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Dank automatisierter Zustandspräparation und eines verbesserten Kalibrierungsverfahrens bleibt die Fidelity auch bei Nutzung aller Qubits über der Verschränkungsschwelle. Diese Leistung steht nun auch Cloud-Nutzern zur Verfügung.
ESPOO, Finnland --(BUSINESS WIRE)-- 29.10.2026 --
IQM Quantum Computers (Nasdaq: IQMX), ein weltweit führender Anbieter supraleitender Quantencomputer, hat alle 54 Qubits seines über die Cloud zugänglichen Systems IQM Emerald gleichzeitig verschränkt. Das Ergebnis zeigt, dass die Qualität der Quantenoperationen auch dann erhalten bleibt, wenn sämtliche Qubits gleichzeitig zum Einsatz kommen. Auch Cloud-Kunden von IQM können nun auf diese Leistung zugreifen und für ihre Berechnungen den gesamten Prozessor statt nur eines Teils davon nutzen.
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Die Ergebnisse zählen zu den besten, die bislang für kommerziell erhältliche Quantencomputer veröffentlicht wurden. Kunden erhalten damit Zugang zu leistungsfähigen Prozessoren auf dem neuesten Stand der Technik. Bei einer vergleichbaren Demonstration auf IQM Emerald konnten Nutzer bislang innerhalb eines Algorithmus zuverlässig etwa 30 Qubits einsetzen. Auch bei Untersuchungen mit großen Quantenchips werden häufig nur 10 bis 20 Qubits genutzt, obwohl die Hardware deutlich mehr bereitstellt. Das Ergebnis von Emerald zeigt dagegen, dass sich der gesamte Prozessor gemeinsam für eine einzige Berechnung nutzen lässt.
„Um alle Qubits eines Chips miteinander zu verschränken, müssen jedes einzelne Qubit und sämtliche Verbindungen zwischen ihnen innerhalb desselben Quantenschaltkreises zuverlässig funktionieren. Entscheidend war, die Zustandspräparation intelligenter zu gestalten und die Reihenfolge der Quantengatter so zu wählen, dass möglichst wenig Leerlaufzeit entsteht“, sagt Craig Ciesla, CTO bei IQM Quantum Computers. „Unsere bestehenden und künftigen Cloud-Kunden können nun dieselben Werkzeuge und dieselbe Systemleistung nutzen, mit denen wir dieses Ergebnis erzielt haben.“
Für die Demonstration erzeugte IQM auf dem gesamten Emerald-Prozessor einen Greenberger-Horne-Zeilinger-Zustand (GHZ-Zustand), der als etablierter Benchmark für die Verschränkung vieler Qubits dient. Möglich wurde das Ergebnis durch eine verbesserte automatisierte Routine zur Zustandspräparation. Sie berücksichtigt bei der Auswahl der Zwei-Qubit-Gatter sowohl deren Fidelity als auch die Leerlaufzeiten der Qubits. Dabei legt sie fest, welche Qubits beteiligt sind und in welcher Reihenfolge die Gatter ausgeführt werden, um unnötige Wartezeiten beim Aufbau des Zustands zu vermeiden. IQM erreichte bei 40 Qubits ohne Readout Error Mitigation (REM) eine Fidelity von 0,515 und bei allen 54 Qubits mit REM einen Wert von 0,516. Beide Werte liegen über der klassischen Schwelle von 0,500, die echte Verschränkung von Rauschen abgrenzt.
Das Ergebnis beruht auf rund einem Jahr Entwicklungs- und Kalibrierungsarbeit der technischen Teams von IQM. Dazu zählen ein überarbeitetes Kalibrierungsverfahren, ein verbesserter Satz von Quantengattern und der fortgesetzte Einsatz von Verfahren zur Fehlerreduzierung wie Dynamical Decoupling oder Qubit-Auswahl. Durch diese Verbesserungen sank die Fehlerrate der Quantenoperationen im Prozessor um bis zu 50 Prozent.
Die automatisierte Zustandspräparation ist Teil der umfassenderen Bemühungen von IQM, den Betrieb von Quantencomputern zu automatisieren. Mit dieser Entwicklung und der KI-gestützten agentischen Kalibrierung treibt IQM die Automatisierung der Abstimmung von Quantensystemen weiter voran.
Über IQM Quantum Computers
IQM Quantum Computers (Nasdaq: IQMX) gehört weltweit zu den führenden Anbietern supraleitender Quantencomputer. Das Unternehmen bietet Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten, Hochleistungsrechenzentren und nationalen Laboren weltweit vollständige Quantensysteme und Zugang zu seiner Cloud-Plattform. Beim On-Premises-Modell von IQM sind die Kunden Eigentümer ihrer Quanteninfrastruktur und behalten die unmittelbare Kontrolle darüber. IQM wurde 2018 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Finnland sowie einen bedeutenden Standort in München. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 450 Mitarbeitende und ist in Europa, Asien und Nordamerika tätig. IQM ist das erste europäische Quantenunternehmen, das an der Nasdaq notiert ist.
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