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dpa-AFX: ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Iran und Zollstreit verdrängen Zinsfantasie

25.06.2019 - 22:37:49
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach der zuletzt schon lustlosen Entwicklung an der
Wall Street haben am Dienstag die Pessimisten die Oberhand gewonnen. Der Dow
Jones Industrial weitete seine Anfangsverluste aus und schloss
0,67 Prozent im Minus bei 26 548,22 Punkten. Bereits seit Freitag hatte der
US-Leitindex einer starken Woche Tribut gezollt, in der die Anleger Signale der
großen Notenbanken für eine noch lockerere Geldpolitik gefeiert hatten.

Auch bei den anderen Indizes zeigte sich die zunehmende Angst der Anleger
angesichts schon hoher Bewertungen und politischer Konflikte: Der marktbreite
S&P 500 , der es erst am Freitag im Tagesverlauf auf ein
Rekordhoch geschafft hatte, verabschiedete sich 0,95 Prozent tiefer bei 2917,38
Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100
verlor am Ende sogar 1,70 Prozent auf 7591,54 Punkte.

Neben den amerikanisch-iranischen Spannungen rückt der nahende G20-Gipfel in den Fokus, auf dem Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem
chinesischer Amtskollege Xi Jinping über den Handelskonflikt beider Länder
stattfinden sollen. Anthony Chan, Leiter Kapitalmarktstrategie Asien der
schweizerischen Privatbank Union Bancaire Privée (UBP), hat für das
Gipfeltreffen keine allzu großen Erwartungen. "Wir sehen das wahrscheinlichste
Ergebnis des G20-Gipfels in einer verlängerten Waffenruhe (zwischen den USA und
China), während die Verhandlungen wieder aufgenommen werden, aber alle
bestehenden Zölle beibehalten werden", so der Experte.

Auch schwache Daten zur Stimmung der amerikanischen Verbraucher und vom
Immobilienmarkt, die die Hoffnungen auf sinkende Zinsen unterstützen dürften,
sorgten am Dienstag nicht für neue Kaufimpulse. Ähnliches galt für eine Rede des
US-Notenbankvorsitzenden Jerome Powell, in der er erneut seine grundsätzliche
Offenheit für Zinssenkungen äußerte - danach nahm der Verkaufsdruck sogar noch
etwas zu. Offenbar rückt zunehmend die Konjunkturunsicherheit, die für die neuen
Töne der Notenbank verantwortlich ist, in den Fokus der Anleger.

Im an Unternehmensnachrichten armen Handel sorgte eine Milliardenübernahme
im Pharmabereich für Aufsehen. Die Aktien des Botox-Herstellers Allergan
sprangen dank einer Offerte von Abbvie um gut ein
Viertel ihres Werts auf 162,43 US-Dollar hoch. Der Pharmakonzern will sich
Allergan für insgesamt 63 Milliarden US-Dollar einverleiben und zahlt je
Allergan-Papier insgesamt 188,24 US-Dollar - einen Baranteil von 120,30 Dollar
und 0,8660 eigene Aktien. Titel des Branchenkollegen Teva legten
im Sog dieser Nachricht um knapp sieben Prozent zu. Dagegen sackten
Abbvie-Papiere um über 16 Prozent ab.

Der Euro zollte nach nach anfänglichen Gewinnen seinem
jüngsten Höhenflug Tribut und kostete im New Yorker Handel zuletzt 1,1372
Dollar. Damit notierte die Gemeinschaftswährung unter dem Referenzkurs, den die
Europäische Zentralbank (EZB) auf 1,1388 (Montag: 1,1394) Dollar festgelegt
hatte. Der Dollar hatte damit 0,8781 (0,8777) Euro gekostet. Davor hatte sich
der Euro bei 1,1412 Dollar so stark gezeigt wie zuletzt vor über drei Monaten.

Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen legten um 7/32 Punkte auf 103 14/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 1,99 Prozent wie schon vergangene Woche
unter der Zwei-Prozent-Marke./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

Bezeichnung
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S&P 500 A0AET0
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25.06.19
22:20:01
NASDAQ 100 A0AE1X
NASDAQ INDIZES
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PKT
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+0,88%
26.06.19
18:08:55
Dow Jones 969420
DOW JONES INDIZES
26.628,47
PKT
+80,25
+0,30%
26.06.19
18:13:55
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