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Erstmals kommt ein Staatsoberhaupt zur Gamescom

17.06.2026 - 15:56:22
KÖLN (dpa-AFX) - Auf dem Level war die Gamescom noch nie: Erstmals darf die weltgrößte Computerspiele-Messe mit dem Besuch eines Staatsoberhaupts rechnen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier habe für die Eröffnung des Gamescom-Kongresses am 27. August zugesagt, teilten die Veranstalter in Köln mit, die Koelnmesse und der Branchenverband Game.

Steinmeier werde die Eröffnungsrede des Kongresses halten und an einer Podiumsdiskussion teilnehmen, in der es um die Rolle von Games in der Demokratie geht. Danach werde der Ehrengast einen Rundgang über die Messe machen. "Wir freuen uns, gemeinsam mit Bundespräsident Steinmeier die Potenziale von Games in Bereichen wie der Vermittlung demokratischer Werte in den Blick zu nehmen", sagte Game-Geschäftsführer Felix Falk. Der Besuch des Bundespräsidenten unterstreiche die große gesellschaftspolitische Dimension von Games.

Lange Liste an Spitzenpolitikern

Bei der Computer- und Videospiele-Messe Gamescom sind Jahr für Jahr Spitzenpolitiker, die sich über die Lage der Wachstumsbranche informieren. Gaming ist im Digitalzeitalter im Trend, Deutschland spielt in dem Milliardenmarkt bislang aber nur eine Nebenrolle. Das soll sich ändern, auch dank staatlicher Fördergelder sollen sich mehr Entwickler und Produzenten (Publisher) in Deutschland ansiedeln oder ihr Geschäft ausweiten.

Die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (SPD) kam 2017 zur Gamescom und hielt eine positive Rede über die Branche. Wenig später begann ein Förderprogramm des Bundes. Der damals für die Gamingbranche zuständige Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) kam 2023 und 2024 als Redner. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ist Stammgast. 2024 stieg er beim Messe-Rundgang auf ein Hightech-Gestell, auf dem er mit virtueller Brille wie auf einem Drachen durch die Luft flog - so zumindest sollte sich die "Merged Reality" samt Ventilator und angeblicher Drachenhaut anfühlen und so sollte es aussehen.

Dieses Jahr haben sich bereits Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) und die nun für Games zuständige Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) angekündigt - ein Tag nach ihnen soll Steinmeier kommen, und zwar am 27. August. Zur Gamescom strömten im vergangenen Jahr rund 357.000 Besucherinnen und Besucher, viele von ihnen als bunt kostümierte Cosplayer. Das waren 22.000 mehr als ein Jahr zuvor. Der Höchstwert stammt aus dem Jahr 2019, als es 373.000 Besucher gewesen waren./wdw/DP/stk


Quelle: dpa-AFX
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