018

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Tagesausblick 21.09.2018:

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Die Entwicklung der Anleiherenditen steht immer mehr im Zentrum der Überlegungen an den
Aktienmärkten. "Wir bereiten uns auf einen Ausbruch auf der Oberseite vor", sagt ein Händler. Die
Schlüsselmarke bei den zehnjährigen deutschen Renditen liege bei 0,50 Prozent, in den USA bei etwa
3,10 Prozent. Die zweijährigen US-Renditen sind unterdessen auf den höchsten Stand seit 2008
gestiegen. "Bei den Aktien führt das zunächst einmal zu einer klaren Marktaufspaltung", meint ein
weiterer Händler. Zinsreagible Branchen seien die Verlierer, so Versorger-, Telekom- und
Immobilienwerte. Auch Technologie- und besonders Biotechnologie-Aktien mit hohem
Refinanzierungsbedarf seien in einem solchen Umfeld anfällig für Rückschläge. Auf der Gewinnerseite
lägen Finanztitel wie Banken und Versicherer, aber auch hochzyklische Aktien wie die Stahl- und
Rohstoff-Titel könnten erst einmal gut abschneiden.

Rückblick: Etwas fester - Ein positiver Impuls für die bis dahin seitwärts vor sich hin dümpelnden
Märkte kam am Nachmittag von Salzgitter. Der Stahlkonzern erhöhte seine Gewinnprognose und
begründete dies damit, dass die EU-Schutzmaßnahmen gegen steigende Stahlimporte Wirkung zeigten.
Rohstoffaktien führten die Gewinnerliste mit einem Plus von gut 3 Prozent an. Salzgitter gewannen
5,8 Prozent, Thyssen im Sog 2,5 Prozent. Auf der Verliererseite standen Aktien aus zinsreagiblen
Branchen, so die Versorger- und Immobilienwerte, nachdem die deutsche Zehnjahresrendite erstmals
seit einigen Wochen wieder zeitweise auf 0,50 Prozent gestiegen war. Danske Bank verloren 3,3
Prozent. Die Bak steht schon seit Monaten wegen eines Geldwäscheskandals in den Schlagzeilen. Nun
hat der Chef seinen Rücktritt angekündigt und die Bank den Ausblick für 2018 gesenkt. Ein
enttäuschender Zwischenbericht bescherte Adecco ein Minus von 6,2 Prozent. In diesem Sog gab auch
der Kurs des Wettbewerbers Randstad deutlich nach.

DAX/MDAX/TECDAX

Etwas fester - Linde waren klarer DAX-Gewinner mit einem Plus von 7,8 Prozent. Laut
Agenturberichten will Linde weitere Unternehmensteile im Wert von 200 Millionen Dollar in den USA
verkaufen, um Bedenken der US-Kartellbehörde FTC gegen die geplante Fusion mit dem Rivalen Praxair
auszuräumen. Ceconomy verbilligten sich um 2,7 Prozent, nachdem das Unternehmen seine
Gewinnprognose gesenkt hatte. Schaeffler stiegen dagegen um 3 Prozent. Laut Marktteilnehmern
honorierte der Markt die Fähigkeit des Unternehmens, das schwache Automotive-Geschäft intern durch
andere Geschäftsfelder kompensieren zu können.

XETRA-NACHBÖRSE

Im nachbörslichen Geschäft mit deutschen Aktien gab es keine auffälligen Kursbewegungen, wie ein
Händler von Lang & Schwarz sagte.

USA / WALL STREET

Uneinheitlich - Während der Dow vorrückte, bremsten Technologiewerte den Nasdaq-Composite aus,
nachdem dieser zuletzt vergleichsweise oft besser gelaufen war. Außerdem hieß es, die international
agierenden Konzerne der Technologiebranche könnten unter den Handelskonflikten besonders leiden.
Bankenwerte progitierten vom ansteigenden Zinsniveau. Im Dow liefen Goldman Sachs und JP Morgen
jeweils um 2,9 Prozent nach oben und stützten somit den Index. Amazon gaben um 0,8 Prozent nach.
Die EU-Kommission hat den Konzern wegen seines Umgangs mit Daten in Bezug auf Drittanbieter ins
Visier genommen. Tilray sprangen um rund 38 Prozent nach oben, nachdem eine US-Behörde dem
Unternehmen die Genehmigung zum Import eines Marihuana-Produkts aus Kanada erteilt hatte. Abbvie
verloren 1,7 Prozent. Die kalifornische Versicherungsaufsicht hat Klage gegen den Pharmahersteller
eingereicht, weil dieser illegale Provisionszahlungen an Ärzte geleistet haben soll.
20.09.2018 07:38:57

