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Nachrichtenübersicht

OTS: BearingPoint GmbH / Viel Bekanntheit, wenig Alltag: Kryptowährungen ...

07.01.2026 - 07:17:07
Viel Bekanntheit, wenig Alltag: Kryptowährungen bleiben Nische - /
Vertrauenslücke öffnet Tür für Digitale Zentralbankwährungen (FOTO)
Frankfurt am Main (ots) - Studie: Trotz Rekord-Bekanntheit bleiben
Kryptowährungen in Deutschland ein Nischenthema. Staatliche Währungen und Gold
dominieren weiterhin als Zahlungsmittel und Wertaufbewahrung. Digitale
Zentralbankwährungen stoßen auf eine Marktlücke.

Die neue BearingPoint-Studie zur Akzeptanz von Kryptowährungen in Deutschland
zeigt: Der große Durchbruch von Bitcoin & Co. bleibt auch 2025 aus. Zwar ist die
Bekanntheit von Kryptowährungen mit 92 Prozent nahezu flächendeckend - doch im
Alltag, als Zahlungsmittel, zur Wertaufbewahrung oder als Recheneinheit spielen
sie weiterhin nur eine Nebenrolle. Die Deutschen setzen nach wie vor auf
staatliche Währungen und Gold.

Kryptowährungen: Bekanntheit hoch, Nutzung bleibt Nische

Fast alle Menschen in Deutschland kennen Kryptowährungen - ein Wert, der sich
seit Jahren auf hohem Niveau hält. Waren zu Beginn der BearingPoint-Befragung im
Jahr 2016 nur rund jedem zwanzigsten Befragten Kryptowährungen ein Begriff,
schoss deren Bekanntheit 2017 rasant in die Höhe und pendelte sich in den
letzten Jahren bei über 90 Prozent ein. Diese Entwicklung in der Bekanntheit
blieb allerdings bei der Nutzung gänzlich aus. Während im Jahr 2016 rund fünf
Prozent der Befragten angaben, Kryptowährungen tatsächlich zu nutzen, sind es
2025 immer noch lediglich acht. Die Mehrheit (51 %) hat zwar schon von
Kryptowährungen gehört, weiß aber nicht, wie sie funktionieren.

Digitales Gold, aber kein Massenzahlungsmittel

Kryptowährungen werden zunehmend als "digitales Gold" wahrgenommen und immerhin
20 Prozent der Befragten in Deutschland sehen Kryptowährungen als geeignetes
Wertaufbewahrungsmittel an. Dennoch werden Gold (84 %) und staatliche Währungen
(77 %) als Wertaufbewahrungsmittel deutlich bevorzugt.

Auch bei den anderen klassischen Funktionen von Geld - Zahlungsmittel und
Recheneinheit - schneiden Kryptowährungen wesentlich schlechter ab als
staatliche Währungen oder Gold. Nur neun Prozent der Befragten bewerten
Kryptowährungen als gutes oder sehr gutes Zahlungsmittel. Staatliche Währungen
liegen mit 85 Prozent unangefochten an der Spitze. Gold kommt auf 11 Prozent und
liegt damit ebenfalls noch vor Kryptowährungen. Auch als Recheneinheit, also als
Maßstab für Preise und Werte, bleibt Krypto ein Randthema: 14 Prozent der
Befragten vergleichen Preise in Kryptowährungen, während Gold auf 33 Prozent und
staatliche Währungen auf 77 Prozent kommen.

Vertrauen in Kryptowährungen als Anlageform noch immer niedrig

Auch wenn es um das Thema Geldanlage und damit um den Aspekt der Wertsteigerung
geht, schneiden Kryptowährungen nach wie vor im Vergleich zu anderen
Anlageformen schlecht ab. Im Jahr 2025 gaben 18 Prozent an, bereits in
Kryptowährungen investiert zu haben. Grundsätzlich sehen 27 Prozent der
Befragten Kryptowährungen als geeignete Anlage an, Aktien (68%), Gold (72%) und
Staatliche Währungen (73%) schneiden allesamt wesentlich besser ab. Seit dem
Jahr 2017 haben sich diese Zahlen nicht wesentlich verändert. Gefragt nach dem
Inflationsschutz, geben ebenso nur 14 Prozent der Befragten an, dass sie
Kryptowährungen als geeigneten Schutz gegen die Geldentwertung ansehen - das
sind auch nochmals signifikant weniger Personen als noch im Vorjahr (18%). Die
Skepsis gegenüber Kryptowährungen ist damit weiterhin groß - insbesondere
angesichts der hohen Wertschwankungen und der Unsicherheit bei Regulierung und
Verwahrung. Über die Hälfte der Befragten (51 %) nennt zu hohe Wertschwankungen
als Hauptgrund gegen ein Investment, gefolgt von regulatorischer Unsicherheit
(41 %) und Unsicherheit bei der Verwahrung (41 %). Alle Werte sind im Verglich
zur Umfrage im Jahr 2024 sogar nochmals gestiegen.

