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Bulgarien: Sabotage bei Explosion in Munitionslager möglich

13.09.2026 - 09:31:01
SOFIA (dpa-AFX) - Das bulgarische Innenministerium schließt Sabotage bei einem Brand in einem Munitionslager nahe Gabrowo im mittleren Teil des Landes nicht aus. Dies ist die zweite Explosion innerhalb von gut einem Monat an einem Standort des bulgarischen Rüstungsunternehmens Emko, das Munition an die Ukraine geliefert hatte. Bei dem Vorfall am Standort Gorni Warpischta in der Nacht zum Samstag wurde niemand verletzt.

"Wir schließen eine Einwirkung von außen nicht aus, aber wenn man die Lagerbedingungen nicht einhält (...) schließt das eine das andere nicht aus", sagte Innenminister Iwan Demerdschiew vor Ort. Er nannte Russland nicht ausdrücklich. Jedes Munitionslager in Bulgarien solle nun hinsichtlich der Sicherheitsvorkehrungen kontrolliert werden, kündigte der Innenminister an.

Angesichts einer Reihe von Vorfällen in Einrichtungen von Rüstungsunternehmen in EU-Staaten, die die Ukraine im russischen Angriffskrieg unterstützen, forderte der prowestliche Oppositionsverband Demokratisches Bulgarien (DB) eine Ermittlung zu einer "russischen Verbindung" der Explosionen an Emko-Standorten.

Vorfälle in EU-Staaten: Brände und Explosionen

In einer Munitionsfabrik unweit der italienischen Hauptstadt Rom war es am 13. August nach einem Brand zu einer Explosion gekommen. Die genaue Ursache des Vorfalls war vorerst nicht bekannt. Ebenfalls im August soll ein Gebäude des estnischen Rüstungsunternehmens Milrem Robotics in Tallinn durch ein Feuer stark beschädigt worden sein. In Rumänien, das eine Grenze zur Ukraine hat, erklärte der Nachrichtendienst SRI am 8. September, eine von Russland koordinierte Sabotageoperation verhindert zu haben.

Größeres Muster?

Die Explosionen an Standorten des Emko-Unternehmens in Bulgarien könnten sich in ein größeres Muster mutmaßlicher oder bestätigter Sabotageakte gegen die militärischen Lieferketten der Ukraine auf Nato-Gebiet einfügen. Es fällt zudem auf, dass es bei dem aktuellen Vorfall im Emko-Lager sowie am 10. August keine Todesopfer gab. In bulgarischen Munitionslagern, die mit Emko in Verbindung stehen sollen, gab es schon von 2011 bis 2020 Explosionen, bei denen auch Munition zerstört wurde./el/DP/zb


Quelle: dpa-AFX
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