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Nachrichtenübersicht

Ölpreise weiten Gewinne aus - Freigabe von IEA-Ölreserven verpufft

11.03.2026 - 17:45:26
NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Angst vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Straße von Hormus hat die Ölpreise am Mittwoch wieder ein Stück weit nach oben getrieben. Die Freigabe einer Rekordmenge strategischer Ölreserven von führenden Industriestaaten drückten die Preise nicht nachhaltig, auch weil der Schritt bereits antizipiert worden war. Die Preise bauten ihre Aufschläge nach der Entscheidung bis zum späten Nachmittag sogar aus.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostete zuletzt 92,44 Dollar und damit gut 5 Prozent mehr als am Vortag. Am Montag waren der Preis nach einem Anstieg bis auf mehr als 120 Dollar noch deutlich gesunken und hatte sich dann am Dienstag stabilisiert.

Mit dem Iran-Krieg ist der Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Straße von Hormus faktisch zum Erliegen gekommen. Zuletzt befeuerten Berichte über angeblich vom Iran in der Meerenge verlegte Seeminen die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung.

Eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus oder durch angrenzende Seegebiete ist mit hohen Risiken verbunden. Ein "unbekanntes Geschoss" habe ein Frachtschiff in der Meerenge getroffen und einen Brand ausgelöst, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO). Zudem sei im Persischen Golf vor der Küste Dubais ein Massengutfrachter von einem ebenfalls "unbekannten Geschoss" getroffen worden.

Die Ölpreise bremsen soll nun die größte Freigabe von Notfall-Ölreserven in der Geschichte der Internationalen Energieagentur (IEA). Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer der Agentur 400 Millionen Barrel Rohöl freigeben, wie es in einer in Paris veröffentlichten Mitteilung heißt.

Noch nie wurde bei einer vorherigen gemeinsamen Aktion so viel Öl aus den Reserven angezapft. Mit dem Schritt sollen die durch den Krieg angespannten Märkte stabilisiert werden. Deutschland hatte bereits mitgeteilt, 19,5 Millionen Barrel freizugeben./jsl/mis


Quelle: dpa-AFX
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