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Nachrichtenübersicht

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

06.12.2018 - 19:00:58
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

Deutscher Überschuss 2018 gesamtstaatlich bei rund 1,75% des BIP

Der gesamtstaatliche Überschuss in Deutschland wird nach jüngsten Projektionen des Bundesfinanzministeriums in diesem Jahr bei rund 1,75 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) liegen. Das gab der Stabilitätsrat von Bund und Ländern bei seiner Sitzung in Berlin bekannt.

Nachfrage der Unternehmen nach Kreditversicherungen deutlich gestiegen

Die Nachfrage nach Kreditversicherungen bei deutschen Unternehmen ist im zu Ende gehenden Jahr deutlich gestiegen. Hochrechnungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zufolge wurden 2018 Warenlieferungen im Wert von 424 Milliarden Euro abgesichert und damit 5 Prozent mehr als im Vorjahr. "Wir beobachten, dass die Unsicherheit in nahezu jeder Weltgegend wächst", erklärte der Vorsitzende der Kommission Kreditversicherung im GDV, Thomas Langen.

Wirtschaft warnt wegen fehlender Lkw-Fahrer vor "Versorgungskollaps"

Deutschlands Wirtschaft warnt wegen fehlender Lkw-Fahrer vor einem "Versorgungskollaps". Jedes Jahr scheiden in Deutschland etwa 67.000 Berufskraftfahrer aus dem Berufsleben aus - es können jedoch nur knapp 27.000 neue Fahrer hinzugewonnen werden, wie eine Allianz zahlreicher Wirtschaftsverbände mitteilte. "Damit fehlen jährlich etwa 40.000 Fahrer, was inzwischen zu akuten Engpässen in der gesamten Logistikbranche führt."

May: Parlament könnte getrennt über Nordirland-Deal zum Brexit abstimmen

Die britische Premierministerin Theresa May erwägt, die Abgeordneten getrennt über den besonders umstrittenen Passus des EU-Austrittsvertrags zur künftigen Grenze zwischen Irland und Nordirland abstimmen zu lassen. Es werde so getan, als trete der sogenannte "Backstop" automatisch in Kraft, sagte May dem Rundfunksender BBC. Dies sei aber nicht der Fall, "es gibt eine Wahl", sagte die Regierungschefin, die vor der entscheidenden Abstimmung am Dienstag um ein Ja für ihren Brexit-Kompromiss im Parlament wirbt.

Kaplan plädiert für Geduld bei Zinserhöhungen der Fed

Die US-Notenbank sollte nach Ansicht von Dallas-Fed-Präsident Robert Kaplan die Geldpolitik schrittweise und geduldig weiter straffen. "Ich denke, es gibt mehr Unsicherheit, das globale Wachstum verlangsamt sich, ich sehe einige zinssensitive Sektoren, die eine Schwäche zeigen", sagte Kaplan. "Es ist noch zu früh, um zu sagen, was wir daraus machen sollen, aber eines der wichtigsten Instrumente, die wir als Zentralbank haben, ist Geduld, und ich denke, wir sollten dieses Instrument nutzen."

US-Handelsdefizit markiert Zehnjahreshoch

Das US-Handelsdefizit ist im Oktober auf den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen, angetrieben von einem Anstieg der Importe und sinkenden Ausfuhren. Das Defizit betrug 55,49 Milliarden Dollar und damit auf einem Niveau wie zuletzt im Oktober 2008. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 55,00 Milliarden Dollar gerechnet.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe geringer als erwartet gesunken

In den USA sind in der Woche zum 1. Dezember zwar weniger Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt worden, doch Volkswirte waren von einem stärkeren Rückgang nach dem deutlichen Anstieg in der Vorwoche ausgegangen. Die Zahl fiel auf saisonbereinigter Basis um 4.000 auf 231.000 Anträge, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf 224.000 vorhergesagt.

ADP: US-Privatwirtschaft schafft im November 179.000 Stellen

Die US-Unternehmen haben im November ihren Personalbestand weiter aufgestockt. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden gegenüber dem Vormonat 179.000 Stellen. Analysten hatten ein Plus von 190.000 Jobs vorausgesagt. Im Oktober waren unter dem Strich 225.000 Arbeitsplätze hinzugekommen, und damit 2.000 weniger als ursprünglich gemeldet.

US-Industrie erhält im Oktober weniger Aufträge

Der Auftragseingang der US-Industrie ist im Oktober um 2,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem minimal geringeren Rückgang um 2,0 Prozent gerechnet. Wie das US-Handelsministerium weiter mitteilte, ergab sich für den Vormonat ein Anstieg von revidiert 0,2 Prozent, nachdem vorläufig ein Plus von 0,7 Prozent gemeldet worden war.

US-Dienstleister sehr gut in Fahrt im November

Die Geschäfte der US-Dienstleister sind im November kräftig gewachsen und haben die Erwartungen sogar etwas übertroffen. Der Sammelindex des Institute for Supply Management (ISM) für die Geschäftsaktivität im Dienstleistungssektor der USA stieg auf 60,7 Punkte, wie das ISM mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf 59,0 erwartet, nachdem der Index im Vormonat bei 60,3 gelegen hatte.

US-Rohöllagerbestände sinken stärker als erwartet

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 30. November verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 7,323 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 1,2 Millionen Barrel vorhergesagt.

Markit: US-Dienstleister verlieren etwas Schwung

Die Geschäftsaktivität in der US-Dienstleistungsbranche hat sich im November gedämpfter als im Vormonat gezeigt, dabei aber die Prognosen übertroffen. Der von IHS Markit für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex schwächte sich ab auf 54,7 von 54,8 Punkten. Volkswirte hatten einen Stand von 54,4 vorhergesagt. Vorläufig war für November ein Wert von 54,4 ermittelt worden.

US-Produktivität wächst im dritten Quartal um 2,3 Prozent

Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft in den USA ist im dritten Quartal 2018 nach revidierter Rechnung saisonbereinigt und auf das Jahr hochgerechnet um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten ein Plus von 2,2 Prozent erwartet und damit eine Bestätigung der ersten Schätzung.

Opec-Mitglieder sprechen sich für Drosselung der Ölproduktion aus

Ungeachtet der Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einer Beibehaltung der Fördermenge bei Rohöl haben sich Mitglieder der Opec für eine Drosselung der Produktion ausgesprochen. Angestrebt werde eine "ausreichende Senkung", sagte der saudiarabische Energieminister Chaled al-Faleh in Wien. In der österreichischen Hauptstadt kamen die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und andere Ölproduzenten zusammen, um am Donnerstag und Freitag über die Fördermengen im kommenden Jahr zu beraten.

Australien weitet Überwachung des Internets massiv aus

Das australische Parlament hat den Sicherheitsbehörden des Landes weitreichende Befugnisse bei der Überwachung des Internets eingeräumt. Nach einem am Donnerstag verabschiedeten Gesetz der konservativen Regierung erhalten Polizei und Geheimdienste künftig Zugang zu verschlüsselten Chats von Terrorverdächtigen und Kriminellen. Anbieter müssen dafür die Verschlüsselungen aufheben. Dies gilt auch für internationale Anbieter wie die US-Unternehmen Facebook und WhatsApp - oder wenn ein Empfänger der Textnachrichten im Ausland sitzt.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/AFP/jhe

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December 06, 2018 13:00 ET (18:00 GMT)

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