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Nachrichtenübersicht

MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

14.09.2017 - 07:43:29
DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Das Wachstum der Industrieproduktion in China hat sich im August den zweiten Monat in Folge verlangsamt. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im dritten Quartal an Dynamik verliert. Die Industrieproduktion, eine grober Indikator für das Wirtschaftswachstum, stieg im August um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Juli lag das Plus noch bei 6,4 Prozent und im Juni erreichte die Wachstumsrate 7,6 Prozent. Volkswirte hatten für den August ein Wachstum von 6,6 Prozent zum Vorjahr erwartet. Die Investitionen in Anlagevermögen außerhalb der ländlichen Haushalte, ein Schlüsselindikator für die Bautätigkeit, kletterten in den ersten acht Monaten 2017 um 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, die Schätzungen hatten eine Zunahme um 8,2 Prozent in Aussicht gestellt. Die Einzelhandelsumsätze legten im August um 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu und verlangsamten sich damit ebenfalls von einem Wachstum von noch 10,4 Prozent im Juli.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen:

22:00 Oracle Corp, Ergebnis 1Q, Redwood Shores

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

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- US
14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: 305.000
zuvor: 298.000

14:30 Verbraucherpreise August
PROGNOSE: +0,3% gg Vm
zuvor: +0,1% gg Vm
Verbraucherpreise Kernrate
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,1% gg Vm

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+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

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INDEX                   Stand   +/- % 
Nikkei-225          19.823,24  -0,21% 
Hang-Seng-Index     27.765,51  -0,46% 
Kospi                2.343,17  -0,72% 
Shanghai-Composite   3.376,89  -0,21% 
S&P/ASX 200          5.736,00  -0,14% 


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+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Unter den Erwartungen gebliebene Konjunkturdaten aus China drücken am Donnerstag die Aktienmärkte in Ostasien leicht ins Minus. Anfänglich hatten die Handelsplätze noch moderat im Plus gelegen und es sah danach aus, als ob es den vierten Tag in Folge nach oben gehen könnte. Doch sowohl die Industrieproduktion als auch die Anlageinvestitionen blieben hinter den Prognosen zurück. "Es hat uns überrascht, dass sich die Wachstumsrate der Industrieproduktion so rasch abgeschwächt hat", sagt China-Ökonomin Iris Pang von der ING. Der Nikkei-225 verzeichnet einen leichten Abschlag, nachdem der Index am Vortag noch auf den höchsten Stand seit fünf Wochen gestiegen war. Händler verweisen hier auch auf vereinzelte Gewinnmitnahmen. In Sydney gibt der ASX/S&P-200 ebenfalls nach. China ist wichtigster Absatzmarkt für die Rohstoffindustrie des Landes. Besser als erwartet ausgefallene australische Arbeitsmarktdaten stützen das Sentiment dagegen nicht. Entgegen der allgemeinen Markttendenz zeigen sich die Aktien aus dem Öl- und Energiesektor mit Aufschlägen. Händler verweisen zur Begründung auf die jüngste Erholung der Ölpreise. Dagegen fallen die Minenwerte in Sydney mit den hinter den Erwartungen gebliebenen Konjunkturdaten aus China zurück.

US-NACHBÖRSE

Für die Aktie von United Natural Foods ging es im nachbörslichen Handel am Mittwoch kräftig nach oben. Der Lebensmitteleinzelhändler für Bio-Produkte überzeugte mit den Ergebnissen für das vierte Quartal, auch wenn der Umsatz leicht unter den Schätzungen des Marktes lag. Auch der Ausblick des Unternehmens wurde positiv aufgenommen. Zudem teilte CEO Sean Griffin anlässlich der Zahlenvorlage mit, dass die Vertriebskooperation mit Whole Foods fortgesetzt wird. Whole Foods, weltweit größter Betreiber von Bio-Supermärkten, war im Juni von Amazon für 14 Milliarden Dollar übernommen worden. Die Vereinbarung mit Whole Foods laufe noch bis 2025, so Griffin weiter. Die Kooperation macht rund ein Drittel des Umsatzes von United Natural Foods aus. Die Aktie legte bis um 19.59 Uhr Ortszeit auf nasdaq.com um 6,2 Prozent auf 39,51 Dollar zu.

