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HINTERGRUND: Wirtschaftshoffnung treibt Dax über 25.000-Punkte-Marke

07.01.2026 - 09:54:58
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Mittwoch zum ersten Mal in seiner gut 37-jährigen Geschichte die runde Marke von 25.000 Punkten geknackt. Nach einem Kursanstieg um rund 23 Prozent im vergangenen Jahr knüpft der deutsche Leitindex 2026 an seinen starken Lauf an. Rückenwind kommt auch von den US-Börsen, wo der Dow Jones Industrial mit den 50.000 Punkten ebenfalls auf seine nächste Tausendermarke zusteuert.

Was treibt aktuell die Börsen?

Mit der US-amerikanischen Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank haben 2024 wichtige Notenbanken die Zinswende nach unten eingeleitet. Die Inflation in der größten Volkswirtschaft der Welt, den USA, und in der Eurozone scheint unter Kontrolle, "billigerem" Zentralbankgeld stand damit nichts mehr im Weg. Damit werden Kredite für Investitionen durch Unternehmen sowie für größere Anschaffungen durch Konsumenten günstiger, was die Konjunktur ankurbeln sollte. Hinzu kommen die Infrastruktur- und Rüstungsmilliarden des deutschen Staates, die so langsam auch bei den Unternehmen ankommen. Das Geschäftsumfeld verbessert sich also. Laut Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank hilft auch, dass es wegen der US-Attacke auf Venezuela nicht zu einem militärischen Konflikt gekommen ist und die Aussicht auf weiter sinkende Ölpreise besteht.

Wieso aber steigt auch der Dax trotz einer trägen deutschen Wirtschaft immer weiter?

Die Rally des Dax steht scheinbar im Widerspruch zur zuletzt eher tristen Konjunkturlage in Deutschland. 2023 und 2024 schrumpfte die Wirtschaftsleistung. Für 2025 erwarten führende Forschungsinstitute nur eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von 0,2 Prozent. Im internationalen Vergleich hinkt die deutsche Volkswirtschaft damit hinterher. Doch die 40 im Leitindex gelisteten Konzerne sind global tätig und erzielen damit ihre Erlöse größtenteils im Ausland. Und in Deutschland sollen schon bald positive Impulse von dem 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen, das über neue Schulden finanziert wird, für zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur und den Klimaschutz ausgehen; die Börse hat die wohl schon zum Teil vorweggenommen. Auch in die Rüstung fließt inzwischen deutlich mehr Geld.

Welche deutschen Unternehmen sind die Treiber?

Aktien aus den Bereichen Rüstung, Künstliche Intelligenz und Infrastruktur haben sich 2025 besonders gut geschlagen und so den Dax angetrieben. Auch Anfang 2026 sind viele von ihnen vorne dabei, etwa Rheinmetall und Siemens Energy . Der Energietechnikkonzern erlebt einen Boom. Die Geschäfte mit Gasturbinen laufen ebenso rund wie die Netztechnik. Befeuert wird die Nachfrage von dem enormen Strombedarf für Rechenzentren im Zuge des KI-Booms. Die deutschen Infrastrukturmilliarden treiben mittlerweile aber auch die Nachfrage etwa bei IT-Dienstleistern an: Der Staat investiert wieder mehr in die Digitalisierung und auch kleinere und mittelständische Unternehmen stecken tendenziell wieder mehr Geld in neue Technik und Software, wenn sich die Geschäftsperspektiven aufhellen.

Was bedeutet das für die Menschen in Deutschland?

Es empfiehlt sich für Privatanleger dennoch nicht, einfach die im vergangenen Jahr am besten gelaufenen Unternehmen zu kaufen - trotz der Börsenweisheit "the trend is your friend" - ein Trend hält oft länger an als gedacht. Aber freilich können auch Verlierer von heute die Gewinner von morgen sein, wenn sich die Situation grundlegend ändert. Gerade Siemens Energy dient als Beispiel: Wegen Problemen bei der spanischen Windkrafttochter Siemens Gamesa zählten die Anteilsscheine 2023 zu den schwächsten Werten im Dax.

Was empfehlen Fachleute?

In der Regel sind Anleger besser beraten, wenn sie ihre Risiken etwa mit börsengehandelten Fonds (ETFs) breit streuen. Insbesondere ein Fokus allein auf Deutschland kann sich als nachteilig erweisen, wenn sich Anleger hierzulande auf die vermeintlich vertraute Umgebung beschränken und so Risiken eingehen oder Chancen verpassen. Laut dem Geld-Ratgeber Finanztip etwa ist ein Sparplan auf einen weltweiten ETF für den langfristigen Vermögensaufbau geeignet.

Wo liegen die Risiken?

Geopolitische Spannungen können die Märkte jederzeit wieder unter Druck setzen, etwa ein erneutes Hochkochen der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China oder der EU und China. Auch der Taiwan-Konflikt sollte nicht vergessen werden, sollte China wirklich versuchen, sich den Inselstaat einzuverleiben. Und eine Lösung des Ukraine-Krieges erscheint angesichts Russlands Gebaren zumindest kurzfristig unwahrscheinlich. Derweil wachsen im Streit um Grönland die Spannungen zwischen den USA und Dänemark, angesichts einer zunehmen scharfen Wortwahl des US-Präsidenten Donald Trump, der die rohstoffreiche Insel gerne unter Kontrolle der US hätte.

Auch die teils sehr hohen Bewertungen vieler Technologieunternehmen im Zuge des Hypes um Künstliche Intelligenz (KI) bergen Risiken, denn die Erwartungen sind hoch, dass die Unternehmen künftig viel Geld mit KI verdienen. Das gelingt aber noch nicht allen, viele Geschäftsmodelle müssen sich erst noch beweisen, wenngleich die Lage deutlich robuster ist als vor dem Platzen der Dotcom-Blase Anfang des Jahrtausends. Dennoch befürchtet manch ein Beobachter, dass hier bald heiße Luft entweichen und die Kurse weltweit unter Druck setzen könnte. Allerdings wäre das dann wohl eher eine Kurskorrektur, die neue Chancen eröffnen könnte - etwa auch durch eine Rotation von Kapital wieder in eher klassische Konjunkturprofiteure./la/mis/zb/jha/tih

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---


Quelle: dpa-AFX

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