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Nachrichtenübersicht

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

19.01.2018 - 13:30:54
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Britischer Einzelhandel im Dezember so schwach wie seit 2010 nicht

Die britische Einzelhändler haben im Dezember unerwartet schwache Umsätze gemacht. Das Statistikamt berichtete über einen Umsatzrückgang von 1,5 Prozent zum Vormonat. Der Rückgang war damit doppelt so hoch wie von Analysten befürchtet. Viele Briten hatten schon im November von den Sonderangeboten des "Black Friday" Gebrauch gemacht. Die schwache Dezember-Entwicklung nährt jedoch die Sorgen um die negativen Folgen des Brexit.

Notenbanker könnten Anleihemärkte dieses Jahr tief erschüttern

Eine klare Prognose für die eigene Geldpolitik ist zu einem wirkungsvollen Instrument der Notenbanken avanciert. Dadurch konnten die Marktvolatilität verringert und die Finanzierungsbedingungen günstig gehalten werden. Doch Kritiker monieren, dass die Währungshüter den Tag zerstörerischer Marktturbulenzen somit lediglich weiter in die Zukunft verlegt haben. Ein beunruhigendes Anzeichen liefert dabei ein Blick auf die Erwartungen für Kurzfristzinsen, etwa die Sätze, die vom Swap-Markt abgeleitet werden können.

EZB: Euroraum-Leistungsbilanzüberschuss steigt leicht

Der Leistungsbilanzüberschuss des Euroraums hat sich im November leicht erhöht. Nach Mitteilung der Europäischen Zentralbank (EZB) betrug er 32,5 (Vormonat: 30,3) Milliarden Euro. In der Güterverkehrsbilanz ergab sich ein Überschuss von 31,1 (26,4) Milliarden Euro, wobei die Exporte auf 195,9 (187,6) Milliarden Euro stiegen und die Importe auf 164,8 (161,3) Milliarden Euro. Bei den Dienstleistungen ergab sich ein Überschuss von 4,5 (6,8) Milliarden Euro und bei dem Primäreinkommen ein Plus von 10,5 (9,6) Milliarden. Die Sekundäreinkommen wiesen wie üblich ein Defizit auf, im November waren es 13,6 (12,5) Milliarden Euro.

Commerzbank: EZB verlängert Ankaufprogramm bis 2019

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit ihrer Ankündigung, über eine Änderung der Forward Guidance diskutieren zu wollen, nach Einschätzung der Commerzbank keine frühere Änderung ihrer Geldpolitik signalisiert. Volkswirt Michael Schubert geht davon aus, dass die in Aussicht gestellten Anpassungen in der Kommunikation nicht schon im Januar, sondern erst im März erfolgen und zudem keine geldpolitische Wende signalisieren werden, da die Inflation schwach bleiben dürfte.

IEA: US-Ölförderung übernimmt 2018 globale Spitze

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) rechnet damit, dass die wachsende US-Rohölproduktion in diesem Jahr die Fördermengen von Saudi-Arabien und Russland überflügeln wird. Damit würden die USA zum weltweit größten Ölproduzenten aufsteigen. Die US-Rohölproduktion werde 2018 voraussichtlich auf über 10 Millionen Barrel pro Tag steigen, ein Allzeithoch, das seit 1970 nicht mehr erreicht wurde, erklärte die Agentur in ihrem monatlichen Ölmarktbericht.

Deutschland kommt beim schnellen Internet für Firmen nur mühsam voran

Die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland verfügt nicht über einen schnellen Internetanschluss. Nur 42 Prozent der Firmen ab zehn Mitarbeitern konnte im vergangenen Jahr auf einen Breitbandzugang mit einer Übertragungsrate von mindestens 30 Megabit pro Sekunde zugreifen, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat. Im Jahr 2016 waren es 38 Prozent. Deutschland liegt damit aktuell knapp über dem EU-Durchschnitt von 40 Prozent.

Projektion: Mindestlohn dürfte 2019 auf über 9 Euro steigen

Der gesetzliche Mindestlohn dürfte zum Januar 2019 kräftig steigen - auf über 9 Euro pro Stunde. Das berichtet die Wirtschaftswoche. Demnach orientiert sich die zuständige Mindestlohn-Kommission bei ihrer Empfehlung grundsätzlich an der zurückliegenden Entwicklung der Tariflöhne, die das Statistische Bundesamt (Destatis) dokumentiert.

