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Aktien New York Ausblick: Konsolidierung - Geldpolitik rückt in den Fokus

01.07.2026 - 14:42:34
NEW YORK (dpa-AFX) - An den New Yorker Börsen zeichnet sich nach zwei guten Tagen am Mittwoch eine Konsolidierung ab. Die Anleger warten gespannt auf mögliche Aussagen des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh über den weiteren geldpolitischen Kurs. Er nimmt am Notenbankentreffen im portugiesischen Sintra teil.

Eine Stunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Nasdaq 100 0,5 Prozent tiefer auf 30.115 Punkte. Den Leitindex Dow Jones Industrial erwartet IG 0,3 Prozent im Minus bei 52.165 Punkten. Vor allem an der Technologiebörse Nasdaq war es mit den Aktienkursen zuletzt deutlich bergauf gegangen, was deren Indizes eine herausragende Bilanz für das erste Halbjahr 2026 bescherte.

Die Finanzmärkte wetten zunehmend auf eine US-Leitzinsanhebung, welche festverzinsliche Wertpapiere im Vergleich zu Aktien begünstigen würde, auf der Ende Juli anstehenden Sitzung. Noch geht aber eine klare Mehrheit davon aus, dass die Währungshüter den aktuellen Zinssatz beibehalten werden.

Justin Onuekwusi, oberster Anlagestratege bei St. James's Place, rechnet ebenfalls nicht mit einer geldpolitischen Straffung im Juli. "Im letzten Quartal sind die Ölpreise gefallen, was es für eine Zentralbank schwierig macht, auf die Bremse zu treten und in dieser Situation mit Zinserhöhungen zu beginnen", begründete er seine Einschätzung. Für die September-Sitzung halten sich die Erwartungen einerseits für eine Anhebung und andererseits für eine Beibehaltung oder Senkung allerdings bereits die Waage.

In diesem Zusammenhang wirft der für die Geldpolitik wichtige monatliche Arbeitsmarktbericht seinen Schatten voraus. Er wird üblicherweise am ersten Freitag des Folgemonats veröffentlicht. Doch da der Nationalfeiertag am 4. Juli diesmal auf den Samstag fällt, wird er bereits am Freitag davor begangen, weshalb die US-Börsen dann geschlossen bleiben. Daher zieht die Regierung die Veröffentlichung des Berichts auf Donnerstag vor. Dass die US-Privatwirtschaft im Juni weniger neue Stellen geschaffen hat als prognostiziert, bewegte die US-Aktienindizes vor Handelsbeginn wenig.

An der Nasdaq hängen Wohl und Wehe wie schon bisher auch stark vom Thema Künstliche Intelligenz (KI) und dessen Profiteuren aus dem heiß gelaufenen Halbleitersektor ab. Hier überwiegen zur Wochenmitte wieder einmal Gewinnmitnahmen. Die Aktien von Sandisk , deren Wert sich seit Jahresbeginn schon mehr als verneunfacht hat, sanken vorbörslich um 4,7 Prozent. Verluste von 3,3 und 2,1 Prozent zeichnen sich bei den ebenfalls extrem gut gelaufenen Titeln von Micron und Marvell ab.

Dagegen setzten die Aktien von Bloom Energy mit einem Kurssprung von 7,2 Prozent ihre am Vortag begonnene Erholung fort. Der Energiedienstleister und Brennstoffzellen-Spezialist sowie der Investmentgigant Brookfield gaben einen Ausbau ihrer strategischen Infrastruktur-Partnerschaft im Bereich KI bekannt. Dafür will Brookfield sein Finanzierungsvolumen auf 25 Milliarden US-Dollar verfünffachen.

Außerhalb der Technologiebranche mussten die Aktionäre von Nike einen vorbörslichen Kursrückgang von 0,9 Prozent verkraften. Der Sportwarenriese übertraf mit seinem Quartalsbericht zwar trotz des erneuten Rückgangs im chinesischen Markt überwiegend die Erwartungen. Doch trotz eines Schubs durch die Fußball-WM konstatierte der Adidas -Rivale eine insgesamt trübe Branchenstimmung. Analysten zeigten sich von den Zielen für das laufende Quartal enttäuscht.

Für die Anteile von Constellation Brands ging es hingegen um 2,1 Prozent hoch. Der Brauereikonzern überzeugte die Anleger mit seinen Quartalszahlen. Ähnliches galt für den Lebensmittelhersteller General Mills , dessen Aktien nach dem Zwischenbericht auf eine Erholung von 3,7 Prozent zusteuern. Damit würden sie den jüngsten Rücksetzer wieder wettmachen./gl/jha/


Quelle: dpa-AFX

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