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Nachrichtenübersicht

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 22.10.2026 - 17.05 Uhr

22.10.2026 - 17:09:40
USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bleiben überraschend unter 200.000

WASHINGTON - In den USA bleibt die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend unter 200.000. In der vergangenen Woche gingen die Hilfsanträge um 6.000 auf 194.000 zurück, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 200.000 Anträgen gerechnet.

Eurozone: Verbrauchervertrauen trübt sich stärker als erwartet ein

BRÜSSEL - Die Stimmung der Verbraucher in der Eurozone hat sich im Oktober erneut eingetrübt. Der Indikator für das Konsumklima fiel um 1,1 Punkte auf minus 17,9 Punkte, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt zwar einen Rückgang erwartet, aber nur auf minus 17,0 Punkte. Analysten sehen eine Ursache für den Stimmungsdämpfer in den zuletzt deutlich gestiegenen Spritpreisen.

Frankreichs Geschäftsklima hellt sich auf - Industriestimmung deutlich besser

PARIS - Die Stimmung in den Unternehmen in Frankreich hat sich im Oktober überraschend verbessert. Wie die Statistikbehörde Insee am Donnerstag in Paris mitteilte, ist der Indexwert für das Geschäftsklima um einen Punkt auf 97 Punkte gestiegen. Analysten hatten im Schnitt eine Bestätigung des Vormonatswerts bei 96 Punkten erwartet. Das Stimmungsniveau bleibt aber weiter unter dem Durchschnittswert von 100 Zählern.

Irans Revolutionsgarden melden Feuer an mehreren Öltankern

TEHERAN - Irans Revolutionsgarden haben Feuer an mehreren Öltankern in der Region der Straße von Hormus gemeldet. Vier Tanker seien beim Umladen von Öl auf andere Schiffe angegriffen worden und weitere drei Schiffe seien in der Nacht auf Minen aufgefahren, hieß es in einer Mitteilung der mächtigen Militärorganisation.

ROUNDUP: Behörde: Zwei Tote bei Angriff auf saudischen Flughafen Dammam

RIAD - Bei einem Angriff auf den Flughafen im saudi-arabischen Dammam sind zwei Menschen getötet worden. Wie die Luftfahrtbehörde auf der Plattform X mitteilte, wurden bei der Attacke am Mittwochabend acht weitere Menschen verletzt. Zudem sei Sachschaden entstanden, dessen Ausmaß noch ermittelt werde. Der Flughafen der Stadt am Persischen Golf war in diesem Monat schon einmal Ziel eines Angriffs der jemenitischen Huthi-Miliz gewesen. Auch dabei war es zu Sachschäden gekommen.

Nach Ausschreitungen: Le Pen legt in Umfrage für Präsidentschaft zu

PARIS - Frankreichs Rechtsnationale Marine Le Pen hat in der ersten Wahlumfrage zur Präsidentschaft seit den Ausschreitungen vom Wochenende weiter zugelegt. In der neuen Ifop-Umfrage mit Blick auf die Wahl im kommenden Frühjahr erreicht Le Pen je nach Kandidatenkonstellation 34 bis 38 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang, wie die im Auftrag der Sender LCI und Sud Radio sowie der Zeitung "Le Figaro" erstellte Umfrage ergab.

Macron vor neuen Protesten: Nur Gewerkschafts-Demos erlaubt

PARIS - In Frankreich sollen laut Präsident Emmanuel Macron an diesem Samstag nur von Gewerkschaften organisierte Demonstrationen erlaubt sein. "Überall dort, wo wir können, werden wir verbieten", sagte Macron nach Beratungen mit Sicherheitsbehörden im Élysée-Palast. Versammlungen, die Personen oder Gruppen beantragen, "die dafür keinerlei Legitimität haben", würden die Präfekten untersagen.

Jeder dritte Mittelständler in Deutschland verschiebt Investitionen

FRANKFURT - Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland tun sich weiterhin schwer mit Investitionen. Gerade einmal 40 Prozent aller 3,9 Millionen Mittelständler haben im Jahr 2025 Investitionsprojekte umgesetzt, wie aus einer Analyse der Förderbank KfW hervorgeht. Auch im laufenden Jahr stockt es: Ein Drittel der Unternehmen (33 Prozent) und damit so viele wie nie zuvor gaben bei einer Befragung im September an, für 2026 geplante Investitionen verschoben oder in geringerem Umfang umgesetzt zu haben.

ROUNDUP 2: Länder dringen auf Senkung der Stromsteuer für alle

BERLIN - Aus dem Kreis der Bundesländer wächst der Druck auf die Bundesregierung, jetzt rasch die Stromsteuer für private Haushalte und alle Unternehmen zu senken. "Die Energiekosten sind für viele inzwischen zu einer enormen Belastung geworden", sagte Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst vor Beginn der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin. "Wir brauchen jetzt die Stromsteuersenkung für alle - und zwar möglichst schnell. Für die privaten Haushalte, Handwerk, Handel und Dienstleistungsunternehmen", betonte der CDU-Politiker.

ROUNDUP: Steuereinnahmen ziehen an - Klingbeil: keine Etat-Entlastung

BERLIN - Die Konjunktur zieht leicht an, die Steuereinnahmen auch - doch Finanzminister Lars Klingbeil bekommt für seinen Bundeshaushalt kaum mehr Spielraum. Zwar ergibt die aktuelle Steuerschätzung für das kommende Jahr allein für den Bund 4,1 Milliarden Euro mehr als erwartet. Gleichzeitig darf die Regierung wegen der besseren Wirtschaftslage aber wohl keine so hohe Schulden machen, wie der SPD-Chef geplant hatte. Zusatzwünsche wie die Senkung der Stromsteuer werden damit allein durch das Steuerplus voraussichtlich nicht finanzierbar sein.

Kundenhinweis:
ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/la


Quelle: dpa-AFX
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