^HAMBURG, Sept. 24, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Der unabhängige Validierungsbericht
für das KI-basierte Stereokamera-System IdentiFlight V5 wurde nun durch den TÜV
NORD für drei kollisionsgefährdete Vogelarten bestätigt: Rotmilan, Schwarzmilan
und Seeadler. Durch die mehrmonatige Validierung der neuen Systemgeneration
konnte erneut gezeigt werden, dass IdentiFlight V5 wie auch die bereits
offiziell anerkannte Vorgängerversion alle Anforderungen an
Antikollisionssysteme zum Schutz von windenergiesensiblen Vogelarten
nachweislich erfüllt. Damit steht bereits jetzt genau für jene
kollisionsgefährdeten Brutvogelarten eine wirksame Schutzmaßnahme zur Verfügung,
die in der Genehmigungspraxis in Deutschland besonders häufig zu
artenschutzrechtlichen Konflikten führen.
Grundlage der TÜV-NORD-Zertifizierung ist eine unabhängige fachgutachterliche
Systemvalidierung, die von den einschlägigen Gutachterbüros OekoFor GmbH und
ARSU GmbH unter Aufsicht des TÜV NORD durchgeführt wurde. Bewertet wurde dabei,
ob IdentiFlight die relevanten Zielarten zuverlässig erkennt, trackt und -
sofern erforderlich - eine rechtzeitige Abschaltempfehlung an die
Windenergieanlage übermittelt. Die abschließende Prüfung durch den TÜV NORD
bestand darin, die Unabhängigkeit der Datenerhebung zu überprüfen sowie die
Plausibilität der angewandten Methodik und der daraus abgeleiteten Ergebnisse
unabhängig zu bestätigen.
Die Bestätigung durch den TÜV unterstützt die fachliche Einordnung technischer
Schutzsysteme im Genehmigungs- und Anwendungskontext. ?Mit unseren Prüfungen
bestätigen wir, dass IdentiFlight die Vorgaben des ?Kompetenzzentrum Naturschutz
und Energiewende" (KNE) für die betrachteten Zielarten erfüllt. Für
Genehmigungsbehörden, Projektierer und Betreiber bietet das eine wichtige
Grundlage, um die Leistungsfähigkeit technischer Systeme zum Vogelschutz
nachvollziehbar einordnen zu können", so Dr. Jan Hauschild, Leiter Risiko und
Baugrund im Bereich Erneuerbare Energien bei TÜV NORD.
Don Mills, Präsident und Chief Operating Officer des Herstellers Boulder Imaging
betont: ?Die Zertifizierung durch TÜV NORD auch für die neue Generation von
IdentiFlight ist ein wichtiges Zeichen an unsere Kunden - nicht nur in
Deutschland. Es zeigt unseren Anspruch, unsere Technologie stetig
weiterzuentwickeln und dabei auf unabhängige Kontrollen und Transparenz zu
setzen. Weltweit stärken wir dadurch unsere Partnerschaften und setzen immer
neue Standards für die Branche."
Ein besonderes Augenmerk lag im Zuge der Validierung auch auf der Erkennung des
Schreiadlers. Als sehr seltene und in Deutschland als vom Aussterben bedrohte
Adlerart stellt er besonders hohe Anforderungen an die Wirksamkeit von
Schutzmaßnahmen. ?Die Untersuchungen zur Klassifikationsleistung von
IdentiFlight zeigen, dass das System den ansonsten eher unauffälligen
Schreiadler mit außergewöhnlich hoher Präzision erkennt und den zielgerichteten
Schutz dieser sensiblen Art im Umfeld von Windenergieanlagen leisten kann." so
Eva Schuster, naturschutzfachliche Projektleiterin von IdentiFlight Deutschland.
Bereits heute umfasst die Artbibliothek von IdentiFlight mehr als 170
Vogelarten. Validierungsvorhaben zum Einsatz von IdentiFlight zum Schutz
weiterer kollisionsgefährdeter Vogelarten werden derzeit abgeschlossen, wobei
die Berichte Anfang 2027 vorliegen sollen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.identiflight.de
(http://www.identiflight.de) oder Sie besuchen das IdentiFlight-Team von Boulder
Imaging vom 22. bis 25. September 2026 auf der WindEnergy Hamburg an Stand A1
105.
Über IdentiFlight
IdentiFlight ist ein KI-basiertes Antikollisionssystem zum Schutz
kollisionsgefährdeter Brutvogelarten im Umfeld von Windenergieanlagen. Weltweit
befindet sich das Stereokamerasystem bereits auf 6 Kontinenten, in 16 Ländern
und 77 Windenergieprojekten im Einsatz, um die naturverträgliche
Energiegewinnung von 6GW zu begleiten. Es kombiniert hochauflösende
Kameratechnologie und automatisierte Artidentifikation mithilfe von
leistungsstarken neuronalen Netzwerken und ermöglicht den gezielten Schutz
genehmigungsrelevanter Brutvogelarten. Windenergieanlagen können so
bedarfsgerecht abgeschaltet werden, nur dann, wenn tatsächlich ein akutes
Kollisionsrisiko besteht. Windenergieprojekte werden so rechtsicher und
wirtschaftlich tragbar.
Pressekontakt
Jana Peck - Director of Marketing, Boulder Imaging
Jana.Peck@BoulderImaging.com (mailto:Jana.Peck@BoulderImaging.com)
+1 760-445-0888
Kontakt IdentiFlight Deutschland
Eva Schuster - Leiterin Politik und Kommunikation
eva.schuster@identiflight.com (mailto:eva.schuster@identiflight.com)
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Quelle: dpa-AFX