Informationen zu Cookies und lokalen Einstellungen

Cookies und lokale Einstellungen sind kleine Datenpakete, die es uns und Ihnen erleichtern eine optimal bedienbare Web-Seite anzubieten. Sie entscheiden, welche Cookies und lokale Einstellungen sie zulassen und welche sie ablehnen.

Der Anbieter der Anwendung ist Ihre jeweilige Volksbank und Raiffeisenbank.

Informationen zum Datenschutz entnehmen Sie bitte den Datenschutzhinweisen Ihrer jeweiligen Volks- und Raiffeisenbank.

Notwendige Cookies helfen dabei, Ihnen die Funktionen der Webseite zugängig zu machen, indem sie Grundfunktionen die zuletzt angesehen Wertpapiere und Ihre Entscheidung für oder gegen die Nutzung der jeweiligen Cookies speichert. Die Webseite wird ohne diese Cookies nicht so funktionieren, wie es geplant ist.

Name Anbieter Zweck Ablauf Typ Empfänger der Daten  
CookieConsent8230 Volksbank Kassel Göttingen eG Um diese Cookiebar auszublenden. 1 Jahr Server-Cookie Infront Financial Technology GmbH
Die Cookie-Erklärung wurde das letzte Mal am 02.06.2024 von Infront Financial Technology GmbH aktualisiert.

Volksbank Kassel Göttingen eG

Bitte mindestens 3 Zeichen eingeben.

Factsheet

PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.

Hinweis

Sie erhalten zu diesem und zukünftigen Kursalarmen
nur eine E-Mail Benachrichtigung, wenn Sie zum Zeitpunkt
des Auslösens eine E-Mail Adresse hinterlegt und diese
bestätigt haben.

E-Mail Adresse

Notiz hinzufügen

ROUNDUP/Großaktionär MFE: ProSiebenSat.1 soll TV-Kerngeschäft vom Rest abspalten

21.03.2024 - 10:55:03
MAILAND/AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der ProSiebenSat.1-Großaktionär Media For Europe (MFE) aus Italien fordert die Aufspaltung des Medienkonzerns. Das wichtige Entertainment-Fernsehgeschäft solle von den "Randaktivitäten" E-Commerce und Dating separiert werden, um den Fokus auf das Kerngeschäft zu lenken, teilte der Mailänder Medienkonzern am Donnerstag mit. In diesem Zuge plädiert das Unternehmen um die Berlusconi-Familie auch für die Aufnahme eines auf Fusionen und Übernahmen spezialisierten Experten in den Aufsichtsrat. An der Börse langten Anleger kräftig zu: Die ProSiebenSat.1-Aktie verteuerte sich am Vormittag um 6,7 Prozent und lag damit an der Spitze des SDax .

Eine Abspaltung würden zu zwei börsennotierten Unternehmen führen. Einen entsprechenden Vorschlag will MFE auf der ProSiebenSat.1-Hauptversammlung am 30. April einbringen. Für den "Beschluss zur Vorbereitung eines Abspaltungs- und Übernahmevertrags" ist die Zustimmung von mindestens 75 Prozent des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vonnöten.

"Der ProSiebenSat.1-Vorstand hat wiederholt seine Absicht zur Separierung der Segmente geäußert, insoweit aber bislang keine wesentlichen Fortschritte erzielt", begründete der Großaktionär sein Anliegen. Bislang stand die schrittweise Trennung der Zusatzgeschäfte auf der Agenda. Dabei wollten ProSiebenSat.1-Chef Bert Habets und Finanzchef Martin Mildner ihre Portfoliostücke aber nicht unter Wert verkaufen. Eine Anfrage zum MFE-Vorschlag bei ProSiebenSat.1 blieb zunächst unbeantwortet.

Der Medienkonzern nahe München ist in drei Segmente gegliedert: Das Entertainment-Geschäft mit dem Herzstück Joyn war 2023 für zwei Drittel des Konzernumsatzes verantwortlich, vor allem durch Werbung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Rund 80 Prozent des um Sondereffekte bereinigten operativen Ergebnisses (Ebitda) kommen aus dem Kerngeschäft. Mit einer Abspaltung würde ProSiebenSat.1 seine Perle offenlegen, während MFE einer möglichen Übernahme näher kommen würde.

Ein Dorn im Auge sind MFE dagegen die Dating-Sparte (ParshipMeet Group) sowie das E-Commerce-Geschäft mit Unternehmen wie Flaconi, Verivox und Jochen Schweizer Mydays - von all diesen soll sich ProSiebenSat.1 nach dem Willen von MFE verabschieden. Dabei waren es genau diese, die den Medienkonzern in der Corona-Pandemie über Wasser gehalten hatten, als es mit Erlösen durch Werbekunden immer schwieriger wurde.

Erst am Mittwoch hatte der ProSiebenSat.1-Aufsichtsratschef Andreas Wiele für einen schnellen Konzernumbau mit Fokus auf das Fernsehen und Streaming plädiert. "Ein Mischkonzern, der in vielen Bereichen tätig ist, hat noch nie funktioniert, vor allem nicht im Mediengeschäft", sagte Andreas Wiele im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Dabei betonte der Manager, dass eine Zerschlagung nicht Gegenstand der derzeitigen Strategie sei. Auch von dem nun vorgeschlagenen Weg in Richtung zweier börsennotierter Unternehmen war nicht die Rede.

Seit Jahren wird darüber spekuliert, wie stark sich MFE in die TV-Geschäfte von ProSiebenSat.1 einbringen will und wie viel Einfluss das Unternehmen auf Unterföhring haben darf. Chef des Mailänder Medienkonzerns ist Pier Silvio Berlusconi, Sohn des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. MFE betreibt unter anderem TV-Geschäfte in Italien und Spanien.

MFE schlug ferner am Donnerstag einen "unabhängigen" M&A- und Kapitalmarktexperten für die Wahl in den Aufsichtsrat vor. Zudem solle das seit 2015 im Gremium vertretene Aufsichtsratsmitglied Rolf Nonnenmacher durch einen "unabhängigen, erfahrenen Wirtschaftsprüfer" ersetzt werden.

Seit vergangenem Jahr vertritt die MFE-Managerin Katharina Behrends die Interessen der Mailänder in Unterföhring. Laut Website von ProSiebenSat.1 hält MFE rund 26 Prozent der Anteile. Der Medienkonzern PPF Group hat als
zweitgrößter ProSiebenSat.1-Aktionär Klara Brachtlova in den Aufsichtsrat entsandt./ngu/rin/stk


Quelle: dpa-AFX

Bezeichnung
WKN
Börse
Kurs
Währung
±
±%
Kurs vom
PROSIEBENSAT.1 NA O.N. PSM777
Xetra
7,5950
EUR
+0,33
+4,54%
31.05.24
17:35:19
Seitenanfang