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EQS-News: Crédit Mutuel Asset Management: Variabel verzinsliche Anleihen (Floating Rate Notes, FRNs) im Fokus (deutsch)

08.10.2026 - 08:37:11
Crédit Mutuel Asset Management: Variabel verzinsliche Anleihen (Floating Rate Notes, FRNs) im Fokus

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EQS-News: La Française Group / Schlagwort(e): Anleihe/Anleihe
Crédit Mutuel Asset Management: Variabel verzinsliche Anleihen (Floating
Rate Notes, FRNs) im Fokus

08.10.2026 / 08:37 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Variabel verzinsliche Anleihen (Floating Rate Notes, FRNs) im Fokus

Fertiggestellt am 5. Oktober 2026

Von Emma Gayrard, CFA, Credit Portfolio Manager, Crédit Mutuel Asset
Management

  * Angesichts der anhaltenden Zinsvolatilität dürften die Anleihemärkte
    auch weiterhin herausfordernd bleiben.


  * FRNs könnten eine Differenzierungsmöglichkeit bieten, um attraktive
    Carry-Erträge zu erzielen und gleichzeitig das Durationsrisiko zu
    begrenzen.


  1. Warum steht der Anleihemarkt unter Druck, und wo sollten Anleger in
    diesem Umfeld nach Rendite Ausschau halten?


Mehrere miteinander verknüpfte Faktoren treiben den jüngsten Ausverkauf am
Anleihemarkt voran. Der wichtigste Treiber war der durch den Iran-Krieg und
die daraus resultierenden Spannungen in der Straße von Hormus ausgelöste,
energiebedingte Inflationsschock. Höhere Energiekosten schlagen sich direkt
auf die Gesamtinflation nieder, lassen Stagflationsängste wieder aufleben
und zwingen die Zentralbanken zum Handeln. In Europa löste dies einen
Kurswechsel der EZB in Richtung einer restriktiven Geldpolitik aus: Nach
aggressiven Zinssenkungen in den Jahren 2024-2025 hat die EZB ihren
Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 2,50 % angehoben (ihre zweite
Zinserhöhung seit Beginn des Iran-Kriegs) und gleichzeitig ihre
Inflationsprognosen nach oben korrigiert. In den USA hängt die Inflation
weniger direkt mit dem Energieschock zusammen. Die Widerstandsfähigkeit der
Wirtschaft hat jedoch die Erwartungen an eine restriktive Neuausrichtung der
Geldpolitik geschürt. Eine zweite wichtige Kraft ist fiskalischer Natur:
Steigende Haushaltsdefizite und Konjunkturprogramme in den USA, Europa und
Japan, kombiniert mit KI-getriebenen Investitionsausgaben, zwingen die
Regierungen dazu, große Mengen an Staatsanleihen zu emittieren. Dies
belastet die Zinsen und verschärft die Erwartungen hinsichtlich der
kurzfristigen Zinsen.

Vor diesem Hintergrund dürfte das Umfeld für die Anleihemärkte weiterhin
schwierig bleiben mit anhaltend hoher Volatilität. Daher ist ein
vorsichtiger und selektiver Ansatz angebracht, bei dem Carry-Strategien und
kürzere Laufzeiten bevorzugt werden sollten.

Für renditeorientierte Anleger liegen die potenziell attraktivsten Chancen
im Bereich kurzer bis mittlerer Laufzeiten.

  2. Wie funktionieren FRNs und worin unterscheiden sie sich von
    festverzinslichen Anleihen?


Eine FRN ist ein dynamisches Zinsinstrument, dessen Kupon sich aus zwei
Komponenten zusammensetzt: einer festen Kreditmarge (Spread), die bei der
Emission festgelegt wird und sich nach dem Kreditrisiko des Emittenten
richtet, sowie einer variablen Geldmarktmarge, die sich in regelmäßigen
Abständen entsprechend den kurzfristigen Referenzzinssätzen (Euribor [1] in
Europa, SOFR [2] in den USA) neu berechnet.

Die Kreditmarge erhöht die Rendite der Anleihe, indem sie Anleger für das
Kreditrisiko entschädigt, und kann an unterschiedliche Risikobereitschaft
angepasst werden (von Investment Grade (IG) bis High Yield (HY) [3]).

