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Aktien Wien Schluss: ATX verliert nach US-Inflationszahlen leicht

14.10.2026 - 18:04:54
WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch etwas leichter aus dem Handel verabschiedet. Der Leitindex ATX schloss mit minus 0,13 Prozent bei 6.619,12 Punkten. Hohe Preise für Kraftstoff und Heizöl haben die Inflation in den USA im September überraschend stark angetrieben und belasteten damit zur Wochenmitte international etwas die Aktienkurse.

Die Verbraucherpreise legten im Jahresvergleich um 3,7 Prozent zu. Im August hatte die Inflationsrate bei 3,4 Prozent gelegen. Analysten hatten eine stärkere Teuerung erwartet, waren aber im Schnitt nur von einer Rate von 3,6 Prozent ausgegangen. Die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed werden somit wieder etwas angeheizt, hieß es von Analystenseite. Dies drückte vor allem die Aktienkurse an der Wall Street tiefer.

Am österreichischen Aktienmarkt gestaltete sich die Meldungslage sehr dünn. Keinen einheitlichen Trend wiesen die schwergewichteten Banken auf. Die Titel der Erste Group legten 0,3 Prozent zu, Bawag und Raiffeisen Bank International fielen hingegen um 1,2 beziehungsweise 1,4 Prozent.

Unter den weiteren Schwergewichten gewannen Wienerberger 1,9 Prozent. Voestalpine zogen um 0,6 Prozent an. OMV stiegen um 0,9 Prozent.

Bei der volatilen Lenzing-Aktie ging es merklich nach oben. Die Papiere des Faserherstellers gewannen 4,5 Prozent.

Ins Blickfeld rückte auch eine Konjunktureinschätzung. Österreichs Wirtschaft wächst in diesem Jahr trotz des erneuten Energiepreisschubs durch den Iran-Krieg spürbar und setzt die leichte Erholung fort. Die Industrie-Exporte stützen die Konjunktur, die Bauwirtschaft befindet sich weiterhin in der Krise.

Die Wirtschaftsforscher des Wifo und IHS bestätigten am Mittwoch ihre Prognosen von 0,9 beziehungsweise 0,8 Prozent BIP-Wachstum für 2026. Die hohe Inflation lässt aber die Realeinkommen der privaten Haushalte sinken. Die Inflationsrate soll laut Wifo und IHS dieses Jahr 3,3 beziehungsweise 3,1 Prozent betragen, 2027 dann 2,6 beziehungsweise
2,8 Prozent./ste/mik/APA/men


Quelle: dpa-AFX
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