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Vance: Libanon ist nicht Teil der Waffenruhe mit dem Iran

08.04.2026 - 22:26:21
BUDAPEST/WASHINGTON/TEHERAN (dpa-AFX) - Anders als der Iran sieht US-Vizepräsident JD Vance den Libanon nicht in der vereinbarten Waffenruhe inbegriffen. Dass der Iran davon ausgehe, sei ein Missverständnis, sagte Vance in Budapest. "Weder wir noch die Israelis haben gesagt, dass dies Teil der Waffenruhe sein würde."

Vance machte deutlich, dass die USA derlei Versprechen nie auch nur angedeutet hätten. "Was wir gesagt haben, ist, dass sich der Waffenstillstand auf den Iran und die Verbündeten der USA konzentrieren würde". Dazu zählen laut Vance neben Israel auch die arabischen Golfstaaten.

Iran zweifelt am Sinn der Verhandlungen mit Washington

Vertreter der iranischen Führung sehen in den andauernden Angriffen Israels gegen die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon einen Verstoß gegen die Vereinbarung mit den USA. Auch nach Angaben des Vermittlers Pakistan gilt die Feuerpause ausdrücklich auch für den Libanon.

Kurz vor den Äußerungen von Vance zog der iranische Parlamentspräsident Mohammed-Bagher Ghalibaf die Sinnhaftigkeit der Verhandlungen mit den USA in Zweifel. Er warf Washington vor, noch vor Beginn der Verhandlungen ihre Zusagen gebrochen zu haben - dabei verwies er wieder auf den Libanon. Zudem beklagte er das Eindringen einer Drohne in den iranischen Luftraum sowie dass dem Iran das Recht darauf verweigert werde, Uran anzureichern. "Daher machen Verhandlungen über eine bilaterale Waffenruhe auch keinen Sinn", schrieb der ehemalige Militärkommandeur auf der Plattform X. Er soll Berichten zufolge auch die Verhandlungen mit den USA in Islamabad führen.

Auch Irans Präsident Massud Peseschkian bezeichnete die israelischen Angriffe auf den Libanon als unvereinbar mit den Vereinbarungen zum Waffenstillstand. "Eine zentrale Bedingung war auch der Waffenstillstand im Libanon", sagte er in einem Telefonat mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif. Er warnte, dass der Iran auf jeden Verstoß konsequent reagieren werde./jcf/DP/he


Quelle: dpa-AFX
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