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ROUNDUP: Hohe Ölpreise sorgen bei Shell & Co für Gewinnsprünge - Aktienrückkäufe

29.10.2026 - 12:01:57
LONDON/PARIS/MADRID (dpa-AFX) - Die durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Öl- und Gaspreise lassen die Kassen bei den Ölmultis weiter klingeln. Der französische Ölkonzern Totalenergies und der britische Wettbewerber Shell meldeten Gewinnsprünge. Und auch beim spanischen Unternehmen Repsol läuft es prächtig. Aktionäre sollen durch Aktienrückkäufe davon profitieren. Sie griffen am Donnerstag an der Börse zu.

Shell-Papiere gewannen rund 3 Prozent, jene von Repsol gut anderthalb Prozent und Totalenergies-Aktien legten um knapp 1 Prozent zu. Die Werte zählten zu den stärksten Gewinnern im europäischen Energiebranchen-Index Stoxx Europe 600 Oil & Gas , der am Donnerstag im Sektor-Vergleich am stärksten lief.

Der Krieg im Nahen Osten beschert den großen Ölkonzernen einen kräftigen Schub. In der Straße von Hormus ist der Tankerverkehr gestört. Die Meerenge ist ein Öltransport-Nadelöhr. Das führt zu Liefer- und Produktionsausfällen - und diese Knappheit treibt die Preise in die Höhe. So lag der Ölpreis für Brent im Durchschnitt im dritten Quartal bei mehr als 90 US-Dollar pro Barrel, aktuell sind es um die 113 Dollar. Vor Beginn des Krieges Ende Februar waren es noch weniger als 70 Dollar. Die USA und Israel hatten den Iran angegriffen.

Shell und seine Konkurrenten haben ihre Raffinerien in den vergangenen Monaten so intensiv wie möglich betrieben und die zusätzlichen Erträge aus Handel und Raffinerien überwiegen die Belastungen durch Liefer- und Produktionsschwierigkeiten deutlich.

Ähnliches gilt für das Gasgeschäft: Der Ausfall von Flüssigerdgaslieferungen aus dem Persischen Golf hat vielen großen Energiekonzernen zu unerwarteten Gewinnen verholfen, obwohl sie im Nahen Osten Produktionsausfälle hinnehmen mussten.

Die stark gestiegenen Öl- und Dieselpreise sowie die hohen Gewinne der Ölkonzerne sorgen aber auch für politische Diskussionen. Nicht wenige Stimmen fordern etwa von der Bundesregierung einen Spritpreisdeckel statt des Tankrabatts.

Shell verdoppelte den bereinigte Gewinn im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum auf 10,8 Milliarden Dollar (9,7 Mrd Euro). Das ist der zweithöchste Quartalsgewinn der Unternehmensgeschichte. Zudem wurden die Erwartungen von Analysten übertroffen. Einen noch höheren Quartalsgewinn hatte Shell nur 2022 erzielt, als die Energiepreise nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine stark gestiegen waren.

Auch bei Total schnellte der Überschuss nach oben: Im dritten Quartal stieg der bereinigte Nettogewinn im Jahresvergleich auf deutlich mehr als das Doppelte und erreicht somit gut 9 Milliarden Dollar.

Und bei Repsol vervielfachte sich der bereinigte Gewinn sogar von 0,75 auf nun gut 2,7 Milliarden Euro. Die Spanier kündigten zudem das in diesem Jahr dritte Aktienrückkaufprogramm an. So sollen noch in diesem Jahr weitere Papiere mit einem Volumen von 950 Millionen Euro zurückgekauft werden und damit nochmal etwas mehr, als im bisherigen Jahresverlauf bereits geschehen.

Auch bei Shell und Total sollen die Aktionäre von den Gewinnen profitieren: Die Briten kündigten für die nächsten Monate Aktienrückkäufe von fünf Milliarden Dollar an, zwei Milliarden mehr als im abgelaufenen Quartal. Und Totalenergies will im Schlussquartal sowie im ersten Quartal 2027 eigene Aktien für 2,5 Milliarden Dollar zurückkaufen.

Aktienrückkäufe steigern den Wert der verbleibenden Aktien, wenn die erworbenen Papiere eingezogen werden. Denn dann steigt der Gewinnanteil der verbleibenden Papiere./lew/mis/jha/


Quelle: dpa-AFX

Bezeichnung
WKN
Börse
Kurs
Währung
±
±%
Kurs
vom
TOTALENERGIES SE EO 2,50 850727
Xetra
84,8300
EUR
+1,15
+1,37%
29.10.26
12:15:50
SHELL PLC EO-07 A3C99G
Xetra
48,8000
EUR
+1,40
+2,96%
29.10.26
12:11:06
REPSOL S.A. INH. EO 1 876845
Xetra
29,1800
EUR
+0,76
+2,67%
29.10.26
12:07:55
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