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dpa-AFX: ROUNDUP: Handelswelt wartet auf Trump - Zollentscheidung bis Samstag

16.05.2019 - 18:17:40
WASHINGTON/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Handelswelt wartet - wieder einmal -
gespannt auf die Entscheidung von Donald Trump: Bis zu diesem Samstag muss sich
der US-Präsident zu der Frage äußern, ob er unter anderem auf Einfuhren aus
Autos aus den Ländern der Europäischen Union Sonderzölle verhängen will. Nachdem
am Mittwoch Spekulationen über eine Verschiebung der Zollentscheidung für die EU
aufgekommen waren, sagte Trumps Handelsminister Wilbur Ross am Donnerstag, der
Präsident habe "eine Reihe von Optionen". Trump könne sich dazu entscheiden,
gegen alle Länder Zölle zu verhängen oder nur gegen einige. Er könne auch den
Verhandlungen mehr Zeit geben, sagte Ross beim Sender Fox Business.

Das US-Handelsministerium hatte dem Weißen Haus Mitte Februar einen Bericht
zu einer Untersuchung vorgelegt, ob Autoimporte eine Gefahr für die Nationale
Sicherheit der USA darstellen. Trump hatte daraufhin zunächst 90 Tage Zeit, um
eine Entscheidung über die Einführung von Sonderzöllen zu treffen. Diese Frist
läuft an diesem Samstag (18. Mai) aus. Die Finanzagentur Bloomberg und andere
US-Medien hatten am Mittwoch unter Berufung auf Quellen im Weißen Haus
berichtet, Trump wolle die Entscheidung verschieben.

Die deutschen Hersteller wären durch die Sonderzölle besonders hart
getroffen. Sie haben einen großen Anteil an den EU-Exporten in die USA. Außerdem
haben Hersteller wie VW , Daimler und BMW
sowie Zulieferer eigene Standorte in den USA. Von denen aus
beliefern sie unter anderem den chinesischen Markt. Von dort drohen als
Vergeltung von Trumps Sonderzöllen gegen Einfuhren aus China weitere
Strafmaßnahmen.

Im Kreis der Euro-Finanzminister herrschte schon von der eigentlichen
Entscheidung Erleichterung über die erwartete Verschiebung. "Es ist eine sehr
gute Nachricht, dass es die Chance gibt, Gespräche fortzuführen, um eine
gemeinsame Lösung zu finden", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am
Donnerstag beim Treffen mit seinen Amtskollegen in Brüssel. Für eine gute
Entwicklung der Weltwirtschaft sei mehr Handel nötig.

Auch Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire zeigte sich erfreut.
"Das ist eine weise Entscheidung", sagte er. Jegliche Art von Sanktionen und
Handelsstreitigkeiten sollte vermieden werden, um dem globalen Wachstum nicht zu
schaden. Die größte Gefahr für die Weltwirtschaft sei ein Handelskrieg.

Trump ist die Handelspolitik mit der EU seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge. Aus seiner Sicht können etwa europäische Autobauer einfach in die USA
exportieren, während es für US-Firmen umgekehrt schwieriger ist.

In der Tat erhebt Europa im Durchschnitt etwas höhere Zölle als die USA. Der Welthandelsorganisation (WTO) zufolge liegt der EU-Schnitt bei etwa 5 Prozent,
in den USA werden im Schnitt 3,4 Prozent fällig. Auch wenn man die Zollsätze für
einzelne Güter mit den importierten Mengen gewichtet, liegt Europa höher. Dieser
gewichtete Zollsatz beträgt für die EU in der Summe 3,0 Prozent, in den USA sind
es 2,4 Prozent. Für einzelne Produktgruppen gibt es noch größere Unterschiede,
auf Autos erhebt die EU etwa 10 Prozent Einfuhrzoll./dm/hma/stz/DP/fba

Bezeichnung
WKN
Börse
Kurs
Währung
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vom
VOLKSWAGEN AG VZO O.N. 766403
Frankfurt
141,000
EUR
-1,76
-1,23%
23.08.19
17:55:54
DAIMLER AG NA O.N. 710000
Frankfurt
40,670
EUR
-1,57
-3,72%
23.08.19
19:40:07
BAY.MOTOREN WERKE AG ST 519000
Frankfurt
58,780
EUR
-2,07
-3,40%
23.08.19
18:58:30
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