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ROUNDUP: Bericht: Trump-Vertrauter übernimmt deutsche Tanklager

23.01.2026 - 16:37:28
BERLIN (dpa-AFX) - Ein enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump kontrolliert einem Medienbericht zufolge nun einen Teil der deutschen Energieinfrastruktur. Dabei geht es um Tanklager und Pipelines. Hintergrund ist die Übernahme der Firma TanQuid durch das US-Unternehmen Sunoco LP - dies ist eine Tochterfirma des US-Konzerns Energy Transfer. Deren Chef ist der US-Milliardär Kelcy Warren, laut "Spiegel" ein Spender der "Make America Great Again"-Bewegung und enger Vertrauter Trumps.

Das Bundeswirtschaftsministerium gab den Erwerb der Firma TanQuid durch Sunoco unter Auflagen frei. Auf der Webseite von TanQuid heißt es, am 16. Januar 2026 habe Sunoco LP die Übernahme von TanQuid erfolgreich abgeschlossen. Nach Angaben von Sunoco ist TanQuid der größte unabhängige Terminalbetreiber Deutschlands mit 15 Terminals in Deutschland und einem Terminal in Polen. Durch die Akquisition erweitere Sunoco seine Präsenz in Europa.

Ministerium: Strenge Auflagen

Das Bundeswirtschaftsministerium prüfte zur TanQuid-Übernahme, ob der Erwerb voraussichtlich die öffentliche Ordnung oder Sicherheit Deutschlands oder eines anderen EU-Mitgliedstaates beeinträchtigt. Im Ergebnis gab das Ministerium den Erwerb frei - unter "strengen Auflagen", wie eine Sprecherin sagte. Es gehe zum Beispiel um die durchgängige Versorgung mit Tanklagerkapazitäten.

Die Geschäftstätigkeit von TanQuid bestehe im Betrieb von Tanklagern in Deutschland und Polen und hauptsächlich der Belieferung der Mineralindustrie, sagte die Sprecherin. Mit Sunoco werde der Konzern durch ein führendes, erfahrenes international agierendes Unternehmen im Bereich Infrastruktur und Kraftstoffvertrieb übernommen.

Laut "Spiegel" kontrolliert Sunoco damit rund ein Fünftel der deutschen Tanklagerkapazitäten und mehr als tausend Kilometer strategisch bedeutsamer Pipelines. Dazu gehörten auch 49 Prozent einer Fernleitungs-Betriebsgesellschaft, die TanQuid bisher managte. Diese liefere das Kerosin für deutsche Militärflugplätze, darunter Büchel, wo US-amerikanische Atomwaffen lagern sowie der Fliegerhorst Neuburg, von dem Eurofighter aufsteigen, wenn unbekannte Flugobjekte in den deutschen Luftraum eindringen.

Kritik

"Diese militärische Infrastruktur ist für die Einsatzfähigkeit der Luftwaffen extrem wichtig - dass sie jetzt zu 49 Prozent einem US-Unternehmen gehört, ist politisch hochbrisant", sagte Jacopo Maria Pepe von der Stiftung Wissenschaft und Politik dem "Spiegel".

Aufgrund etwa der Zollpolitik Trumps und der Bestrebungen, Grönland zu kaufen, sind die transatlantischen Beziehungen schwieriger geworden.

Der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner sprach von einer völlig unverständlichen Entscheidung, die die Bundesregierung getroffen habe. "Wir müssen unsere Abhängigkeit von den USA verringern und nicht vergrößern. Wichtige Infrastruktureinrichtungen gehören nicht in russische, amerikanische oder chinesische Hände."

Die Bundesregierung hätte diesen Deal niemals genehmigen dürfen, sagte Nina Noelle von Greenpeace dem "Spiegel". Sie gebe kritische Energieinfrastruktur in die Hände eines fossilen US-Konzerns und schlage alle berechtigten sicherheits- und klimapolitischen Bedenken in den Wind./hoe/DP/mis


Quelle: dpa-AFX
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