Digitale Zentralbankwährungen stoßen auf Marktlücke

35 Prozent der Befragten würden eine digitale Zentralbankwährung (z. B. den
digitalen Euro) als Zahlungsmittel nutzen - mehr als Kryptowährungen (15 %),
Stablecoins (14 %) oder tokenisierte Bankeinlagen (15 %). Stablecoins und
tokenisierte Bankeinlagen bleiben damit deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Sie erreichen keine potenzielle Beliebtheit, die über Kryptowährungen
hinausgeht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass digitale Zentralbankwährungen
eine Marktlücke im Bereich digitaler Währungen schließen könnten. Denn im
Vergleich zu den bereits am Markt vorkommenden Kryptowährungen, Stablecoins und
tokenisierten Bankeinlagen geben mehr als doppelt so viele Menschen an, digitale
Zentralbankwährungen nutzen zu wollen.

"Unsere aktuelle Studie zeigt, dass Kryptowährungen in Deutschland zwar eine
hohe Bekanntheit genießen, die tatsächliche Nutzung aber weiterhin gering
bleibt. Die Menschen vertrauen beim Bezahlen und beim Werterhalt nach wie vor
auf staatliche Währungen und Gold. Bemerkenswert ist, dass digitale
Zentralbankwährungen auf eine echte Marktlücke stoßen und von den Befragten als
vielversprechende Alternative wahrgenommen werden. Private digitale Währungen
wie Stablecoins oder Tokenized Deposits können diese Lücke bislang nicht
schließen. Die Ergebnisse zeigen: Kryptowährungen sind in Deutschland angekommen
und sie haben sich als eine Art digitales Gold etabliert, aber der Sprung zum
Massenzahlungsmittel bleibt aus. Digitale Zentralbankwährungen haben hingegen
eine signifikante Chance, diese Funktion auszufüllen", resümiert Dr. Robert
Bosch, Partner und Globaler Leiter Banking & Capital Markets bei BearingPoint.

Über die Studie

Die Daten basieren auf einer Online-Umfrage von BearingPoint über das
Marktforschungsinstitut YouGov. Für die Befragung wurden im Zeitraum 25. bis 28.
November2025 insgesamt 2.006 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter,
Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend
gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in
Deutschland ab 18 Jahren. Die Umfrage wurde in vergleichbarem Set-up auch in den
Jahren 2016 bis 2024 durchgeführt und erlaubt die Ableitung von Entwicklungen.

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit
europäischen Wurzeln und globaler Reichweite, die Unternehmen mithilfe moderner
Technologien transformiert. Wir unterstützen Unternehmen bei der Transformation,
indem wir fundiertes Branchenwissen mit starken Kompetenzen in Strategie,
Geschäftsprozessen, Technologie und KI kombinieren. Unsere Beraterteams arbeiten
dabei in unterschiedlichsten Industrien - immer nah am Kunden. Spezialisierte
SAP- und Microsoft-Einheiten, ein starker Fokus auf KI sowie ergebnisorientierte
Softwarelösungen ermöglichen maßgeschneiderte, innovative Lösungen für die
Herausforderungen unserer Kunden.

Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und
Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 15.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 70 Ländern und
engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen
Geschäftserfolg.

BearingPoint gehört zu den TIME World's Best Companies und den Forbes World's
Best Employers. Das Unternehmen ist zudem eine zertifizierte B Corporation, die
hohe soziale und ökologische Standards erfüllt.

Pressekontakt:

Alexander Bock
Global Senior Manager Communications
Tel: +49 89 540338029
E-Mail: mailto:alexander.bock@bearingpoint.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/68073/6191237
OTS: BearingPoint GmbH


Quelle: dpa-AFX

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