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Hitzeglocke kommt nach Deutschland - bis zu 35 Grad am Wochenende

10.07.2026 - 11:42:35
OFFENBACH (dpa-AFX) - Es wird wieder heiß: "Nach der ungewöhnlich frühen Hitzewelle Ende Mai und der extremen Hitzewelle Ende Juni steht dem Südwesten nun bereits die dritte Hitzewelle dieses Sommers bevor", teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.

Verantwortlich ist eine sogenannte Hitzeglocke ("Heat Dome"), wie Meteorologe Christian Herold erklärt. Der Schwerpunkt dieser Glocke befindet sich über Westeuropa, Deutschland liegt zunächst am Ostrand. Die Folge: Anfangs ist vor allem der Südwesten von Höchsttemperaturen über 30 Grad betroffen. Im Nordosten sorgt dagegen noch eine nordwestliche Strömung für die Zufuhr vergleichsweise kühler Atlantikluft.

Neue Rekordtemperaturen nicht in Sicht

In den kommenden Tagen setzt sich die heiße Luft jedoch zunehmend auch nach Nordosten durch. Die Höchstwerte erreichen am Wochenende 35 Grad, am Montag könnten es laut DWD 37 Grad werden.

"Zu Beginn der neuen Woche werden Höchstwerte unter 30 Grad voraussichtlich nur noch im Norden, Nordosten sowie in den höheren Lagen der Mittelgebirge erreicht", sagt der Meteorologe. "Rekordtemperaturen wie Ende Juni sind nach aktuellem Stand allerdings nicht zu erwarten."

Außerdem kommt noch ein weiterer Faktor dazu: Die Luft ist zunächst noch vergleichsweise trocken. Dadurch fällt die gefühlte Temperatur trotz hoher Lufttemperaturen etwas geringer aus als während der letzten Hitzewelle. Auch die Nächte können anfangs, insbesondere außerhalb der Ballungsräume, noch vergleichsweise gut auskühlen.

Trockenheit wird zum Problem

"Mit der anhaltenden Hitze verschärft sich jedoch vor allem im Südwesten erneut die Trockenheit", führt der Meteorologe aus. "Die ohnehin bereits trockenen Böden trocknen weiter aus, die Wasserstände vieler Flüsse gehen zurück und die Waldbrandgefahr steigt wieder an."

Wie lange die Hitzewelle andauern wird, ist derzeit noch unklar. Die Wettermodelle deuten zum Ende der kommenden Woche auf zunehmenden Tiefdruckeinfluss hin. Damit würde die Luft feuchter und schwüler werden, sodass das Potenzial für kräftige Gewitter zunimmt. Gleichzeitig zeichnet sich ein allmählicher Temperaturrückgang ab./sat/DP/mis


Quelle: dpa-AFX
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