Informationen zu Cookies und lokalen Einstellungen

Cookies und lokale Einstellungen sind kleine Datenpakete, die es uns und Ihnen erleichtern eine optimal bedienbare Web-Seite anzubieten. Sie entscheiden, welche Cookies und lokale Einstellungen sie zulassen und welche sie ablehnen.

Der Anbieter der Anwendung ist Ihre jeweilige Volksbank und Raiffeisenbank.

Informationen zum Datenschutz entnehmen Sie bitte den Datenschutzhinweisen Ihrer jeweiligen Volks- und Raiffeisenbank.

Notwendige Cookies helfen dabei, Ihnen die Funktionen der Webseite zugängig zu machen, indem sie Grundfunktionen die zuletzt angesehen Wertpapiere und Ihre Entscheidung für oder gegen die Nutzung der jeweiligen Cookies speichert. Die Webseite wird ohne diese Cookies nicht so funktionieren, wie es geplant ist.

Name Anbieter Zweck Ablauf Typ Empfänger der Daten  
CookieConsent8797 Volksbank Sulmtal eG Um diese Cookiebar auszublenden. 1 Jahr Server-Cookie Infront Financial Technology GmbH
Die Cookie-Erklärung wurde das letzte Mal am 08.09.2026 von Infront Financial Technology GmbH aktualisiert.

Volksbank Sulmtal eG

Bitte mindestens 3 Zeichen eingeben.

Nachrichtenübersicht

GESAMT-ROUNDUP: Dämpfer für deutschen Export - Probleme mit China

08.09.2026 - 11:59:13
WIESBADEN (dpa-AFX) - Die deutsche Exportwirtschaft hat einen Dämpfer erhalten. Nach fünf Monaten Wachstum lag der kalender- und saisonbereinigte Wert der Exporte für Juli 0,8 Prozent unter dem Vormonat, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Die ausgeführten Waren hatten nach vorläufigen Berechnungen einen Wert von 138,2 Milliarden Euro. Verglichen mit dem Vorjahresmonat blieb ein deutliches Plus von 6,1 Prozent.

Auch die Importe nach Deutschland sind geschrumpft. Im Vergleich zum Juni ergibt sich ein Rückgang um 5,7 Prozent. Die eingeführten Waren hatten einen Wert von 116,9 Milliarden Euro. Der Außenhandelsüberschuss kletterte damit deutlich auf 21,3 Milliarden Euro, den höchsten Stand seit August 2024.

Verband sieht fragile Lage und Preiseffekte

Nach Einschätzung des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) zeigen die Zahlen, wie fragil die wirtschaftliche Lage weiterhin ist. Von einem stabilen Aufschwung könne keine Rede sein, erklärt BGA-Präsident Dirk Jandura. Er fordert: "Die deutsche Außenwirtschaft zeigt zwar weiterhin Widerstandskraft. Aber Widerstandskraft allein reicht nicht. Die Politik muss durch grundlegende Reformen den Standort stärken und die Unternehmen entlasten."

Der BGA warnte zudem davor, den Vorjahresvergleich zu positiv zu sehen. Man müsse auch die Preiseffekte berücksichtigen. Wenn die Exportpreise im Juli 4,2 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen, bedeute ein nominales Exportwachstum von 6,1 Prozent eben nicht, dass die exportierte Warenmenge im gleichen Umfang gestiegen sei. Bei den Importen sei der Preiseffekt noch stärker. "Hinter guten nominalen Zahlen steckt also nicht automatisch entsprechend mehr Absatz."

Zollabkommen mit den USA in Kraft

Wachstum erzielten die deutschen Anbieter vor allem im Geschäft mit den USA. Ausfuhren im Wert von 14,4 Milliarden Euro bedeuteten einen Zuwachs von 19,1 Prozent im Vergleich zum Juni und von sogar von 28,3 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat.

Ein Grund war das Inkrafttreten des Zollabkommens von Turnberry zwischen den USA und der Europäischen Union, wie die Deutsche Industrie- und Handelskammer erläutert. Die Einigung gilt zunächst bis 2029 und begrenzt die Zölle für die meisten EU-Einfuhren in die USA auf 15 Prozent, darunter auch Autos und Autoteile. Für europäischen Stahl und Aluminium in die USA werden 50 Prozent fällig. Umgekehrt erhebt die EU auf US-Waren keine Zölle.

Der BGA sieht auch eine zusätzliche US-Nachfrage nach deutschen Maschinen, Anlagen und Technologien im Zuge der Reindustrialisierung der US-Wirtschaft sowie der anhaltenden Investitionen in KI-Anwendungen und Rechenzentren.

Weniger Exporte nach China und UK

Rückläufig waren hingegen die deutschen Exporte in die Europäische Union, nach Großbritannien und nach China. In die Volksrepublik gingen noch Waren im Wert von 5,6 Milliarden Euro (-9,5 Prozent im Vergleich zum Juni). Als größter Importeur nach Deutschland lieferte China Waren im Wert von 15,2 Milliarden Euro, was ebenfalls einen Rückgang zum Vormonat um 7,5 Prozent bedeutete.

China baut globale Exporte aus

Im August hat China seine globalen Exporte ausgebaut, die zunehmend auch deutschen Anbietern Konkurrenz machen. Nach Angaben der Zollbehörde in Peking stiegen die Ausfuhren gegenüber demselben Vorjahresmonat in US-Dollar berechnet um 25 Prozent und damit noch einmal deutlicher als im Juli (23,9 Prozent). Auch die Importe legten kräftig zu und kamen im August auf ein Plus von 28,2 Prozent. Aus Deutschland wurde aber ein Rückgang um 9,7 Prozent registriert.

Chinas Handelsüberschuss weitet sich damit im Jahresverlauf seit Januar zusammengerechnet auf 805,5 Milliarden US-Dollar (derzeit etwa 693,6 Milliarden Euro) aus. 2025 hatte China einen Rekordüberschuss von 1,2 Billionen US-Dollar erreicht. Verkaufsschlager sind unter anderem Autos und elektronische Bauteile zum Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz.

Ungleichgewicht beseitigen?

Die USA wie auch die Europäische Union fordern schon länger, dass China die Schieflage im gegenseitigen Handelsverhältnis korrigiert. Seit Ende Juni verhandelt die EU mit Peking über Lösungen. Bis Oktober sollen konkrete Ergebnisse auf dem Tisch liegen. Auch zwischen Chinas Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump sind Gespräche anberaumt. Der Republikaner hatte Xi im Mai während seiner Peking-Reise für den 24. September ins Weiße Haus eingeladen. China bestätigte den Besuch bislang nicht.

Die Exportoffensive ist nicht zuletzt eine Reaktion auf die schwache Konsumstimmung in China selbst, die auch für deutsche Firmen ein Problem ist. "Was Unternehmen nach wie vor benötigen, ist eine kräftig anziehende Binnennachfrage", sagte der Chef der deutschen Auslandshandelskammer (AHK) in Nordchina, Oliver Oehms./ceb/DP/stk


Quelle: dpa-AFX
Seitenanfang