WALL STREET

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INDEX               zuletzt         +/- %         absolut      +/- % YTD 
DJIA              22.158,18          0,18           39,32          12,12 
S&P-500            2.498,37          0,08            1,89          11,59 
Nasdaq-Comp.       6.460,19          0,09            5,91          20,01 
Nasdaq-100         6.004,38          0,15            8,75          23,45 


Vortag
Umsatz NYSE (Aktien)  823 Mio  787 Mio 
Gewinner              1.529    1.831 
Verlierer             1.383    1.089 
Unverändert             150      153 

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Gut behauptet - Die wichtigen Börsenindizes an der Wall Street haben am Mittwoch auf hohem Niveau nochmals leicht zugelegt und damit neue Rekordstände erreicht. Im späten Geschäft kam es zu einem kleinen Anstieg, nachdem sich im Verlauf wenig getan hatte. Zu markanteren Bewegungen kam es indes an anderen Märkten, so am Öl- und Devisenmarkt, wo der Dollar zu einer beeindruckenden Erholung ansetzte. Dies spiegelte die gestiegene Risikobereitschaft, nachdem die Nordkoreakrise, aber auch die Wetterlage in den US-Südstaaten sich beruhigt haben. Apple-Aktien gaben nach den Verlusten vom Vortag um weitere 0,8 Prozent nach. Das Unternehmen hatte am Dienstag neue Produkte vorgestellt, darunter das iPhone X. Das neue Modell wird jedoch erst im November auf den Markt kommen, worüber viele Marktteilnehmer enttäuscht sind. Amazon stiegen um 1,7 Prozent auf 999,60 Dollar und näherten sich damit der 1.000er Marke, nachdem die Analysten von Loop Capital die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 1.200 Dollar aufgenommen haben. Für die Boeing-Aktie ging es um 0,6 Prozent nach oben. Der Konzern will die Produktion seines Langstrecken-Verkehrsflugzeugs Dreamliner bis zum Jahr 2019 auf 14 von gegenwärtig zwölf pro Monat erhöhen. Goldman Sachs hat sich zu mehreren Unternehmen der Halbleiterbranche geäußert. Applied Materials und Micron Technology wurden auf Buy von Neutral hochgestuft, KLA-Tencor und ON Semiconductor dagegen auf Neutral von Buy zurückgestuft. Micron stiegen daraufhin um 0,9 Prozent und Applied Materials um 1 Prozent, KLA-Tencor büßten 1,2 Prozent ein und ON Semiconductor 1 Prozent.

TREASURYS

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Laufzeit       Akt. Rendite  Bp zu Vortag  Rendite Vortag      +/-Bp YTD 
10 Jahre               2,19           2,6            2,17          -25,1 
30 Jahre               2,79           1,9            2,77          -27,7 


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Am Anleihemarkt zeigten sich die Notierungen mit der wieder erwachten Risikobereitschaft unter Druck. Zehnjährige US-Anleihen rentierten um 3 Basispunkte höher bei 2,19 Prozent.

DEVISEN

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DEVISEN  zuletzt  +/- %    00:00  Mi, 09:39   % YTD 
EUR/USD   1,1872  -0,1%   1,1889     1,1983  +12,9% 
EUR/JPY   131,15  -0,2%   131,38     131,82   +6,7% 
EUR/GBP   0,8994  -0,1%   0,9004     0,8993   +5,5% 
GBP/USD   1,3200  -0,0%   1,3205     1,3324   +7,0% 
USD/JPY   110,47  -0,0%   110,50     109,99   -5,5% 
USD/KRW  1133,25  +0,1%  1132,11    1127,92   -6,1% 
USD/CNY   6,5430     0%   6,5430     6,5281   -5,8% 
USD/CNH   6,5527  +0,1%   6,5480     6,5261   -6,1% 
USD/HKD   7,8120  -0,0%   7,8123     7,8110   +0,7% 
AUD/USD   0,8008  +0,3%   0,7984     0,8033  +11,0% 


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Der Dollar rückte trotz der schwächeren Erzeugerpreisdaten deutlich vor, so dass der Euro wieder unter 1,19 gefallen ist. Aktuell steht er bei 1,1884 Dollar, im Tageshoch waren es 1,1995 Dollar. Zur japanischen Währung stieg der Greenback auf 110,61 Yen. Teilnehmer sehen die Erholung des Greenbacks im Zusammenhang mit der Entspannung in der Nordkorea-Krise und der Erleichterung über Hurrikan Irma, dessen Schäden nicht so schlimm ausfielen wie befürchtet.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

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ROHÖL      zuletzt  VT-Settl.  +/- %  +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex    49,22       49,3  -0,2%    -0,08  -13,7% 
Brent/ICE    55,01      55,16  -0,3%    -0,15   -6,3% 


