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Iran nennt Hindernis für Gespräche - schließt sie aber nicht aus

20.04.2026 - 21:57:13
TEHERAN (dpa-AFX) - Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat den USA neue Vorwürfe gemacht - eine neue Verhandlungsrunde aber nicht explizit ausgeschlossen. "Die Provokationen, die Drohrhetorik und die anhaltenden Verstöße der USA gegen die Waffenruhe, insbesondere die Angriffe auf iranische Handelsschiffe, sind ein erhebliches Hindernis für eine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses", sagte er einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge in einem Telefonat mit seinem pakistanischen Amtskollegen. "Der Iran wird die Umstände genauestens abwägen und dann über den weiteren Weg entscheiden."

Irans Außenamtssprecher hatte zuvor bei einer Pressekonferenz in Teheran gesagt, der Iran habe noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant, so der Sprecher.

Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar appellierte an Araghtschi, den Dialog schnellstmöglich fortzusetzen, um Frieden sowie Stabilität in der Region zu fördern, wie das Außenministerium auf der Plattform X zu dem Telefonat mitteilte. Ähnlich hatte er sich bereits in einem Telefonat am Sonntag geäußert.

US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag vor dem Hintergrund der am Mittwoch auslaufenden Waffenruhe mitgeteilt, erneut eine Delegation für Verhandlungen nach Islamabad zu schicken. Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person, dass die US-Delegation plane, "bald" nach Pakistan aufzubrechen.

Vor gut einer Woche fand in Islambad bereits eine erste Verhandlungsrunde hochrangiger Vertreter aus Washington und Teheran statt. Die Gespräche endeten jedoch ohne Ergebnis./mar/DP/he


Quelle: dpa-AFX
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