Die Geldmarge hingegen ist das, was FRNs wirklich auszeichnet. Die Kupons
werden in der Regel vierteljährlich entsprechend den aktuellen kurzfristigen
Zinssätzen neu festgesetzt, was bedeutet, dass sie sich kontinuierlich an
das Zinsumfeld anpassen. Dies ist ein entscheidender struktureller Vorteil
gegenüber traditionellen festverzinslichen Anleihen: Während deren Kurse mit
den Zinsschwankungen mitgehen, bleiben FRNs weitaus stabiler und tragen so
dazu bei, das Kapital bei Zinsschwankungen zu erhalten.

Die Zahlen sprechen für sich: Im Vergleich zu ihren festverzinslichen
Pendants weisen variabel verzinsliche Anleihen dank ihrer sehr geringen
modifizierten Duration (in der Regel zwischen 0 und 0,25) eine um rund 80 %
geringere Volatilität auf. Infolgedessen wurden variabel verzinsliche
Unternehmensanleihen von den starken Zinsanstiegen der letzten Jahre kaum
beeinträchtigt, was den Portfolios half, den wiederkehrenden Phasen der
Zinsvolatilität standzuhalten.

  3. Wie entwickeln sich variabel verzinsliche Anleihen bei steigenden
    Zinsen, und ist es heute noch sinnvoll, in sie zu investieren?


Steigende Zinsen waren in den letzten Jahren ein bestimmendes Risiko für
Fixed-Income-Anleger. Dank ihrer Struktur haben sich variabel verzinsliche
Unternehmensanleihen in diesem Umfeld gegenüber festverzinslichen Anleihen
relativ gut entwickelt. Das Umfeld wird zunehmend günstiger, da die
Zentralbanken seit Jahresbeginn eine restriktivere Geldpolitik verfolgen.
Darüber hinaus liegt das Risiko bei FRNs in den Credit Spreads, und selbst
hier ist das Bild beruhigend: Die Spreads haben sich als robust erwiesen und
den Zinsanstieg aufgefangen.

Das Exposure gegenüber FRNs ist keine einseitige Wette auf steigende Zinsen.
Sollten die Zentralbanken die Zinsen senken, wären die Auswirkungen auf FRNs
begrenzt: Die Kurse bleiben angesichts des niedrigen Durationsprofils
weitgehend stabil. Und obwohl sich die Kupons leicht nach unten anpassen
würden, bliebe der Carry hoch und attraktiv, solange die Zinsen auf einem
relativ hohen Niveau bleiben. Diese Asymmetrie macht FRNs über den gesamten
Konjunkturzyklus hinweg relevant - nicht nur in einem Umfeld steigender
Zinsen. Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass sich das vor 2022 herrschende
Niedrigzinsumfeld wiederholen wird.

Daher ist es nach wie vor sinnvoll, in FRNs zu investieren. Das strukturelle
Umfeld für Fixed Income bleibt schwierig, und es ist davon auszugehen, dass
die Volatilität anhält. FRNs könnten eine potenziell vielversprechende
Kombination bieten: eine natürliche Absicherung gegen Zinsschwankungen,
einen potenziell attraktiven und steigenden Carry sowie Kursstabilität, die
unabhängig von der Zinsentwicklung Bestand hat. Da die Leitzinsen
voraussichtlich weiter steigen werden, könnten FRNs Renditen erzielen, ohne
dabei ein Durationsrisiko einzugehen.

Quelle: Crédit Mutuel Asset Management, Stand: 30.09.2026.

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Investmentgesellschaft und wurde am 4. November 2016 bei ORIAS
(www.orias.fr) unter der Nr. 13007808 registriert.

[1] Euro Interbank Offered Rate

[2] Secured Overnight Financing Rate

[3] High-Yield-Anleihen, auch als "Speculative-Grade"-Anleihen bezeichnet,
bieten eine potenziell höhere Rendite und sind mit einem höheren Risiko
verbunden als Investment-Grade-Anleihen.


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08.10.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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Quelle: dpa-AFX

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