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Nato-Chef fordert 'Revolution' in der Verteidigungsindustrie

07.07.2026 - 13:25:35
BRÜSSEL (dpa-AFX) - Nato-Generalsekretär Mark Rutte fordert angesichts der Bedrohungen durch Länder wie Russland, China und Nordkorea eine "Revolution" in der transatlantischen Verteidigungsindustrie. "Das Summen der Maschinen muss zu einem Dröhnen werden", sagte der Niederländer am Rande des diesjährigen Bündnisgipfels in der Türkei. Das klinge dramatisch, sei aber machbar.

Als konkrete Schritte für die Revolution nannte Rutte unter anderem weitere langfristige Bestellungen, Investitionen und Bürokratieabbau. Gleichzeitig müsse aber die Industrie bereit sein, mehr Risiken einzugehen. "Die Nachfrage ist da, und das wissen Sie", sagte er an Vertreter der Verteidigungsindustrie gerichtet.

2.000 Fußballfelder Produktionsfläche

Zugleich verwies Rutte auf in den vergangenen Jahren erzielte Fortschritte. "Allein im vergangenen Jahr haben wir gesehen, dass 37 Milliarden Dollar in die Stärkung unserer verteidigungsindustriellen Basis investiert wurden", erklärte er. So gebe es zusätzliche Produktionsfläche in der Größe von mehr als 2.000 Fußballfeldern.

Als ein konkretes Positivbeispiel nannte Rutte zudem die Munitionsproduktion. "Unseren Prognosen zufolge wird das Bündnis bis zum kommenden Jahr in der Lage sein, jährlich rund vier Millionen Artilleriegeschosse zu produzieren", sagte er. Dies entspreche fast einer Verdopplung im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Den Wert von am Rande des Gipfels angekündigten Rüstungsprojekten bezifferte Rutte auf mehrere Dutzend Milliarden Dollar.

Kooperation von China und Russland beunruhigt

Zu den Bedrohungen sagte Rutte, Russland stecke fast die Hälfte seines Staatshaushalts in seine Kriegsmaschinerie, und die Verteidigungsindustrie arbeite rund um die Uhr. Zudem bauten China und Nordkorea ihre nuklearen Fähigkeiten aus, und auch beim Iran müsse man trotz der Angriffe der USA wachsam bleiben. "Diese Länder arbeiten zunehmend zusammen", sagte Rutte. "Das sollte uns alle beunruhigen."/aha/DP/mis


Quelle: dpa-AFX

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