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BERLIN --(BUSINESS WIRE)-- 06.03.2026 --
Anlässlich des Internationalen Frauentags (8. März) wird die deutsche Politik gewarnt, dass Restriktionen bei oralen Nikotinbeuteln Frauen einer Innovation berauben, die mit einem der weltweit stärksten Rückgänge des Rauchens bei Frauen in Verbindung steht.
Die Warnung erfolgt parallel zur Veröffentlichung von Empowerment in a Pouch, einem neuen Bericht, der dokumentiert, wie der Zugang zu tabakfreien Nikotinbeuteln insbesondere bei Frauen den Fortschritt Schwedens auf dem Weg zur Rauchfreiheit beschleunigt hat.
„Die in Schweden gemachten Erfahrungen zeigen was passiert, wenn Frauen realistische Alternativen zum Rauchen zur Verfügung stehen“ so Professorin Marewa Glover, Verhaltensforscherin und Mitautorin. „Wenn sicherere Optionen zugänglich und klar reguliert sind, geben viele Frauen das Rauchen auf. Werden die Produkte jedoch in eine rechtliche Grauzone gedrängt, bleiben Zigaretten weiterhin die einfachste Option.“
In Deutschland sind tabakfreie orale Nikotinbeutel faktisch vom Markt ausgeschlossen, da sie von den Behörden als nicht zugelassene „neuartige Lebensmittel“ oder Arzneimittel eingestuft werden. Maßnahmen zur Durchsetzung dieser Vorschriften haben den legalen Verkauf unterbunden, während Zigaretten weiterhin flächendeckend erhältlich sind und risikoärmere Alternativen in einer regulatorischen Grauzone feststecken. Angesichts einer Raucherquote von Frauen in Deutschland von rund 27,3 % laufen weiterhin Millionen von Frauen Gefahr, an vermeidbaren Krankheiten zu erkranken und vorzeitig zu sterben.
In dem Bericht werden die Folgen der Einführung von Nikotinbeuteln in Schweden im Jahr 2016 aufgezeigt:
- Die Raucherquote unter Frauen ist um beinahe 50 % zurückgegangen und ist nun eine der niedrigsten weltweit.
- Die Raucherentwöhnungsrate bei Frauen ist um etwa das Dreifache gestiegen. Damit ist Schweden auf dem besten Weg, das erste rauchfreie Land zu werden (weniger als 5 % der Erwachsenen rauchen täglich).
- Laut Statistiken der WHO sinkt die Zahl der Raucherinnen in Schweden sechsmal schneller als in anderen europäischen Ländern.
Nikotinbeutel enthalten keinen Tabak und es findet keine Verbrennung statt. Wenn sie unter der Lippe verwendet werden, geben sie Nikotin in pharmazeutischer Qualität ohne Rauch, Dampf oder Geruch ab. Umfragedaten und Fokusgruppen belegen, dass Frauen ihre Diskretion, die einfache Anwendung und die Vereinbarkeit mit dem Berufs- und Familienleben schätzen.
Die Teilnehmerinnen der Studie stuften Nikotinbeutel als das wirksamste Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung ein, noch vor Vapes und herkömmlichen Nikotinersatztherapien. Frauen bewerteten Beutel fast dreimal besser als Vapes und 56 % besser als Nikotinkaugummi.
„Da Deutschland mehr Kohärenz in der Nikotinpolitik anstrebt, wird es entscheidend sein, hier Klarheit zu schaffen“, sagte Dr. Delon Human, Mitautor und ehemaliger Generalsekretär der World Medical Association. „Regulierung sollte relative Risiken widerspiegeln. Wenn rauchfreie Produkte weiterhin in einer Grauzone bleiben, besteht die Gefahr, dass das Rauchen verfestigt wird und Frauen der Zugang zu Hilfsmitteln verwehrt bleibt, die sich andernorts als transformativ erwiesen haben.“
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Jessica Perkins
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