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Nachrichtenübersicht

ROUNDUP: Vereinigte Arabische Emirate melden Raketenangriff aus dem Iran

18.08.2026 - 23:03:15
ABU DHABI/DUBAI (dpa-AFX) - Die Vereinigten Arabischen Emirate haben eigenen Angaben zufolge zwei aus dem Iran in Richtung des Landes abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen. Die erste sei außerhalb, die zweite innerhalb der Hoheitsgewässer abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium am Abend auf der Plattform X mit. Man befinde sich in höchster Alarmbereitschaft. Vom Iran gab es zunächst keine Reaktion.

Das Innenministerium der Emirate hob eine Warnung am Abend wieder auf. Ein in Dubai lebender Einwohner berichtete der Nachrichtenagentur dpa, dass unter den Einwohnern Panik ausgebrochen sei, als sie per SMS oder Telefon die Aufforderung erhielten, Schutz zu suchen.

Zum bislang letzten Mal hatten die Emirate Raketen aus dem Iran Anfang Mai abgefangen. Zu Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar waren die Emirate besonders stark angegriffen worden.

Emirate setzen Handel und Finanztransaktionen mit Iran aus

Am späten Abend gab das emiratische Außenministerium bekannt, alle Handelsbeziehungen und Finanztransaktionen mit dem Iran bis auf weiteres auszusetzen. Die Entscheidung sei angesichts der regionalen Eskalation getroffen worden, hieß es weiter.

Die Emirate sind ein Handelszentrum für Iraner. Die beiden Staaten unterhalten eine bedeutende Handelspartnerschaft. Das bilaterale Handelsvolumen beläuft sich jährlich auf Dutzende Milliarden US-Dollar.

Laut der iranischen Zollbehörde waren die Emirate im am 20. März 2024 endenden Handelsjahr Irans größte Handelsquelle - der Iran führte demnach Waren im Wert von 20,8 Milliarden US-Dollar ein und exportierte Waren im Wert von 6,6 Milliarden US-Dollar. Eine Aussetzung des Handels- und Finanzverkehrs würde daher eine erhebliche Beeinträchtigung der langjährigen Wirtschaftsbeziehungen der beiden Länder bedeuten.

Golfstaaten beherbergen wichtige US-Stützpunkte

Die arabischen Golfstaaten wie Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar beherbergen wichtige US-Militärstützpunkte und geraten dadurch immer wieder ins Visier iranischer Vergeltungsschläge. Trotz bestehender Vorbehalte gegenüber Teheran versuchen sie, eine direkte Kriegsbeteiligung zu vermeiden.

Ein Mitte Juni vereinbartes Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA sollte eine Waffenruhe, eine Wiederöffnung der Straße von Hormus und eine langfristige Friedenslösung bringen. Es sah eine 60-Tage-Frist vor, um die besonders umstrittenen Themen wie den Umgang mit Irans Atomprogramm zu klären. Diese Frist ist inzwischen abgelaufen, es wurden aber keine wesentlichen Fortschritte auf diplomatischer Ebene gemacht. Gegen die vereinbarte Waffenruhe und andere Punkte des Abkommens hatten beide Parteien in den vergangenen Wochen schon verstoßen.

Zuletzt hatte es jedoch weniger gegenseitige Angriffe gegeben. Derzeit befinden sich Washington und Teheran laut US-Präsident Donald Trump nicht in Verhandlungen./hme/DP/he


Quelle: dpa-AFX
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