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AKTIEN IM FOKUS 2: Gute Vorgaben helfen Chiptiteln - Infineon-Kaufempfehlung

07.09.2026 - 18:37:33
(Neu: Schlusskurse, mehr Infos zur Warburg-Studie, UBS-Wachstumsprognose)

FRANKFURT/PARIS/ZÜRICH/SEOUL/TOKIO (dpa-AFX) - Positive internationale Branchenvorgaben haben europäischen Halbleiteraktien am Montag Auftrieb gegeben. Rückenwind kam von den US-Börsen vor dem Wochenende und aus Asien, wo Samsung Electronics und SK Hynix den südkoreanischen Leitindex Kospi beflügelten. Auch der technologielastige japanische Nikkei 225 legte deutlich zu.

Angetrieben wurden die Branchenwerte von der Zuversicht, dass ein neues Modell des ChatGPT-Entwicklers OpenAI die Nachfrage nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz (KI) weiter ankurbeln könnte, hieß es aus dem Markt. In den USA hatten Branchentitel wie Sandisk , Marvell oder Micron vor dem Wochenende schon zu den größten Gewinnern gehört. Deren Kurse zogen nun im deutschen Tradegate-Handel weiter an.

An der Spitze des deutschen Leitindex weitete Infineon am Montag das Plus auf fast sieben Prozent aus. Sie setzten sich von der 21-Tage-Linie nach oben ab und versuchten, sich vom Abwärtstrend zu lösen, der im Juni begonnen hatte. Eine Warburg-Kaufempfehlung sorgte bei dem deutschen Chip-Branchenvertreter zusätzlich für Unterstützung.

Der Analyst Malte Schaumann hält die Markterwartungen für Infineon angesichts der zuvor gesunkenen Bewertung und der Geschäftsbeschleunigung mit Leistungshalbleitern für KI-Rechenzentren immer noch für zu vorsichtig. Er erhöhte sein Votum bei einem unveränderten Kursziel von 84 Euro von "Hold" auf "Buy". Angepasste Schätzungen spiegelten auch die Übernahme des Sensorportfolios von Ams-Osram wider.

Die Titel des kleineren Branchenkollegen Elmos folgten den Infineon-Aktien im MDax um drei Prozent nach oben. Für die Aktien der Ausrüsterfirmen Suss Microtec und Aixtron ging es sogar um bis zu acht Prozent bergauf. Anteile des Waferzulieferers Siltronic gewannen 2,2 Prozent an Wert.

Trotz aller Diskussionen um die Bewertungen kippe die KI-Anlagestory nicht, schrieb der Marktexperte Stephen Innes. Die UBS erhöhte in einer neuen Studie ihre Branchen-Umsatzprognosen. Nicolas Gaudois glaubt, dass sich der Umsatz mit Speicherhalbleitern im Jahr 2026 jetzt auf fast eine Billion US-Dollar vervielfacht und 2027 dann 1,65 Billionen US-Dollar erreicht.

Jochen Stanzl von der Consorsbank findet es etwas überraschend, wie gut der Markt die starken Arbeitsmarktdaten vom Freitag abgeschüttelt habe. "Diese Resilienz beruht wohl auf der Hoffnung, dass die US-Inflationsdaten am Freitag schwächer ausfallen werden", glaubt der Experte. "Wenn nicht, beginnt das Zittern vor der nächsten Sitzung der amerikanischen Notenbank wohl von Neuem."

Im marktbreiten Stoxx Europe 600 reihte sich der Tech-Sektor am Montag mit 1,2 Prozent Plus auf dem zweiten Platz hinter den Ölwerten ein, die zu Wochenbeginn von den steigenden Ölpreisen profitierten.

Auf Kaufinteresse stießen auch die Aktien von Energietechnikkonzernen wie Siemens Energy , Schneider Electric und ABB sowie jene des Baukonzerns Hochtief . Die Unternehmen gelten wegen der hohen Nachfrage nach Rechenzentren und deren hohen Strombedarfs als indirekte Profiteure des KI-Booms.

Dagegen entwickelten sich einige Softwaretitel nach ihrer Erholung der vergangenen Woche wieder einmal in die entgegengesetzte Richtung. So zählten SAP mit 1,6 Prozent zu den größten Verlierern im Dax . Sie folgten damit dem schon bekannten Muster, dass die Chip-Euphorie oft mit Ängsten vor einer Verdrängung von Softwareangeboten durch agentische KI einhergeht. Darunter versteht man Systeme, die eigenständig entscheiden, ohne dass jeder einzelne Schritt von Menschen vorgegeben wird.

Frische Impulse von der Wall Street gab es am Montag im Handelsverlauf nicht, da dort wegen eines Feiertags kein Handel stattfand./gl/la/stk/tih/nas


Quelle: dpa-AFX

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STXE 600 TECH PR EUR 965892
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04.09.26
01:59:58
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07.09.26
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