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Devisen: Euro etwas erholt über 1,12 Dollar

15.10.2026 - 09:07:03
NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Donnerstagmorgen weiter von seinen Vortagesverlusten erholt. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung zu 1,1206 Dollar, nachdem der Kurs zur Wochenmitte nach der Veröffentlichung von US-Inflationsdaten bis auf 1,1113 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mai 2025 abgesackt war. So war die Teuerungsrate in den USA überraschend hoch ausgefallen, was die Erwartungen an baldige weitere Leitzinserhöhungen untermauerte.

Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank sieht den Euro im Vergleich zum Dollar in der Tendenz weiterhin angeschlagen. Nach den September-Inflationszahlen aus den USA herrsche am Markt erst einmal die Grundstimmung, dass die US-Notenbank Fed restriktiv bleiben werde. Daher werde "auch jede positive Makrozahl, die in den kommenden Tagen veröffentlicht wird, die Zinserwartungen am Laufen halten", wenngleich die Fed im Oktober die Füße noch still halten dürfte.

Zudem bleiben die Blicke auf Frankreich gerichtet. Zuletzt hatten hier die Sorgen von Investoren mit Blick auf die Staatsfinanzen zugenommen. "Die Debatte über den Haushalt ist in der französischen Nationalversammlung gestern offiziell gestartet und dürfte sicherlich bis Jahresende dauern", so Praefcke. "Abgesehen davon, dass eine Einigung sowieso schwierig ist, zeichnen sich schon gleich zu Beginn erste Hürden ab, da die Sozialisten bereits am ersten Tag versucht haben, die Haushaltsdebatte zu blockieren. Darüber hinaus ist absehbar, dass sich die Protestbewegung der Studenten zum Wochenende verschärfen könnte." Der negative Newsflow aus Frankreich dürfte also kaum abreißen und ein unterschwelliger Belastungsfaktor für den Euro sein./mis/stk


Quelle: dpa-AFX

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