Informationen zu Cookies und lokalen Einstellungen

Cookies und lokale Einstellungen sind kleine Datenpakete, die es uns und Ihnen erleichtern eine optimal bedienbare Web-Seite anzubieten. Sie entscheiden, welche Cookies und lokale Einstellungen sie zulassen und welche sie ablehnen.

Der Anbieter der Anwendung ist Ihre jeweilige Volksbank und Raiffeisenbank.

Informationen zum Datenschutz entnehmen Sie bitte den Datenschutzhinweisen Ihrer jeweiligen Volks- und Raiffeisenbank.

Notwendige Cookies helfen dabei, Ihnen die Funktionen der Webseite zugängig zu machen, indem sie Grundfunktionen die zuletzt angesehen Wertpapiere und Ihre Entscheidung für oder gegen die Nutzung der jeweiligen Cookies speichert. Die Webseite wird ohne diese Cookies nicht so funktionieren, wie es geplant ist.

Name Anbieter Zweck Ablauf Typ Empfänger der Daten  
CookieConsent14207 Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank Um diese Cookiebar auszublenden. 1 Jahr Server-Cookie Infront Financial Technology GmbH
Die Cookie-Erklärung wurde das letzte Mal am 08.08.2026 von Infront Financial Technology GmbH aktualisiert.

Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank

Bitte mindestens 3 Zeichen eingeben.

Nachrichtenübersicht

BUSINESS WIRE: Das ICC-Schiedsgericht erlässt einen Schiedsspruch zur Höhe des Schadenersatzes zugunsten von AOP Health im BESREMi®-Verfahren

08.08.2026 - 13:55:05

MITTEILUNG UEBERMITTELT VON BUSINESS WIRE. FUER DEN INHALT IST ALLEIN DAS BERICHTENDE UNTERNEHMEN VERANTWORTLICH.

WIEN --(BUSINESS WIRE)-- 08.08.2026 --

Ein ICC-Schiedsgericht hat der AOP Orphan Pharmaceuticals GmbH („AOP Health“) in einem im laufenden Schiedsverfahren mit der PharmaEssentia Corp. („PharmaEssentia“) bezüglich BESREMi® (Ropeginterferon alfa-2b) erlassenen Schiedsspruch über die Höhe des Schadenersatzes insgesamt rund 112 Mio. EUR zugesprochen. Der Schiedsspruch beziffert die Schadensersatzansprüche von AOP Health aufgrund vorsätzlicher Vertragsverletzungen durch PharmaEssentia auf ca. 82 Mio. EUR. Zudem werden AOP Health ca. 31 Mio. EUR zuzüglich Zinsen als Erstattung für Überzahlungen zugesprochen, die AOP Health aufgrund überhöhter Preise in den Jahren 2019 bis 2022 an PharmaEssentia geleistet hat. Das Gericht bestätigte damit, dass PharmaEssentia AOP Health in diesen Jahren um bis zu 900 % überhöhte Preise in Rechnung gestellt hat. Das Gericht bestätigte die berechtigte Aufrechnung von AOP Health, wonach der an PharmaEssentia geschuldete Betrag aus Gewinnbeteiligungszahlungen in Höhe von rund 17 Mio. EUR mit den deutlich darüber hinausgehenden Schadensersatzansprüchen von AOP Health verrechnet wurde. Dies bedeutet, dass AOP Health keine Zahlung an PharmaEssentia leisten muss. Die Zinsen auf die Forderungen von AOP Health laufen so lange weiter, bis PharmaEssentia die Zahlung geleistet hat. Alle übrigen Ansprüche von PharmaEssentia aus der Höhefeststellungsphase des Verfahrens wurden abgewiesen.

Diese Pressemitteilung enthält multimediale Inhalte. Die vollständige Mitteilung hier ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20260807196569/de/

Die Entscheidung folgt auf den im Februar 2025 ergangenen Teilschiedsspruch, in dem das ICC-Schiedsgericht unter anderem feststellte, dass PharmaEssentia vorsätzlich gegen seine vertraglichen Verpflichtungen verstoßen habe und für mehrere Ansprüche aus dem Lizenzvertrag der Parteien haftbar sei. Der nun ergangene Schiedsspruch zur Festsetzung der Schadenssumme legt die im Zusammenhang mit diesen Ansprüchen fälligen Beträge fest.

Gericht bestätigt überhöhte Preisgestaltung von PharmaEssentia in Höhe von bis zu 900 %

Wendet man die Argumentation des Schiedsgerichts hinsichtlich der Höhe des zugesprochenen Betrags auf die Produktlieferungen für die Jahre 2023–2025 an, so hat PharmaEssentia AOP Health um weitere ca. 65 Mio. EUR zu viel in Rechnung gestellt. Nach Verrechnung mit den Gewinnbeteiligungsbeträgen für diese Jahre wird PharmaEssentia AOP Health weiterhin einen erheblichen Betrag schulden. Kurz gesagt: AOP Health schuldet PharmaEssentia keine Zahlungen. Die Verbindlichkeiten von PharmaEssentia gegenüber AOP Health liegen derzeit hingegen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Gewährleistung des Patientenzugangs

AOP Health begrüßt diese Entscheidung, die das Unternehmen als weitere Bestätigung seiner Position und seines Vorgehens in dem Verfahren ansieht. Das Unternehmen konzentriert sich weiterhin darauf, einen stabilen und nachhaltigen Zugang zu BESREMi® für bedürftige Patienten sicherzustellen. Im siebten Jahr nach der Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur („EMA“) hat AOP Health BESREMi® erfolgreich für schätzungsweise 12.600 Patienten im zugelassenen Gebiet von AOP Health verfügbar gemacht.

