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Nachrichtenübersicht

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 02.03.2026 - 17.00 Uhr

02.03.2026 - 17:07:21
ROUNDUP 2: Iran-Krieg weitet sich aus - Angriffe auch im Libanon

TEHERAN/TEL AVIV/WASHINGTON - Die Sorge vor einem Flächenbrand im Nahen Osten wächst. Die USA und Israel greifen weiter Ziele im Iran an, Teheran antwortet mit Gegenschlägen auf Israel und andere Länder. Der Krieg hat inzwischen nicht nur die Golfstaaten, sondern auch den Libanon erfasst. Von dort schoss die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz Raketen auf das Nachbarland Israel ab - als Vergeltung für die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei. Israel reagierte mit Gegenangriffen.

US-Verteidigungsminister: Einsatz im Iran wird kein 'endloser Krieg'

WASHINGTON - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat das Ziel eines zeitlich begrenzten Krieges im Nahen Osten bekräftigt. "Dies ist nicht der Irak. Dies ist kein endloser Krieg", sagte er in Washington. Die USA haben Hegseth zufolge ihre Lehren aus der Vergangenheit gezogen und gehen mit einem klaren Fokus in den Krieg: "Die Raketenbedrohung zerstören, die Marine zerstören, keine Atomwaffen."

US-Verteidigungsminister/Hegseth: Ziel von Iran-Einsatz ist nicht Machtwechsel

WASHINGTON/TEHERAN - Der andauernde Militäreinsatz gegen den Iran soll US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zufolge nicht zu einem Machtwechsel in Teheran führen. "Dies ist kein sogenannter "Regimewechselkrieg", aber das Regime hat sich tatsächlich geändert, und die Welt ist dadurch besser dran", sagte er bei einer Pressekonferenz. Er behauptete, dass die USA nicht den Krieg begonnen hätten - "aber unter Präsident (Donald) Trump beenden wir ihn."

China bekräftigt Freundschaft mit Iran

PEKING - China hat Iran in der aktuellen Krise Unterstützung zugesichert und zugleich die USA und Israel zu einem sofortigen Stopp der Militäraktionen aufgefordert. Außenminister Wang Yi bekräftigte nach chinesischen Angaben in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi die "traditionelle Freundschaft" zwischen beiden Ländern.

Europäischer Erdgas-Preis steigt um fast 50 Prozent - Produktionsstop

AMSTERDAM - Ein Produktionsstillstand für Flüssigerdgas in Katar hat den europäischen Gaspreis am Montagmittag weiter in die Höhe getrieben. Bereits am Morgen hatte die Furcht vor Versorgungsengpässen wegen des Iran-Krieges und der Einschränkung des Schiffverkehrs in der Straße von Hormus, einem Nadelöhr für Öl- und Gastransporte, die Gasnotieren nach oben schnellen lassen. Wie die staatliche katarische Nachrichtenagentur Qatar News Agency nun am späten Mittag auf X mitteilte, wurde die Produktion von Flüssigerdgas und verwandten Produkten aufgrund eines Angriffs auf die Anlagen von QatarEnergy in der Industriezone Ras Laffan und im Industriegebiet Mesaieed eingestellt.

Iran-Krieg treibt Ölpreise hoch - Expertin warnt vor Folgen

OLDENBURG - Der Iran-Krieg dürfte nach Einschätzung der Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert die Ölpreise weiter in die Höhe treiben und die Weltwirtschaft bremsen. "Die wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Situation im Iran sind gravierend", sagte Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Je länger die Auseinandersetzung anhalte, "desto gravierender werden auch die wirtschaftlichen Folgen sein".

Ministerin Reiche erwartet Preisaufschläge durch Iran-Krieg

HALLE - Der Iran-Krieg bringt aus Sicht von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche neue Unsicherheit für die deutsche Wirtschaft. Preisaufschläge auf den Märkten seien bereits sichtbar, die weitere Entwicklung hänge davon ab, wie lange der Konflikt anhalte und ob wichtige Förderanlagen oder Transportwege betroffen seien, sagte die CDU-Politikerin auf der regionalpolitischen Jahrestagung des Bundeswirtschaftsministeriums in Halle.

USA: ISM-Industriestimmung trübt sich wieder etwas ein

TEMPE - Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Februar nicht so stark verschlechtert wie erwartet. Der Einkaufsmanagerindex ISM fiel nur um 0,2 Punkte auf 52,4 Punkte, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag in Tempe mitteilte. Im Januar war der Index noch deutlich gestiegen. Volkswirte hatten für Februar im Schnitt einen stärkeren Rückgang auf 51,5 Punkte erwartet. Der ISM-Index bleibt klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies signalisiert eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität.

ROUNDUP/Eurozone: Industriestimmung deutet auf Wachstum hin

LONDON - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Februar weiter verbessert und deutet nun auf eine leichte Belebung der Branche hin. Der Indikator für die Stimmung der Einkaufsmanager stieg um 1,3 Punkte auf 50,8 Punkte, wie S&P am Montag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Schätzung wurde damit wie von Analysten erwartet bestätigt. Der Stimmungsindikator befindet sich damit erstmals seit August wieder über der Schwelle von 50 Punkten. Dies deutet auf ein Anziehen der wirtschaftlichen Aktivität hin.

Großbritannien: Stimmung in den Industriebetrieben trübt sich überraschend ein

LONDON - Die Stimmung in den Industrieunternehmen in Großbritannien hat sich im Februar überraschend etwas verschlechtert. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 51,7 Punkte, wie S&P am Montag in London laut einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Erhebung hatte noch einen Anstieg auf 52,0 Punkte ergeben, und Volkswirte hatten im Schnitt eine Bestätigung erwartet. Trotz des Rückgangs liegt der Indikator weiter über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Deutschland: Einzelhandel startet schwächer ins Jahr

WIESBADEN - Der deutsche Einzelhandel ist mit einem Dämpfer in das Jahr 2026 gestartet. Im Januar gingen die Umsätze zum Vormonat preisbereinigt (real) um 0,9 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Der Rückschlag kam für Analysten überraschend. Sie hatten im Schnitt eine Stagnation erwartet. Im Dezember waren die Umsätze noch um revidiert 1,2 Prozent gestiegen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/la


Quelle: dpa-AFX
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