Informationen zu Cookies und lokalen Einstellungen

Cookies und lokale Einstellungen sind kleine Datenpakete, die es uns und Ihnen erleichtern eine optimal bedienbare Web-Seite anzubieten. Sie entscheiden, welche Cookies und lokale Einstellungen sie zulassen und welche sie ablehnen.

Der Anbieter der Anwendung ist Ihre jeweilige Volksbank und Raiffeisenbank.

Informationen zum Datenschutz entnehmen Sie bitte den Datenschutzhinweisen Ihrer jeweiligen Volks- und Raiffeisenbank.

Notwendige Cookies helfen dabei, Ihnen die Funktionen der Webseite zugängig zu machen, indem sie Grundfunktionen die zuletzt angesehen Wertpapiere und Ihre Entscheidung für oder gegen die Nutzung der jeweiligen Cookies speichert. Die Webseite wird ohne diese Cookies nicht so funktionieren, wie es geplant ist.

Name Anbieter Zweck Ablauf Typ Empfänger der Daten  
CookieConsent9038 VR Bank im südlichen Franken eG Um diese Cookiebar auszublenden. 1 Jahr Server-Cookie Infront Financial Technology GmbH
Die Cookie-Erklärung wurde das letzte Mal am 27.05.2026 von Infront Financial Technology GmbH aktualisiert.

VR Bank im südlichen Franken eG

Bitte mindestens 3 Zeichen eingeben.

Nachrichtenübersicht

ROUNDUP: Kreml droht Armenien mit Gas-Entzug wegen EU-Plänen

27.05.2026 - 14:25:48
MOSKAU/ERIWAN (dpa-AFX) - Kurz vor der Parlamentswahl in der Südkaukasusrepublik Armenien erhöht Russland den politischen und wirtschaftlichen Druck auf den langjährigen Partner, um dessen Annäherung an die EU zu verhindern. Moskau drohe mit der Kündigung eines günstigen Liefervertrags für Gas, Ölprodukte und unbearbeitete Diamanten, berichtete die russische Tageszeitung "Kommersant".

"Die andauernden praktischen Schritte zur Vertiefung der Zusammenarbeit Armeniens mit der Europäischen Union und das von der armenischen Regierung deklarierte Streben nach einem EU-Beitritt gefährden Russlands und Armeniens Kooperation bei Handel, Wirtschaft und Investitionen", zitiert das Blatt einen Brief aus dem russischen Energieministerium an das armenische Infrastrukturministerium.

Kreml: Rabatt für Armenien auf Kosten Russlands

Die EU-Beitrittsbemühungen Armeniens liefen dem partnerschaftlichen Verhältnis mit Moskau zuwider. Die Folge könnte die Kündigung von Verträgen sein, heißt es demnach in dem Brief. Während Eriwan den Erhalt des Briefs zunächst dementierte, bestätigte Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa ein entsprechendes Schreiben. Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte auf Nachfrage, dass der Rabatt für Armenien auf Kosten Russlands erfolge. Es sei unklar, ob die EU-Mitgliedschaft den Armeniern solche Vorteile bieten könne wie die Partnerschaft mit Russland.

Ein 2013 geschlossener Liefervertrag sieht den zollfreien Verkauf wichtiger Rohstoffe an Armenien vor. Gerade beim Gas ist das Land stark von Russland abhängig. Sollte Russland keine Vergünstigungen mehr geben, drohen dem finanziell angeschlagenen Kaukasusstaat schwere Zeiten. Zwar erklärte Regierungschef Nikol Paschinjan, Armenien werde dann die Gaslieferungen aus dem Iran erhöhen, doch die Kapazität der Pipeline ist begrenzt. Zuletzt hatte Russland bereits die Einfuhr einer Reihe von armenischen Lebensmitteln ins Land gestoppt - angeblich wegen Qualitätsmängeln.

Regierungschef Paschinjan wegen Niederlage im Krieg angeschlagen

In Armenien steht am 7. Juni eine wichtige Parlamentswahl bevor. Regierungschef Paschinjan hofft auf eine Fortsetzung seiner Amtszeit, steht allerdings nach der Niederlage im Krieg gegen den Nachbarn Aserbaidschan um die Konfliktregion Bergkarabach innenpolitisch unter Druck.

Armenien strebt seit einiger Zeit in Richtung EU. Nach einem Gipfeltreffen in der Hauptstadt Eriwan hieß es, dass Armenien und die EU künftig enger zusammenarbeiten wollen vor allem bei den Themen Sicherheit und Verteidigung sowie Projekten in den Bereichen Energie, Verkehr und Digitales.

Ein Treffen zwischen Paschinjan und Russlands Präsident Wladimir Putin war jüngst in eine Debatte über politische Freiheiten gemündet. Als der Kremlchef Paschinjan vorwarf, die prorussische Opposition zu unterdrücken, schoss dieser scharf zurück: In Armenien werde niemand wegen seiner politischen Haltung eingesperrt oder das Internet blockiert, sagte Paschinjan - ein klarer Verweis auf entsprechende Zustände in Russland.

Von Moskauer Propagandisten kamen in dem Zusammenhang mehrfach Drohungen, dass Armenien den Weg der Ukraine nehme. Gegen die Ukraine führt Russland seit mehr als vier Jahren Krieg./bal/DP/jha


Quelle: dpa-AFX
Seitenanfang