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Vorgaben aus den Maerkten:

                      Zeit    Akt.Wert         Diff (abs. / %) 
Xetra-DAX             17:45   12.326,48        +107,46 +0,88 %
TecDAX                17:45   2.824,77         -42,25  -1,47 %
MDAX                  17:45   26.325,51        +76,57  +0,29 %
Euro Stoxx 50         17:50   3.403,12         +34,56  +1,03 %
Dow Jones             22:55   26.656,98        +251,22 +0,95 %
Nikkei 225            08:20   23.674,93        +2,41   +0,01 %



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Gewinner/Verlierer (Stand: 03:56):

DAX Gewinner
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
CONTINENTAL AG ...       158,00 EUR    6,10    +4,02 %
COVESTRO AG INH...       73,24 EUR     2,66    +3,77 %
HEIDELBERGCEMEN...       69,56 EUR     1,96    +2,90 %


DAX Verlierer
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
MERCK KGAA INHA...       86,70 EUR     -0,60   -0,69 %
DEUTSCHE BOERSE...       115,55 EUR    -0,60   -0,52 %
SAP SE INHABER-...       101,64 EUR    -0,50   -0,49 %



TecDAX Gewinner
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
SILTRONIC AG NA...       111,25 EUR    4,45    +4,17 %
SMA SOLAR TECHN...       29,66 EUR     0,52    +1,78 %
DIALOG SEMICOND...       19,39 EUR     0,28    +1,47 %


TecDAX Verlierer
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
NEMETSCHEK SE I...       127,50 EUR    -18,70  -12,79 %
WIRECARD AG INH...       176,20 EUR    -8,40   -4,55 %
AIXTRON SE NAME...       9,98 EUR      -0,26   -2,56 %





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Erste Nachrichten von heute:



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Presseschau vom 21.09.2018:

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

VOLKSWAGEN - Die Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter Traton will bis Ende des Jahres kapitalmarktreif
sein, knüpft einen möglichen Börsengang aber an Bedingungen. Zeitpunkt und Platzierungsvolumen
hingen von der Entwicklung und Aufnahmefähigkeit der Aktienmärkte ab, sagte Andreas Renschler,
Vorstandsvorsitzender der 2015 entstandenen Holding mit den Nutzfahrzeugmarken MAN und Scania, im
Interview mit der Börsen-Zeitung. Das Kapitalmarktumfeld werde von vielen Unsicherheitsfaktoren
bestimmt. Wann und wie Traton an die Börse kommen werde, sei heute nicht absehbar. VW werde die
Tochter nicht um jeden Preis an die Börse bringen, betonte Renschler. "Es gibt Wertvorstellungen."
Sollte ein Börsengang nicht in Frage kommen, gebe es andere Optionen wie Anleiheemissionen. Auch
nach einem Börsengang will VW mehrheitlich an dem Unternehmen beteiligt bleiben. (Börsen-Zeitung S.
9)

LINDE - Die beiden Gasehersteller Linde und Praxair stehen kurz davor, die letzte große
kartellrechtliche Hürde für ihre Fusion aus dem Weg zu räumen. Nach Informationen aus
Industriekreisen wird Linde weitere Anlagen in den USA an Konkurrent Messer verkaufen, der sich mit
dem Finanzinvestor CVC verbündet hat. Linde kommt damit der US-Wettbewerbsbehörde FTC entgegen, die
im August Nachforderungen an die Fusionspartner gestellt hatte. Linde hatte danach eingestehen
müssen, dass die geforderten Verkäufe weiterer Teile das eingeplante Volumen wahrscheinlich
überschreiten würden. Linde und Praxair aus den USA sind bereit, Umsatz in Höhe von 3,7 Milliarden
Euro abzugeben. (Handelsblatt S. 18/Börsen-Zeitung S. 7)

