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Devisen: Eurokurs gibt etwas nach - Türkische Lira beschleunigt Talfahrt

26.05.2026 - 17:05:44
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Dienstag etwas nachgegeben. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1632 US-Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte sie noch etwas höher notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1634 (Montag: 1,1643) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8595 (0,8588) Euro.

Damit gab der Euro seine Vortagsgewinne größtenteils wieder ab. Am Montag hatte die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs durch eine Verhandlungslösung für eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten gesorgt, von der auch der Euro profitiert hat.

Neue Angriffe im Iran und im Libanon überschatten allerdings die laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben iranische Raketenstellungen sowie Boote angegriffen, die in der Straße von Hormus Minen verlegen wollten.

Aber selbst wenn bei einer Verhandlungslösung die Straße von Hormus wieder zeitnah geöffnet werden sollte, sei der Schaden bereits erfolgt, warnte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. Mittlerweile sind die Energiepreise fast drei Monate auf deutlich erhöhtem Niveau. "Neben den Zentralbankreaktionen ist daher auch wichtig, wie stark die Inflationseffekte in den verschiedenen Währungsräumen ausfallen", sagte die Expertin.

Die Stimmung der Verbraucher in den USA ist im Mai unterdessen besser als erwartet ausgefallen. Der Konsumindikator fiel zwar um 0,7 Punkte auf 93,1 Punkte, wie das Marktforschungsinstitut Conference Board mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt allerdings mit einem deutlicheren Rückgang auf 92,0 Punkte gerechnet. Die Daten stützten den Dollar aber nur kurzzeitig.

Die Talfahrt der türkischen Lira hat sich am Dienstag beschleunigt. Die Lira sank zum Dollar auf ein Rekordtief. Mittlerweile müssen knapp 46 Lira für einen Dollar gezahlt werden und damit so viel wie noch nie. Im Handel mit dem Euro wurde mit 53,48 Lira für einen Euro nur knapp ein Rekordtief verfehlt. Am Devisenmarkt haben Anleger auch die politische Entwicklung in der Türkei im Blick. Nach der Absetzung des türkischen Oppositionsführers Özgür Özel sind weitere Menschen festgenommen worden, darunter ein Bürgermeister.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86375 (0,86255) britische Pfund, 185,22 (185,04) japanische Yen und 0,9136 (0,9099) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.518 Dollar. Das waren 51 Dollar weniger als am Vortag./jsl/jha/


Quelle: dpa-AFX

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