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Devisen: Eurokurs gibt etwas nach

21.07.2026 - 17:04:19
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Dienstag etwas nachgegeben. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1407 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte sie noch etwas höher notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1418 (Montag: 1,1426) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8758 (0,8751) Euro.

Die am Nachmittag erneut gestiegenen Rohölpreise haben den Dollar etwas gestützt. Angesichts des wieder aufgeflammten Iran-Kriegs sieht die Internationale Energieagentur (IEA) die weltweite Ölversorgung zunehmend unter Druck. "Die Eskalation der Feindseligkeiten, von der die Straße von Hormus und die Energieinfrastruktur in der Region betroffen sind, verstärkt die Sorgen um die Versorgungssicherheit und die Unsicherheit hinsichtlich der Marktaussichten", sagte IEA-Direktor Fatih Birol in einer am Dienstag auf der Internetseite des Interessenverbands von Industriestaaten veröffentlichten Stellungnahme.

Die USA wären von Knappheiten bei der Rohölversorgung weniger betroffen, da sie über eigene große Vorräte verfügen. Zudem stützen gestiegene Rohölpreise tendenziell den US-Dollar. Schließlich wird Rohöl in Dollar gehandelt. Zudem wird der Dollar in Phasen der Unsicherheit als sichere Alternative gesucht.

Die Inflationserwartungen dürften am Devisenmarkt weiter im Blick bleiben. Dennoch wird fest damit gerechnet, dass die EZB die Leitzinsen auf der Zinssitzung am Donnerstag vorerst nicht weiter anheben wird. Allerdings gelten Zinserhöhungen im weiteren Jahresverlauf als wahrscheinlich.

Die in Deutschland veröffentlichten Konjunkturdaten bewegten den Euro kaum. Die ZEW-Konjunkturerwartungen hatten sich im Juli stärker als von Volkswirten erwartet verbessert. "Das Reformpaket scheint Wirkung zu zeigen", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach das Ergebnis der Umfrage unter Finanzmarktteilnehmern. "Die Entwicklung des Iran-Konflikts und des Ölpreises bleibt dennoch ein zentraler Unsicherheitsfaktor für die Erholung Deutschlands."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85205 (0,84888) britische Pfund, 185,82 (185,54) japanische Yen und 0,9259 (0,9236) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.069 Dollar. Das waren rund 61 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he


Quelle: dpa-AFX

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