APA ots news: FMA-Erhebung: Restbestand an Fremdwährungskrediten fällt im 1. Quartal um 4,0%
Noch 5,1 Mrd. an Franken- und Yen-Krediten ausständig -
überwiegend endfällig 2029-2033
Wien (APA-ots) - Das Volumen an Fremdwährungskrediten (FX-Krediten) an
private
Haushalte ist im 1. Quartal 2026 wechselkursbereinigt um 4,0%
gesunken und liegt damit nurmehr bei 5,09 Milliarden. Das sind 2,8%
aller Kredite an private Haushalte in Österreich. Das geht aus der
aktuellen Erhebung der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) zu
FX-Krediten hervor.
Seit der Verhängung des Neuvergabe-Stopps durch die FMA im Herbst
2008 ist das FX-Kreditvolumen damit wechselkursbereinigt um 44,4
Milliarden oder 92% zurückgegangen. Am Höhepunkt des FX-Kreditbooms
2006 haftete fast ein Drittel aller Kredite an private Haushalte (32%
) in Fremdwährungen aus. In der Großen Finanzkrise 2008 wurde diese
Position zu einem Risiko für den gesamten österreichischen
Bankensektor.
Praktisch alle verbleibenden FX-Kredite (99,1%) lauten auf
Schweizer Franken (der Rest fast zur Gänze auf japanische Yen). Der
Wechselkurs der Schweizer Währung pendelte im 1. Quartal rund um
0,9194 zum Euro. Seit dem Jahr 2008 hat der Schweizer Franken um 80%
aufgewertet.
Die noch verbliebenen FX-Kredite werden nach Schätzungen der FMA
überwiegend in den Jahren 2029 bis 2033 endfällig. Die
Kreditinstitute sind angehalten, von sich aus zumindest jährlich das
Gespräch mit betroffenen Kreditnehmer:innen zu suchen. Diese sollten
die Gesprächsangebote unbedingt wahrnehmen.
Informationen zu Fremdwährungskrediten an private Haushalte und
die damit verbundenen Risiken finden Sie hier . Die FMA-
Mindeststandards zu FX-Krediten können Sie hier herunterladen .
Rückfragehinweis:
FMA-Mediensprecher
Boris Gröndahl
Telefon: +43 1 24959-6010 / +43 676 8824 9995
E-Mail: boris.groendahl@fma.gv.at
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Quelle: dpa-AFX