Dr. Rudolf Widmann, einer der beiden Gründer von AOP Health, erklärt: „Nach acht Jahren Rechtsstreit begrüßen wir die Entscheidung des Schiedsgerichts, da sie Unsicherheiten abbaut. Dieser Schiedsspruch verschafft uns eine solidere Grundlage, um unsere Mission fortzusetzen: die Entwicklung und Bereitstellung von Arzneimitteln, die einen hohen ungedeckten medizinischen Bedarf decken.“

Wie bereits bei der vorherigen Entscheidung kann PharmaEssentia vor den zuständigen deutschen Gerichten eine begrenzte Überprüfung des festgesetzten Schadensersatzbetrags beantragen. Das Verfahren zur Überprüfung der im Februar 2025 ergangenen Entscheidung in der Hauptsache, die im April 2026 vom Oberlandesgericht Frankfurt bestätigt wurde, ist vor dem Bundesgerichtshof noch anhängig.

Hintergrund des Streits

Der Rechtsstreit betrifft BESREMi®, ein Medikament zur Behandlung seltener Blutkrebserkrankungen, insbesondere der Polyzythämie vera. AOP Health erwarb im Jahr 2009 von PharmaEssentia die Rechte zur Entwicklung und Vermarktung von BESREMi® in Europa, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und im Nahen Osten.

Seit 2017 hat PharmaEssentia wiederholt versucht, die Vereinbarung mit AOP Health bezüglich BESREMi® zu kündigen. Im Oktober 2020 wies ein ICC-Schiedsgericht diese Versuche zurück und sprach AOP Health Schadenersatz zu, während es die Gegenklagen von PharmaEssentia abwies. Ein anschließendes Aufhebungsverfahren bestätigte den Schiedsspruch im Wesentlichen, stellte jedoch verfahrensrechtliche Probleme hinsichtlich der Bemessung des Schadenersatzes fest.

Im November 2020 reichte PharmaEssentia eine weitere Klage gegen AOP Health ein, in der Schadensersatzansprüche geltend gemacht wurden. AOP Health wiederum forderte Schadensersatz für Verzögerungen bei der europäischen Zulassung von BESREMi®, die durch PharmaEssentia verursacht worden seien, sowie für die Verwendung der klinischen Studiendaten von AOP Health im Zusammenhang mit der US-amerikanischen Marktzulassung von PharmaEssentia. Im Februar 2025 erließ das ICC-Schiedsgericht einen Teilschiedsspruch zugunsten von AOP Health hinsichtlich der Haftung und wies die Haftungsansprüche von PharmaEssentia in vollem Umfang ab. Der nun vorliegende Schiedsspruch zur Schadenshöhe legt die Beträge fest, die für die im Teilschiedsspruch bestätigten Ansprüche zu zahlen sind.

Über BESREMi®

BESREMi® ist das erste Interferon, das für die Polycythaemia vera, eine myeloproliferative Neoplasie (MPN), zugelassen wurde. In der Europäischen Union ist es als Monotherapie bei Erwachsenen zur Behandlung der Polycythaemia vera ohne symptomatische Milzvergrößerung indiziert. Seine allgemeine Sicherheit und Wirksamkeit wurden in mehreren klinischen Studien nachgewiesen.

BESREMi® (Ropeginterferon alfa-2b) ist ein lang wirkendes, mono-pegyliertes Prolin-Interferon (ATC L03AB15). Es wird anfangs alle zwei Wochen oder nach Stabilisierung der Blutwerte bis zu alle vier Wochen verabreicht. BESREMi® ist für die subkutane Selbstverabreichung mit einem vorgefüllten Pen konzipiert.

Bitte besuchen Sie: Europäische Arzneimittelagentur – Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels für: BESREMi®

Über AOP Health

Die AOP Health Group ist ein weltweit tätiges Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Wien. Ihr Ziel ist es, durch wirkungsvolle, wissenschaftlich fundierte Therapien und Versorgungsmodelle einen Beitrag zur Deckung eines hohen ungedeckten medizinischen Bedarfs zu leisten. Seit 1996 leistet AOP Health Pionierarbeit in der Forschung in Bereichen, in denen nur begrenzte Therapiemöglichkeiten bestehen, um Lösungen für Patienten mit seltenen Krankheiten und schweren Erkrankungen in Nischen-Therapiegebieten zu entwickeln. Geleitet von dem Leitbild „Needs. Science. Trust.”“ beweist die AOP Health Group ihr starkes Engagement für Patienten und medizinisches Fachpersonal durch Innovation und langfristige Partnerschaften, um die Behandlungsergebnisse für Patienten weltweit zu verbessern.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Isolde Fally
Corporate Communications Manager
Isolde.Fally@aop-health.com
+43 676 500 4048

Seitenanfang