Raiffeisenbank Mittelschwaben eG

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Der Boersen-Newsletter Ihrer Raiffeisenbank Mittelschwaben eG - 16.11.2018

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Tagesausblick 16.11.2018:

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Kaum Anzeichen für einen Halt der Aktien auf dem Weg nach Süden sehen Händler am
Donnerstag. Zwar habe am Vortag die Zustimmung der britischen Minister im Kabinett zum Brexit im
US-Handel leicht stützend gewirkt, die Freude darüber sei jedoch wieder in sich zusammengefallen.
Das Risiko ist weiter hoch, dass die Einigung mit der EU vom Parlament in London abgelehnt wird.
Dazu gibt es keine Signale für eine Beilegung des Haushaltsstreits der EU mit Italien. Derweil hat
sich der Einbruch der Technologieaktien in den USA fortgesetzt. Begleitend dazu hat der
Apple-Zulieferer AMS aus Österreich auch noch eine Umsatz-, Margen- und Gewinnwarnung
ausgesprochen. In Europa dürfte sich die Technologieschwäche am Donnerstag fortsetzen.

Rückblick: Etwas leichter - Am Morgen belastete zunächst, dass Italien den Haushaltsentwurf für
2019 nicht, wie von der EU gefordert, nachgebessert hat. Daneben enttäuschte auch das deutsche BIP,
das erstmals seit 2015 zum Vorquartal wiede schrumpfte und zudem etwas stärker als von Ökonomen
erwartet. Noch längst nicht als Durchbruch wurde der gefundene Brexit-Kompromiss bewertet. Nach
einer Zwischenerholung im Tagesverlauf gaben die Kurse mit der schwächeren Tendenz an der Wall
Street am Ende dann aber doch wieder nach. In Mailand verlor der FTSE MIB 0,8 Prozent. Autoaktien
waren Tagesgewinner mit ene Stoxx-Subindex-Plus von 0,8 Prozent. Hier stützten Spekulationen,
wonach von US-Präsident Donald Trump angedachte Strafzölle auf US-Autoimporte zunächst womöglich
nicht kommen werden. Telecom Italia verloren 3,2 Prozent. Negativ wurde gesehen, dass der vom
Großaktionär Vivendi gestützte CEO den Konzern bereits wieder verlassen muss.

DAX/MDAX/TECDAX

Etwas leichter - Merck KGaA (plus 4,8 Prozent) bekam im dritten Quartal zwar Gegenwind von der
Währungsseite, im Handel hieß es aber: "Die Zahlen waren gut, und den leicht mauen Ausblick hat die
Aktie verdaut". Schlusslicht im DAX waren Wirecard mit einem Minus von 5,0 Prozent. Händler
sprachen von "gemischt ausgefallenen" endgültigen Zahlen, obwohl das Unternehmen erneut die
Jahresprognose anhob. Für das Minus dürften daher auch Gewinnmitnahmen gesorgt haben, zumal die
Aktie seit Jahresbeginn noch kräftige Gewinne aufweist. Positiv wurden die Geschäftszahlen der
Versorger aufgenommen. Eon zogen um 3,4 Prozent an, RWE um 0,8 Prozent. Einen Kurseinbruch von 10,2
Prozent erlitt die Aktie von Shop Apotheke nach einer Gewinnwarnung.

XETRA-NACHBÖRSE

Linde zeigten sich kaum verändert, nachdem das Unternehmen am Abend die Ergebnisse für die ersten
neun Monate vorgelegt hatte. Auch Deutsche Euroshop hätten nicht auf die Veröffentlichung von
Geschäftszahlen reagiert, hieß es bei Lang & Schwarz. Gesucht gewesen seien dagegen Vorzugs- und
Stammaktien von Sixt, die beide gut 3 Prozent höher getaxt wurden. Sixt legt am Donnerstag das
ausführliche Ergebnis für die ersten neun Monate vor.