DEUTSCHE BANK - Die Fondstochter der Deutschen Bank steckt in der Krise. DWS-Chef Nicolas Moreau
kämpft mit einem schwächelnden Absatz bei der Fondsgesellschaft. Nun mehren sich die Anzeichen
dafür, dass der DWS-Chef reagieren will. Er scheint dabei vor allem an personelle Veränderungen zu
denken. (Handelsblatt S. 30)

C&A - Der Textilhändler C&A will in seinen deutschen Geschäften künftig mehr als nur Mode
verkaufen. "Wir wollen das Sortiment um Spielzeug, Wohnaccessoires und dekorative Kosmetik
erweitern", sagte Deutschlandchef Mohamed Bouyaala dem Tagesspiegel. In Köln testet die
Handelskette derzeit eine Kooperation mit dem Bobbycar-Hersteller Simba Dickie. "Wenn das
funktioniert, weiten wir das Angebot auf weitere Läden aus", kündigte Bouyaala an. Auch Schnuller,
Babyzubehör, Haushaltswaren, Bettwäsche oder Kerzen kann sich der Manager im Sortiment vorstellen.
Zudem sucht C&A im Textilgeschäft nach einem Partner, der das Sortiment von Eigenmarken um
Markenartikel ergänzt. (Tagesspiegel)

FACEBOOK - Nach einem schwierigen Jahr zeigt sich Facebook-Zentraleuropa-Chef Martin Ott im
Interview überzeugt, dass das soziale Netzwerk massive Eingriffe wie während des
US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 nun besser abwehren kann. (Handelsblatt S. 16)

RYANAIR - Die EU-Kommission greift in den Tarifstreit beim irischen Billigflieger Ryanair ein. Gut
eine Woche vor dem womöglich größten Streik der Ryanair-Geschichte und direkt vor der
Hauptversammlung in Dublin fordert Brüssel die Fluggesellschaft nachdrücklich auf, soziale
Standards zu beachten und nationales Arbeitsrecht anzuwenden. "Der Binnenmarkt bietet Unternehmen
wie Ryanair große Chancen. Aber ebenso müssen Regeln eingehalten werden", sagte
EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen der Welt. Dies gelte auch für die Anwendung des korrekten
Arbeitsrechts auf Arbeitsverträge. Die europäischen Vorgaben seien eindeutig: "Ausschlaggebend für
das anwendbare Recht ist nicht die Flagge des Flugzeugs", so Thyssen. "Entscheidend ist vielmehr
der Ort, von dem aus ein Arbeitnehmer morgens startet und am Abend heimkehrt, ohne dass der
Arbeitgeber seine Ausgaben decken muss." (Welt S. 9)

- Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/pi/brb

END) Dow Jones Newswires

September 20, 2018 00:30 ET (04:30 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.20.09.2018 06:30:56

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Boersenkalender - Termine des Tages:

Kanada: Einzelhandelsumsätze Juli 2018 - Einzelhandelsumsätze
Smiths Group plc.: announcement of results for 2017/18 - Veröffentlichung des Jahresberichtes
Spice Private Equity AG: 2018 Semi-annual report - Veröffentlichung des Halbjahresberichtes
BP plc: Second Quarter payment date 2018 - Zwischendividende Zahltag
Leggett & Platt, Inc.: Ex Dividend Date - Zwischendividende ex-Tag
Richemont AG: dividend payment date - Zwischendividende Zahltag
Anglo American plc.: Interim Payment Date - Zwischendividende Zahltag
SSE plc: Final dividend payment - Schlussdividende Zahltag
Spanien: Umsätze der Industrie Juli 2018 - Umsätze der Industrie
Spanien: Auftragseingänge der Industrie Juli 2018 - Auftragseingänge der Industrie
Kanada: Verbraucherpreisindex August 2018 - Verbraucherpreisindex


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Die versendeten Informationen sind keine Anlageberatung. Sie dienen ausschließlich dem
Zweck, den Kunden in die Lage zu versetzen, eine selbstaendige Anlageentscheidung zu
treffen.
Quellen: vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH
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