Berlin plädiert für Bitcoin-Regulierung - Keine Anonymität mehr

Das Bundesfinanzministerium will sich an einer internationalen Regulierung von virtuellen Währungen beteiligen. "Wir unterstützen den französischen Vorschlag, auf dem nächsten G20-Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs über den möglichen Regulierungsbedarf von virtuellen Währungen, wie Bitcoin, zu sprechen", erklärte das Ministerium im Interview mit der Wirtschaftswoche. Ausdrücklich betonte das Bundesfinanzministerium: "Dazu gehört insbesondere auch eine Identifizierungspflicht beim Umtausch in reale Währung, was Bitcoin die Anonymität nimmt."

Merkel reist zum Wirtschaftsforum nach Davos

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am Weltwirtschaftsforum in Davos teilnehmen. Merkel wird am Mittwoch eine Rede im Plenum halten, wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte. Laut Merkels Sprecher steht Europa im Mittelpunkt des Tagesprogramms. Die Kanzlerin werde das Wirtschaftsforum auch dazu nutzen, einzelne bilaterale Gespräche mit anderen Politikern zu führen. Mit US-Präsident Donald Trump wird sie allerdings nicht zusammenkommen, da er an einem anderen Konferenztag in den Schweizer Alpen eintrifft.

Schulz warnt seine Partei vor Neuwahlen

Zwei Tage vor dem Sonderparteitag hat SPD-Chef Martin Schulz seine Partei vor einer Absage an die Große Koalition gewarnt. "Dann würde es zu Neuwahlen kommen, und zwar ziemlich rasch", sagte Schulz in der aktuellen Ausgabe des Spiegel. Auch die Sozialdemokraten müssten dann mit einer Abfuhr rechnen. "Wenn es den Parteien nicht gelingt, mit den Mehrheiten im Bundestag eine Regierung zu bilden, würden sie von den Wählern abgestraft", so der SPD-Vorsitzende.

De Maizière wirbt im Bundestag für Pläne zu eingeschränktem Familiennachzug

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat im Bundestag das Vorhaben von Union und SPD verteidigt, den Familiennachzug von subsidiär geschützten Flüchtlingen künftig wieder in begrenztem Umfang zuzulassen. Es handele sich um eine "vernünftige und maßvolle Regelung", sagte de Maizière am Freitag. Der eingeschränkte, subsidiäre Schutz sei ein Schutz auf Zeit. Wer aber Angehörige nachholt, "dessen Aufenthalt verfestigt sich".

AfD sorgt für Abbruch von Bundestagssitzung

Die AfD hat mit der Feststellung der Beschlussunfähigkeit des Bundestags für einen Sitzungsabbruch gesorgt. Die Rechtspopulisten bezeichneten das Manöver am späten Donnerstagabend als "Revanche" dafür, dass der AfD-Kandidat für das parlamentarische Geheimdienst-Kontrollgremium (PKGr), Roman Reusch, zuvor durchgefallen war. Bei einem sogenannten Hammelsprung stellte sich heraus, dass statt der nötigen Mehrheit von 355 Abgeordneten nur 312 Parlamentarier anwesend waren.

Sturmtief verursacht Millionenschäden am Schienennetz der Bahn

Das Sturmtief "Friederike" hat das Schienennetz der Deutschen Bahn am Donnerstag hart getroffen. Wie der Staatskonzern mitteilte, hat es an über 200 Streckenabschnitten Beschädigungen in Millionenhöhe hinterlassen. Die Deutsche Bahn hatte den Fernverkehr am Donnerstag wegen des Sturms bundesweit eingestellt.

Blockade im US-Senat erhöht Gefahr einer Haushaltssperre

Im US-Budgetstreit ist die Gefahr einer Haushaltssperre gestiegen, nachdem einige Senatoren ihren Widerstand gegen eine Übergangsfinanzierung signalisiert haben. Senatoren der demokratischen Partei hätten durchblicken lassen, dass sie die nötigen Stimmen hätten, um eine Einigung zu blockieren, sagten mehrere Mitarbeiter des Senats. Mindestens zwei Senatoren aus dem republikanischen Lager hätten ebenfalls ihre Ablehnung der gegenwärtigen Vorlage bekundet.

US-Verfahren könnte mit EU-Datenschutz kollidieren

In Europa wächst die Sorge, dass ein Verfahren vor dem Supreme Court in den USA dergestalt ausgehen könnte, dass Unternehmen nicht gleichzeitig US-Regeln befolgen und den europäischen Datenschutzbestimmungen genügen können. Kommenden Monat wird der Streit zwischen dem US-Justizministerium und Microsoft erstmals vor dem US-Gericht verhandelt. Dabei geht es um E-Mails, die der Softwarekonzern auf einem Server in Irland gespeichert hat. Im Jahr 2013 hatten die US-Behörden den Konzern angewiesen, die E-Mails auszuliefern, weil gegen einen Beschuldigten wegen Drogendelikten ermittelt wird.

DJG/DJN/AFP/apo

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January 19, 2018 07:30 ET (12:30 GMT)

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