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WDH/ROUNDUP 2: Huthi greifen Wolkenkratzer im Zentrum von Riad an

08.11.2026 - 20:28:58
(technische Wiederholung)

SANAA/RIAD (dpa-AFX) - Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat im Zentrum der saudischen Hauptstadt Riad einen bekannten Wolkenkratzer angegriffen. Das Verwaltungsgebäude des staatlichen Ölkonzerns Aramco sei getroffen worden, teilte das saudische Energieministerium mit. Trümmerteile seien auf das Gebäude gefallen und hätten "begrenzten Schaden" verursacht, hieß es. Tote oder Verletzte habe es nicht gegeben.

Im Internet kursierten Fotos und Videos, die schwere Schäden am Aramco Tower im Zentrum von Riad zeigen. Demnach riss der Angriff ein großes Loch über mehrere Stockwerke in die Glasfassade. Das 34 Stockwerke hohe Gebäude ist im Besitz Aramcos und liegt im zentralen Geschäftsbezirk von Riad. Dort stehen auch einige der bekanntesten Wolkenkratzer der Stadt.

Huthi bestätigen Angriff auf den Geschäftsbezirk

Huthi-Militärsprecher Jahja Sari bestätigte die Attacke und erklärte, die Miliz habe unter anderem das Bankenviertel von Riad angegriffen, das als Finanzdistrikt König Abdullah bekannt ist. Die Huthi hätten auch den internationalen Flughafen von Riad erneut angegriffen sowie Aramco-Ziele im Osten und saudische Truppen im Jemen.

Der Ölkonzern Aramco sitzt in Dhahran im Osten Saudi-Arabiens, ist in Riad aber auch groß vertreten. Der Geschäftsbezirk mit seinen rund 100 Gebäuden gilt als Symbol für Saudi-Arabien als modernen Standort für Wirtschaft und Finanzen.

Drohnen und Marschflugkörper abgefangen

Liegenschaften des Ölkonzerns wurden immer wieder Ziel von Huthi-Angriffen, die ihre Attacken auf Saudi-Arabien in den vergangenen Monaten noch deutlich verstärkt haben. Sie nehmen dabei unter anderem Flughäfen und Öl-Infrastruktur ins Visier. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition zum Kampf gegen die Huthi teilte mit, Drohnen und Marschflugkörper seien in Riad sowie im Süden des Landes abgefangen worden. Der saudische Zivilschutz gab unter anderem für die Hauptstadt erneut Warnungen heraus.

Später teilte die Militärkoalition mit, sie habe zwei Abschussrampen für ballistische Raketen in Saada zerstört, die bei dem Angriff auf Riad zum Einsatz gekommen seien. Die Provinz Saada im Jemen gilt als Hochburg der Huthi-Miliz.

Saudi-Arabien setzte seine Luftangriffe im Jemen nach Huthi-Angaben ebenfalls fort. Dort stieg die Zahl der Todesopfer nach einem Luftangriff in Sanaa auf 33, wie ein Sprecher des von den Huthi kontrollierten Gesundheitsministeriums mitteilte. Unter den Todesopfern seien 13 Kinder. 39 weitere Menschen seien verletzt worden.

Datenprojekt zählte 140 getötete Zivilisten im Oktober

Saudi-Arabien begann 2015 mit Verbündeten, Stellungen der Huthi im Jemen zu bombardieren, um die Miliz zurückzudrängen. Riad wird unterstützt von der international anerkannten Regierung im Land und örtlichen Milizen. Nach einer Waffenruhe ab 2022 sind die Kämpfe im Zuge des Iran-Kriegs wieder eskaliert.

Nach Zählungen des unabhängigen Yemen Data Project, das Luftangriffe der saudisch geführten Militärkoalition im Jemen sowie zivile Kriegsopfer zählt, gab es im vergangenen Monat so schwere saudische Angriffe im Jemen wie zuletzt 2017. Mindestens 140 Zivilisten seien dabei getötet und mehr als 280 weitere verletzt worden. Das Projekt zählte allein im Oktober mehr als 430 saudische Bombardierungen in dem Bürgerkriegsland. Saudi-Arabien zog wegen der vielen zivilen Opfer im Krieg international immer wieder Kritik auf sich./jot/DP/he


Quelle: dpa-AFX
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