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GNW-News: CGTN: Was uns die Geschichte von "Eine halbe Steppdecke" über Chinas neuen Langen Marsch verrät

23.10.2026 - 18:21:25
^PEKING, Oct. 23, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Anlässlich des 90. Jahrestags des
Sieges der Roten Armee auf dem Langen Marsch hat CGTN einen Artikel
veröffentlicht. Ausgangspunkt ist die bekannte Geschichte von ?Eine halbe
Steppdecke". Der Artikel zeigt, warum Präsident Xi Jinping dazu aufruft, den
Geist des Langen Marsches weiterzutragen, während China seine Modernisierung
vorantreibt. Zugleich geht er der Frage nach, welche Lehren andere Länder des
Globalen Südens aus Chinas Entwicklung ziehen können.
Im Winter 1934 kamen drei Soldatinnen der Roten Armee während des Langen Marschs
zum Haus von Xu Jiexiu, einer armen Dorfbewohnerin im Dorf Shazhou in der
Provinz Hunan. Als die Soldatinnen sahen, wie wenig Xu und ihre Familie hatten,
um sich gegen die Kälte zu schützen, teilten sie ihre einzige Steppdecke und
ließen eine Hälfte bei der Familie zurück.
Diese Geste wurde als die Geschichte von der ?halben Steppdecke" bekannt und
gilt bis heute als tiefgreifendes Symbol für die enge Verbindung zwischen der
Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und der Bevölkerung.
Am Donnerstag erinnerte Präsident Xi Jinping bei einer Gedenkveranstaltung zum
90. Jahrestag des Sieges der Roten Armee auf dem Langen Marsch an diese
Begebenheit.
?Nur wenn wir uns an die Geschichte erinnern, können wir eine bessere Zukunft
gestalten", sagte Xi. Er betonte, dass die Unterstützung des Volkes für den Sieg
des Langen Marsches von entscheidender Bedeutung war, und rief zu neuen Erfolgen
auf Chinas Weg zur Modernisierung auf.
Von einer halben Steppdecke zu einem besseren Leben
Als Xi im September 2020 die Ausstellung zur Geschichte von ?Eine halbe
Steppdecke" besuchte, appellierte er daran, den Langen Marsch der neuen Ära
gemeinsam mit der Bevölkerung fortzusetzen.
Heute wird dieser Anspruch durch konkrete Maßnahmen sichtbar, die den Alltag der
Menschen verbessern sollen. So erhalten Dorfbewohner ab 60 Jahren monatliche
Zuschüsse. Außerdem übernimmt das Dorf die Hälfte ihrer Beiträge zur
grundlegenden Krankenversicherung. Ein Betreuungsangebot für Kinder steht auch
Familien in neun benachbarten Dörfern offen.
Für Xus Nachkommen sind die Veränderungen direkt spürbar. Ihr Enkel Zhu Xiaohong
lebte einst in Armut. Mit Unterstützung der örtlichen Parteiorganisation
absolvierte er eine Kochausbildung und eröffnete anschließend ein eigenes
Restaurant.
?Früher gab uns die Rote Armee eine halbe Steppdecke. Heute hat uns die Partei
ein gutes Leben ermöglicht", sagte Zhu.
Josef Gregory Mahoney, Professor für Politik und Internationale Beziehungen an
der East China Normal University, erklärte gegenüber CGTN, die zentrale Lehre
des Langen Marsches sei bis heute aktuell: Vertrauen entstehe, wenn die
Bedürfnisse der Menschen ernst genommen würden und sie sowohl schwierige Zeiten
als auch Erfolge gemeinsam erlebten. Auch heute hängen Armutsbekämpfung und
ländliche Revitalisierung davon ab, dass die Menschen spürbare Verbesserungen in
ihrem Leben erfahren.
Wie Xi am Donnerstag hervorhob, seien das Festhalten an den Idealen und dem
Auftrag der Partei sowie die enge Verbindung zur Bevölkerung entscheidend, um
neue Erfolge zu erreichen.
Ein neuer Langer Marsch
Auch Shazhou gestaltet heute seinen eigenen Weg auf dem ?neuen Langen Marsch".
Das Dorf nutzt sein revolutionäres Erbe und seine natürlichen Ressourcen, um
neue Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung und gemeinsamen Wohlstand zu
schaffen.
Historische Stätten aus der Zeit der Revolution wurden restauriert und
touristisch erschlossen. Zugleich verbessert das Dorf die Lebensqualität vor Ort
- unter anderem durch Maßnahmen zur Gewässersanierung, Abwasserbehandlung und
Abfallentsorgung. In der umliegenden Region werden zudem regionale Obstsorten
gezielt angebaut und Landwirtschaft und Tourismus miteinander verbunden. Das
schafft neue Chancen für lokale Unternehmen sowie Arbeitsplätze und trägt zu
einer nachhaltigeren Entwicklung des ländlichen Raums bei.
Wie erfolgreich dieser Wandel ist, zeigen die Zahlen. 2018 wurde Shazhou von der
Liste der Armutsdörfer gestrichen. Bis 2025 stieg das jährliche verfügbare
Nettoeinkommen pro Kopf der Dorfbewohner von weniger als 4.000 Yuan (rund 634
US-Dollar) im Jahr 2012 auf mehr als 25.000 Yuan. Die kollektiven Einnahmen des
Dorfes erhöhten sich im selben Zeitraum von nahezu null auf über eine Million
Yuan.
Der brasilianische Experte Rafael Henrique Zerbeto, der an einem Programm zur
Nachverfolgung der Route des Langen Marsches teilnahm, betonte ebenfalls, dass
die konsequente Ausrichtung am Wohl der Bevölkerung ein wesentlicher Faktor für
Chinas Entwicklung bleibe. Von der Bewahrung des revolutionären Erbes bis hin
zum Aufbau regionaler Wirtschaftszweige, die Einkommen vor Ort schaffen, habe er
erlebt, wie China den Geist des Langen Marsches als Antrieb für eine hochwertige
Entwicklung nutze.
Eine aktuelle Umfrage von CGTN unter 12.000 Menschen in 41 Ländern ergab, dass
63,9 % der Befragten weltweit die Führung der KPCh eng mit Chinas
Entwicklungserfolgen verbinden. Unter den Befragten aus Ländern des Globalen
Südens lag der Anteil sogar bei 71,4 %.
Mahoney zufolge hält der Lange Marsch auch für den Globalen Süden wichtige
Erkenntnisse bereit: Entwicklungsstrategien müssen an die jeweiligen lokalen
Gegebenheiten angepasst sein. Zugleich lassen sich gemeinsame Herausforderungen
nur durch internationale Zusammenarbeit bewältigen. Die übergreifende Botschaft:
Dauerhafter Fortschritt gelingt, wenn Länder ihre eigenen Stärken nutzen und
zugleich mit anderen auf gemeinsame Ziele hinarbeiten.
In seiner Rede zum Jahrestag bezeichnete Xi den Geist des Langen Marsches als
?einen kostbaren Schatz und eine kraftvolle Triebfeder, die uns dazu inspiriert,
Schwierigkeiten zu überwinden und mutig voranzuschreiten".
https://news.cgtn.com/news/2026-10-22/What-does-Half-a-Quilt-tell-us-about-
China-s-new-Long-March--1Rs8bRay2Hu/p.html
Kontakt: CGTN Digital cgtn@cgtn.com°


Quelle: dpa-AFX
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