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Erträge aus Rundfunkbeitrag sinken um 20 Millionen Euro

30.06.2026 - 11:37:35
KÖLN (dpa-AFX) - Die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag sind im vergangenen Jahr gesunken. Die Gesamterträge für ARD, ZDF und Deutschlandradio sowie die Medienregulierer lagen 2025 bei rund 8,72 Milliarden Euro, wie der "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice" in Köln mitteilte. 2024 waren es 8,74 Milliarden. Die Medienanstalten sind für die Einhaltung medienrechtlicher Gesetze zuständig.

Laut Beitragsservice war der leichte Rückgang erwartet worden. Gründe dafür seien vor allem der leicht gesunkene Bestand beitragspflichtiger Wohnungen sowie das Auslaufen der Auswirkungen des bundesweiten Meldedatenabgleichs.

Einnahmen bleiben über 8 Milliarden Euro

Im Vergleich zu den Vorjahren bewegt sich der Wert für 2025 weiter auf hohem Niveau (2023: rund 9,02 Milliarden Euro, 2022: rund 8,57 Milliarden Euro, 2021: 8,42 Milliarden Euro). Seit 2018 liegen die Gesamterträge jeweils bei mehr als 8 Milliarden Euro.

In Deutschland zahlen Haushalte, Organisationen und Firmen den Rundfunkbeitrag. Er liegt derzeit bei monatlich 18,36 Euro. Die Zahl der gemeldeten Wohnungen sank 2025 um 0,18 Prozent auf insgesamt rund 40,4 Millionen.

Unter den einzelnen Rundfunkanstalten entfiel der größte Anteil 2025 auf das ZDF mit rund 2,2 Milliarden Euro. Danach folgten die größten ARD-Anstalten Westdeutscher Rundfunk (WDR, rund 1,3 Milliarden Euro), Südwestrundfunk (SWR, rund 1,1 Milliarden Euro) und Norddeutscher Rundfunk (NDR, rund 1,1 Milliarden Euro). Der niedrigste Betrag entfiel auf Radio Bremen mit rund 47 Millionen Euro.

Künftige Beitragshöhe weiter offen

Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist derzeit erneut Gegenstand einer politischen und juristischen Debatte. ARD und ZDF klagen vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, weil die Länder eine von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlene Erhöhung um 58 Cent ab Januar 2025 nicht umgesetzt haben. Die Länder argumentieren dagegen, der Finanzbedarf der Sender sei trotz des unveränderten Beitrags gedeckt.

Der Beitragsservice hat seinen Sitz in Köln und ist eine Verwaltungsgemeinschaft von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Er ging 2013 aus der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) hervor./svv/DP/nas


Quelle: dpa-AFX
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