USA / WALL STREET

Leichter - Die Wall Street setzte ihre Abwärtstendenz fort, wenngleich sich die Indizes zumindest
von den Tagestiefs erholten. Anfängliche Erholungsgewinne konnten nicht behauptet werden, zumal
erneut der Technologiesektor mit Abgaben zu kämpfen hatte. Sein S&P-500-Subindex gab letztlich um
2,2 Prozent nach. Analysten machen sich zunehmend Sorgen, dass die starken Wachstumsraten der
Technologieunternehmen ihre Höhepunkte gesehen haben. Die Apple-Aktie reduzierte sich den fünften
Handelstag in Folge, diesmal um 2,8 Prozent. Aber auch Amazon, Netflix und Microsoft gaben um bis
zu 2,6 Prozent nach. Snap verloren 3,4 Prozent nach Meldungen, wonach die US-Börsenaufsicht SEC den
Börsengang des Social-Media-Unternehmens im März 2017 genauer untersucht.

US-Anleihen waren als sicherer Hafen wegen den erneuten Abgaben bei Aktien erneut gesucht. Die
Rendite zehnjähriger US-Titel fiel um knapp 3 Basispunkte auf 3,12 Prozent.
15.11.2018 07:44:05

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Vorgaben aus den Maerkten:

                      Zeit    Akt.Wert         Diff (abs. / %) 
Xetra-DAX             17:45   11.353,67        -58,86  -0,52 %
TecDAX                17:45   2.571,47         -19,86  -0,77 %
MDAX                  17:45   23.757,70        -276,65 -1,15 %
Euro Stoxx 50         17:50   3.190,31         -15,05  -0,47 %
Dow Jones             23:09   25.289,27        +208,77 +0,83 %
Nikkei 225            07:35   21.803,62        -42,86  -0,20 %



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Gewinner/Verlierer (Stand: 06:17):

DAX Gewinner
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
SIEMENS AG NAME...       101,36 EUR    0,82    +0,82 %
BASF SE NAMENS-...       69,65 EUR     0,48    +0,69 %
HENKEL AG & CO....       97,96 EUR     0,34    +0,35 %


DAX Verlierer
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
MERCK KGAA INHA...       95,50 EUR     -2,50   -2,55 %
CONTINENTAL AG ...       135,95 EUR    -3,30   -2,37 %
COVESTRO AG INH...       56,96 EUR     -1,38   -2,37 %



TecDAX Gewinner
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
EVOTEC AG INHAB...       19,50 EUR     0,82    +4,36 %
JENOPTIK AG NAM...       28,34 EUR     0,34    +1,21 %
SILTRONIC AG NA...       77,78 EUR     0,62    +0,80 %


TecDAX Verlierer
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
CANCOM SE INHAB...       34,32 EUR     -3,66   -9,64 %
BECHTLE AG INHA...       70,05 EUR     -5,20   -6,91 %
NORDEX SE INHAB...       7,33 EUR      -0,35   -4,53 %





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Erste Nachrichten von heute:

- 05:45:04 dpa-AFX: Kohlekommission kommt erneut zusammen
- 05:45:04 dpa-AFX: Gericht verhandelt Millionenklage von Klinikkonzern Mediclin
- 05:45:04 dpa-AFX: Landeswahlleiter verkündet Endergebnis für Hessen
- 05:45:03 AUSBLICK/VW plant Massenproduktion von E-Autos in Deutschland
- 05:44:02 dpa-AFX: VW-Kontrolleure entscheiden über Milliardeninvestitionen
- 05:30:05 dpa-AFX: Pressestimme: 'Rhein-Zeitung' zur Diesel-Musterklage
- 05:30:05 dpa-AFX: Pressestimme: 'Südwest Presse' zur Digitalstrategie der Bundesregierung
- 05:30:05 dpa-AFX: Pressestimme: 'Hamburger Abendblatt' zu Großbritannien/Brexit
- 05:30:05 dpa-AFX: Pressestimme: 'Allgemeine Zeitung' zu Opel
- 05:30:05 dpa-AFX: Pressestimme: 'Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung' zum Brexit


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Presseschau vom 16.11.2018:

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

DEUTSCHE BÖRSE - Als Theodor Weimer Anfang des Jahres die Führung der Deutschen Börse übernahm,
musste er erst einmal für Stabilität sorgen. Jetzt gibt er sich angriffslustig: "Wir brauchen
größere Deals, die uns weiter nach vorne bringen", sagte der 58-Jährige. "Der Abstand zwischen uns
und den wertvollsten Börsenbetreibern CME und ICE aus den USA darf nicht zu groß werden. Denn in
unserem Geschäft ist Größe ein entscheidender Faktor." Mit der Fondsplattform Swisscanto und der
Devisenhandelsplattform GTX hat die Börse in diesem Jahr bereits zwei kleinere Übernahmen für
jeweils knapp 100 Millionen Euro unter Dach und Fach gebracht. Für Weimer sind beide Deals zwar
schöne Ergänzungen, aber kein Durchbruch beim Thema Zukäufe. "Mein Aufsichtsrat lässt dem Vorstand
bei dem Thema freie Hand und würde auch größere Übernahmen goutieren", betont der Börsenchef. Deals
bis zu 1,5 Milliarden Euro könne das Unternehmen aus eigener Kraft stemmen. "Aber wenn es notwendig
sein sollte, könnten wir uns am Markt auch zusätzliches Eigenkapital für eine größere Übernahme
besorgen." (Handelsblatt S. 4)

EVONIK - Christian Kullmann, Chef des Spezialchemieherstellers Evonik, will das Unternehmen durch
weitere Zukäufe an die Spitze bringen. Aber nicht zwingend in den DAX. "Eine Großfusion sehe ich
nicht, und wir streben auch keine an", sagte Kullmann. "Wir haben eine Liste von rund 100
Unternehmen, die für uns interessant sind, und die analysieren wir immer wieder. Wo sich
Möglichkeiten ergeben, prüfen wir sie. Aber wir bevorzugen Übernahmen von Firmen, die unsere
Geschäfte ergänzen und die wir problemlos integrieren können. Es ist ein leiser und weniger
spektakulärer Weg, aber ein erfolgreicher." (Handelsblatt S. 18)

DEUTSCHE BAHN - Die Deutsche Bahn setzt zur größten Beschäftigungsoffensive in ihrer Geschichte an.
Die Zahl der Neueinstellungen für dieses Jahr soll auf 24.000 steigen, so viele wie noch nie. Das
wären zehntausend mehr als im Durchschnitt vergangener Jahre - und 5.000 mehr als ursprünglich
geplant. Der Vorstand unter Führung von Richard Lutz will mit dem Personal die offenkundigen
Qualitätsmängel beseitigen, die unter anderem durch unzureichende Instandhaltung von Zügen oder den
Mangel an Lokführern, Zugbegleitern oder Fahrdienstleitern verursacht werden. Allein für die
Reparatur von Zügen und Gleisanlagen werden 2.000 neue Stellen geschaffen. Das geht aus den
Unterlagen zur Aufsichtsratssitzung in der kommenden Woche hervor, die dem Handelsblatt vorliegen.
(Handelsblatt S. 16)

HELABA - Die geplante Neuordnung des öffentlich-rechtlichen Finanzsektors könnte möglicherweise
schon an der ersten Hürde scheitern. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) droht Finanzkreisen
zufolge damit, aus dem Bieterverfahren um die NordLB auszusteigen. Das Institut habe in einem Brief
an seine Träger erklärt, es werde nach jetzigem Stand bis zum Ablauf der Angebotsfrist am 28.
November kein Angebot für die NordLB vorlegen. Das Institut sei jedoch offen für weitere Gespräche.
Die Helaba und die NordLB wollten sich dazu nicht äußern. Grund für die Ankündigung des Frankfurter
Instituts ist Finanzkreisen zufolge, dass die Sparkassen in Niedersachsen bisher nicht bereit sind,
auf die Forderungen der Helaba und ihrer Eigner einzugehen. Diese wollen, dass sich die
niedersächsischen Sparkassen an einer Kapitalstärkung der NordLB beteiligen. (Handelsblatt S. 33)

GERRY WEBER - Das Modeunternehmen Gerry Weber steht offenbar vor einem weiteren gravierenden
Arbeitsplatzabbau. Weltweit sollen noch einmal 900 der 6.500 Arbeitsplätze abgebaut werden, zudem
werde die Schließung von 170 bis 200 Filialen geplant, berichtet das Westfalen-Blatt unter Hinweis
auf Informationen aus einer Betriebsversammlung. Nachdem in einem Restrukturierungsprogramm bereits
gut 100 Markengeschäfte des Unternehmens geschlossen wurden, ist ihre Zahl bereits auf weltweit
1.200 zurückgegangen. (Westfalen-Blatt/Handelsblatt S. 27)

