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Nachrichtenübersicht

OTS: Coface Deutschland / Coface-Studie: Langsame Entscheidungen bremsen ...

24.08.2026 - 13:12:17
Coface-Studie: Langsame Entscheidungen bremsen Wachstum deutscher
Unternehmen
Mainz (ots) - Langsame Entscheidungsprozesse entwickeln sich für Unternehmen
zunehmend zum Wettbewerbsnachteil. Das zeigt eine internationale Studie des
Kreditversicherers Coface unter Führungskräften in 13 Ländern. Weltweit
betrachten 68 Prozent langsame Entscheidungen als Wachstumshemmnis, in
Deutschland sind es 73 Prozent. Gleichzeitig sehen 81 Prozent der deutschen
Befragten einen grundsätzlichen Zielkonflikt zwischen Wachstumsambitionen und
Risikodisziplin. Weltweit sind es lediglich 62 Prozent.

"Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass erfolgreiche Unternehmen Risiken
nicht um jeden Preis vermeiden. Sie schaffen vielmehr die Voraussetzungen, um
Risiken schnell zu bewerten und Chancen entschlossen zu nutzen. Genau darin
liegt heute ein entscheidender Wettbewerbsvorteil", sagt Christian Stoffel,
Coface-CEO für die Region Nordeuropa.

Risikomanagement soll Wachstum ermöglichen

Dennoch bleibt das Spannungsfeld zwischen Wachstum und Kontrolle groß: Jede
zweite weltweit befragte Führungskraft hält ein "Nein" zu neuen
Geschäftsmöglichkeiten für sicherer als die Suche nach einem tragfähigen "Ja".
Zudem geben 59 Prozent an, dass Einwände von Risiko- und Finanzteams häufig als
Hindernis für Wachstum verstanden werden.

Gleichzeitig verändern sich die Erwartungen an das Risikomanagement. Zwar nehmen
weltweit bislang nur 24 Prozent Risiko- und Finanzteams als strategische
Wachstumspartner wahr. Bereits 60 Prozent sehen in ihnen jedoch Wegbereiter für
zusätzliches Wachstum. Für die kommenden drei bis fünf Jahre erwarten 44 Prozent
aller Befragten, dass Risiko- und Finanzteams die Rolle strategischer
Wachstumspartner übernehmen werden.

Deutsche Unternehmen tun sich noch schwer

Die hohe Bedeutung, die deutsche Unternehmen der Risikodisziplin beimessen,
prägt auch die Wahrnehmung von Risiko- und Finanzteams. Während 81 Prozent der
Befragten aus Deutschland Wachstumsambitionen und Risikodisziplin als schwer
vereinbar ansehen, verbinden 40 Prozent diese Funktionen weiterhin vor allem mit
Schutz und Kontrolle. Nur 19 Prozent sehen sie bereits als strategische
Wachstumspartner.

Ebenso gering ist die frühe Einbindung: Lediglich 19 Prozent der deutschen
Unternehmen beziehen Risiko-Teams schon in der Entstehungsphase von
Wachstumsentscheidungen ein. "Unternehmen in Deutschland verfügen über klare
Strukturen und eine ausgeprägte Risikodisziplin. Entscheidend wird sein, Risiko-
und Finanzteams früher in Wachstumsentscheidungen einzubinden, damit aus
Vorsicht keine Wachstumsbremse wird", sagt Christian Stoffel. Zentrale
Voraussetzung dafür ist eine belastbare Datenbasis.

Bessere Daten für schnellere Entscheidungen

Weltweit verfügen jedoch viele Unternehmen noch nicht über die notwendige
Datengrundlage für schnelle Entscheidungen. Mehr als die Hälfte berichtet von
fragmentierten Risikodaten, während nur 20 Prozent auf eine einheitliche
Datenbasis über verschiedene Märkte hinweg zugreifen können. Entsprechend wächst
die Bedeutung externer Partner, die Unternehmen mit Informationen, Analysen und
Prognosen unterstützen. 77 Prozent aller Befragten erwarten von ihnen vor allem
vorausschauende Markt- und Risikoeinschätzungen, die dabei helfen, Chancen
früher zu erkennen und Risiken besser einzuschätzen.

Über die Studie

Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut Coleman Parkes für Coface
insgesamt 1.250 Führungskräfte aus 13 Ländern, die an Entscheidungen im Risiko-
und Finanzmanagement beteiligt sind. Darunter befanden sich CFOs, CROs, Finanz-
und Risikodirektoren aus Unternehmen verschiedener Branchen und Größen.

Weitere Informationen sowie die gesamte Studie zum Download:
https://www.coface.de

Pressekontakt:

Coface, Niederlassung in Deutschland
Sebastian Knierim - Pressesprecher -
Tel. 06131/323-335
mailto:sebastian.knierim@coface.com
http://www.coface.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/51597/6338837
OTS: Coface Deutschland


Quelle: dpa-AFX
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