100 Jahre nach dem Great Miami Hurricane: Hurrikan in Florida könnte versicherte Schäden von USD 300 Mrd. oder mehr verursachen, schätzt Swiss Re Institute
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100 Jahre nach dem Great Miami Hurricane: Hurrikan in Florida
könnte versicherte Schäden von USD 300 Mrd. oder mehr verursachen,
schätzt Swiss Re Institute
16.09.2026 / 14:00 CET/CEST
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* Ein Hurrikan der Kategorie 5, der in Miami oder Tampa Bay auf
Land trifft, könnte laut Swiss Re Institute versicherte
Schäden von USD 300 Mrd. oder mehr verursachen - mehr als
jedes bisher verzeichnete versicherte Einzelschadenereignis
* Eine Wiederholung des Great Miami Hurricane von 1926, eines
Sturms der Kategorie 4, könnte heute versicherte Schäden von
rund USD 200 Mrd. verursachen
* Schon ein Unterschied von 20 Meilen beim Auftreffen auf das
Festland kann die Schadenhöhe erheblich verändern: Würde
Hurrikan Andrew heute denselben Verlauf nehmen wie 1992, lägen
die versicherten Schäden bei knapp USD 100 Mrd.
Zürich, 16. September 2026 - Im September vor hundert Jahren traf
der Great Miami Hurricane Südflorida und verwüstete die damals
junge, schnell wachsende Stadt Miami. Hundert Jahre später zeigt
eine neue Analyse des Swiss Re Institute, wie sehr sich das
Schadenpotenzial verändert hat: Ein Hurrikan der Kategorie 5, der
heute im Raum Miami oder Tampa Bay auf Land trifft, könnte
versicherte Schäden von USD 300 Mrd. oder mehr verursachen. Das
Szenario zeigt, wie Bevölkerungswachstum und die zunehmende
Konzentration von Vermögenswerten in exponierten Gebieten die
versicherten Naturkatastrophenschäden weltweit erhöhen.
Balz Grollimund, Head Catastrophe Perils bei Swiss Re, sagt: «Die
Atlantik-Hurrikansaison war bislang relativ ruhig. Doch ein
einziger grosser Sturm in einem stark exponierten Gebiet kann aus
einer ruhigen Saison eine sehr teure machen. Hundert Jahre nach
dem Great Miami Hurricane zeigt sich: Entscheidend ist nicht nur
die Stärke eines Hurrikans, sondern auch, was er auf seinem Weg
antrifft. Diese Erkenntnis reicht weit über Florida hinaus, denn
mit wachsender Bevölkerung und steigenden Vermögenswerten in
naturkatastrophengefährdeten Gebieten nimmt auch das Potenzial für
hohe versicherte Schäden zu.»
Bevölkerungswachstum und zunehmende Vermögenswerte haben das
Schadenpotenzial eines Hurrikans in Miami-Dade County in den
vergangenen hundert Jahren grundlegend verändert. Dade County
hatte 1926, als der Great Miami Hurricane eintraf, etwas mehr als
100 000 Einwohner. Heute leben rund 2,8 Millionen Menschen in
Miami-Dade County. Mehr als zwei Millionen Wohngebäude im
Grossraum Miami mit Wiederaufbaukosten von insgesamt über USD 600
Mrd. sind heute einem mindestens mittleren Risiko durch Hurrikan
bedingte Windschäden ausgesetzt.
Entscheidend ist, wo ein Hurrikan auf Land trifft. Hurrikan Andrew
traf 1992 rund 20 Meilen südlich von Miami als Sturm der Kategorie
5 auf Land. Dadurch blieb die deutlich grössere Konzentration
versicherter Sachwerte in Miami weitgehend verschont. Nach
Schätzungen des Swiss Re Institute könnte derselbe Verlauf heute
versicherte Schäden von knapp USD 100 Mrd. verursachen. Ein
Hurrikan der Kategorie 5, der Miami oder Tampa Bay direkt trifft,
könnte dagegen Schäden von USD 300 Mrd. oder mehr verursachen.
Hundert Jahre nach dem Great Miami Hurricane geht es auch um
Resilienz. Traditionelle und alternative Rückversicherung kann
wirksamer sein, wenn sie durch gute Katastrophenmodelle, einen
konsequenten Umgang mit Risikokonzentrationen und wirksame
Prävention unterstützt wird. Strengere Bauvorschriften und
windresistentes Bauen können dazu beitragen, Hurrikanschäden zu
begrenzen. Beim Hurrikan Ian 2022 hielten neuere Häuser in Florida
dank modernerer Baustandards besser stand; erneuerte und
sturmfestere Dächer reduzierten die Schadenanfälligkeit
zusätzlich.
Monica Ningen, CEO US P&C Reinsurance bei Swiss Re, sagt: «Das
starke Wachstum Floridas hat die Risikolandschaft verändert. Für
Versicherer, Gemeinden und Politik wird es deshalb immer wichtiger
zu verstehen, wie sich die Exponierung entwickelt. Strengere
Baustandards haben die Resilienz verbessert. Gleichzeitig nehmen
Bevölkerung und Vermögenswerte in exponierten Gebieten weiter zu.
Das Schadenpotenzial bleibt entsprechend hoch. Wirksame Prävention
und Risikomodellierung helfen, diese Risiken zu steuern.
Rückversicherung hilft Versicherern zudem, die Volatilität
schwerer Schadenereignisse abzufedern.»
So erhalten Sie diese sigma-Studie:
Die englische Ausgabe der sigma-Studie «The Great Miami Hurricane
at 100: hurricane loss potential in Florida exceeds USD 300
billion» steht als elektronische Publikation zur Verfügung und
kann hier heruntergeladen werden.
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Quelle: dpa-AFX