VTG - Der US-Großaktionär Morgan Stanley Infrastructure Partners (MSIP) wird das Angebot zur
mehrheitlichen Übernahme des Waggonvermieters VTG, das Vorstand und Aufsichtsrat des Hamburger
Unternehmens als zu niedrig bewerten, nicht erhöhen. Einschließlich der inzwischen angedienten
Anteile von rund 29 Prozent hat der Infrastrukturfonds mehr als 58 Prozent der Stimmrechte sicher.
"Das ist ein Anteil, mit dem wir zufrieden wären", sagte MSIP-Investmentchef Markus Hottenrott kurz
vor Ablauf der Frist zur Annahmefrist am Freitag. Der Finanzinvestor, der eine Beteiligung von etwa
sieben Jahren in Aussicht stellt, sieht bei VTG Potenzial für Effizienzsteigerungen.
(Börsen-Zeitung S. 11)

MEDIA SATURN - Der neue Chef des Elektronikhändlers Media Saturn, Ferran Reverter Planet, forciert
den Neuanfang - und der fordert nun auch prominente personelle Opfer. So hat am Dienstagabend der
zweite Geschäftsführer, Wolfgang Kirsch, intern seinen Rücktritt erklärt. Doch Reverter Planet
macht keinen Hehl daraus, dass dieser Abgang nicht rein freiwillig war. "Wir setzen unsere
Strategie konsequent um", sagte er. Dazu gehöre, dass die Führungsmannschaft neu aufgestellt werde.
Kirsch habe erkannt, dass es an der Zeit sei zu gehen, "um einer neuen Führung Raum zu geben".
(Handelsblatt S. 46)

ABN AMRO - Die niederländische ABN Amro will Nachhaltigkeit künftig großschreiben. Das Konzept
biete Chancen im deutschen Firmenkundengeschäft, sagt der Manager Stefan Meine. (Börsen-Zeitung S.
2)

- Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/pi/kla

END) Dow Jones Newswires

November 15, 2018 00:18 ET (05:18 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.15.11.2018 06:18:11

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Boersenkalender - Termine des Tages:

Aumann AG: Quartalsbericht Q3 2018 - Bericht zum 3. Quartal
Italien: Außenhandel September 2018 - Außenhandelsvolumina
Stabilus S.A.: Vorläufige Jahresergebnisse für das Geschäftsjahr 2018 - Vorläufiger Bericht zum Geschäftsjahr
Frankreich: Verkäufe neuer Häuser 3. Quartal 2018 - Verkäufe neuer Eigenheime
Smiths Group plc.: Ordinary shares final dividend payment date - Schlussdividende Zahltag
Italien: Importpreise September 2018 - Importpreise
Clorox Co.: Payment date - Zwischendividende Zahltag
Italien: Umsätze der Industrie September 2018 - Umsätze der Industrie
Viacom Inc.: Q4 2018 Earnings Conference Call - Telefonkonferenz zum 4. Quartal
Deutschland: Großhandelspreise Oktober 2018 - Preisindex Großhandel
Helmerich & Payne Inc: Q4 2018 Earnings Conference Call - Telefonkonferenz zum 4. Quartal
USA: Industrieproduktion Oktober 2018 - Industrieproduktionsindex
J.B. Hunt Transport Services Inc.: Payable Date - Zwischendividende Zahltag
Italien: Verbraucherpreisindex Oktober 2018 - Verbraucherpreisindex
Biofrontera AG: Zwischenmitteilung zum 3. Quartal 2018 - Bericht zum 3. Quartal
Europäische Union: Inflation (HVPI) Oktober 2018 - Inflationsrate
Kanada: Geschäftsvertrauen September 2018 - Geschäftsvertrauen
Italien: Auftragseingänge der Industrie September 2018 - Auftragseingänge der Industrie


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Die versendeten Informationen sind keine Anlageberatung. Sie dienen ausschließlich dem
Zweck, den Kunden in die Lage zu versetzen, eine selbstaendige Anlageentscheidung zu
treffen.
Quellen: vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH
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