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Die Ölpreise erholten sich unterdessen weiter. Hier stützte noch immer der Opec-Monatsbericht für August, den die Organisation am Dienstag vorgelegt hat. Aus ihm geht hervor, dass die Fördermenge der Mitgliedsstaaten im vergangenen Monat zum ersten Mal seit April gefallen ist, das Bemühen um eine Förderkürzung also Erfolge zeigt. Am Mittwoch meldete die Internationale Energieagentur in ihrem Monatsbericht ebenfalls einen Rückgang des globalen Ölangebots. Bei den wöchentlichen US-Lagerbeständen wurde bei Rohöl zwar ein deutlicher Aufbau verzeichnet, doch mit Benzin ging es so massiv abwärts wie noch nie seit die EIA 1990 mit der Datenerhebung begonnen hat. Grund für die gegenläufige Entwicklung bei Rohöl und Benzin ist, dass wegen Hurrikan "Harvey" viele US-Raffinerien den Betrieb vorübergehend eingestellt hatten, gleichzeitig aber weiter Öl gefördert wurde, das nicht verarbeitet werden konnte. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 2,2 Prozent auf 49,30 Dollar. Die festen Preise trieben auch die Aktien im Energiesektor nach oben. So gewannen Chesapeake Energy 5,3 Prozent und Transocean 4,8 Prozent. Der Energiesektor führte mit plus 1,2 Prozent die Branchen an.

METALLE

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METALLE         zuletzt    Vortag  +/- %  +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)    1.322,08  1.323,25  -0,1%    -1,17  +14,8% 
Silber (Spot)     17,71     17,78  -0,4%    -0,07  +11,2% 
Platin (Spot)    979,00    980,75  -0,2%    -1,75   +8,3% 
Kupfer-Future      2,96      2,96  -0,2%    -0,01  +17,2% 


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(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

September 14, 2017 01:43 ET (05:43 GMT)

Der Goldpreis gab nach einer kleinen Zwischenerholung weiter nach. Die Feinunze ermäßigte sich um 0,7 Prozent auf 1.322 Dollar. Das Edelmetall hatte bereits an den vergangenen beiden Tagen kräftig Federn gelassen, weil Anleger sich aus sogenannten sicheren Häfen zurückzogen. Auch die Erholung des Dollars drückte auf den Goldpreis. Noch am Freitag vergangener Woche hatte Gold bei 1.357,64 Dollar den bisher höchsten Stand in diesem Jahr erreicht.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

INNENPOLITIK USA

Ein Gespräch zwischen führenden US-Demokraten und US-Präsident Donald Trump über den Schutz junger Migranten hat offenbar zu einer Annäherung geführt. Die führenden Demokraten im Senat und Repräsentantenhaus, Chuck Schumer und Nancy Pelosi, erklärten, ein Arbeitsessen mit Trump sei "sehr produktiv" gewesen. Sie hätten vorrangig über das Schicksal junger Migranten beraten, die als Kinder mit ihren Eltern illegal ins Land gekommen seien. Trump hatte vergangene Woche das entsprechende Daca-Dekret außer Kraft gesetzt und damit den Aufenthaltstatus dieser Gruppe in Frage gestellt.

INNENPOLITIK BRASILIEN

Der unter Korruptionsverdacht stehende brasilianische Präsident Michel Temer ist mit dem Versuch gescheitert, den Chefermittler in seinem Fall abzusetzen. Der Oberste Gerichtshof des Landes votierte einstimmig dafür, Generalstaatsanwalt Rodrigo Janot im Amt zu belassen.

EU-POLITIK

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat bei der Erweiterung der Eurozone zur Vorsicht gemahnt. Zwar sei es grundsätzlich gut, dass Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in dieser Frage "Druck und Tempo macht", sagte Schäuble. Das Beispiel Griechenland zeige aber, wie wichtig es für Länder sei, alle Kriterien für die Gemeinschaftswährung zu erfüllen.

Im Abgasskandal schließt die EU-Kommission die Einrichtung einer europäischen Kontrollbehörde für den Automobilsektor nicht mehr aus. Industrie-Kommissarin Elzbieta Bienkowska zeigte sich vor dem Europaparlament in Straßburg dafür "offen".

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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DJG/raz/ros

END) Dow Jones Newswires

September 14, 2017 01:43 ET (05:43 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.

Bezeichnung
WKN
Börse
Kurs
Währung
±
±%
Kurs
vom
DAX ® 846900
Xetra
12.592,35
PKT
-7,68
-0,06%
22.09.17
17:45:00
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